Willkommen bei unserem großen Schwedenofen Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Schwedenöfen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Schwedenofen zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Schwedenofen kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwedenöfen sorgen vor allem in der kalten Jahreszeit für eine gemütliche Stimmung und Wärme in deinem Zuhause. Neben Holz kannst du sie auch mit Pellets oder Kohle anheizen.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischen Schwedenöfen, den Pelletöfen, Dauerbrandöfen und wasserführenden Öfen. Mit Letzteren kannst du neben dem Raum auch einen Teil deines Heizungswassers miterhitzen.
  • Anhand unterschiedlicher Qualitätskriterien wie Material, Verarbeitungqualität, Bedienungsfreundlichkeit, Ausstattung, Verbrennungsluftzufuhr, Heizleistung, Brennstoff, Energieeffizienzklasse und den Umwelteigenschaften kannst du Holzöfen untereinander vergleichen.

Schwedenofen Test: Das Ranking

Platz 1: HARK Kaminofen 44 GT ECOplus quarz-weiß graphit

Platz 2: Haas + Sohn Kaminofen Aruba Woodstone

Platz 3: Haas + Sohn Wasserführender Kaminofen Aquaris schwarz

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Schwedenofen kaufst

Was ist ein Schwedenofen?

Wenn du dir einen Schwedenofen kaufst, entscheidest du dich bewusst für einen sofort anschlussbereiten und bereits vormontierten Kamininofen. Zumeist sind sie relativ kompakt, energieeffizient und du kannst sie als schickes Designelement auch mittig in den Raum stellen.

Wichtig ist dabei, dass diese freistehenden Öfen in der Nähe deines Kamins stehen sollten. Zumindest musst du sie für den Abzug der Abgase mit einem Verbindungsrohr an deinem Kamin oder Schornstein befestigen.

Verschneite Häuser

Mit einem modernen Schwedenofen bringst du das Alpen-Feeling deines letzten Winterurlaubs garantiert mit nach Hause ! Auf ein paar Dinge und Voraussetzungen solltest du aber vor dem Kauf achten. (Foto: Leroy Filon / pexels.com)

Warum heißen Schwedenöfen eigentlich Schwedenöfen?

Die ersten Kaminöfen kamen aus Skandinavien zu uns. Daher auch der Name „Schwedenofen“. Diese Öfen waren nicht vielmehr als mit Stahlblech verkleidete Feuerstellen und haben mit einem heutigen, modernen Kaminofen nicht mehr viel gemeinsam.

Modernste Verbrennungstechnik garantiert heute eine umweltschonende Verbrennung und sichert die Erfüllung aller wichtigen Normen und Umweltschutzverordnungen.

Aus dem unscheinbaren Stahlblechofen hat sich der moderne Schwedenofen in unterschiedlichen Formen und Variationen entwickelt. Verkleidungen aus Marmor, Speckstein oder keramischen Ofenkacheln sind ebenso zu finden wie Edelstahl oder Granit.

Die Herkunft des Wortes lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass Kaminöfen eine lange Tradition im skandinavischen Raum haben und auch viele Hersteller von modernen Schwedenöfen in Norwegen, Schweden und Dänemark ansässig sind.

Was unterscheidet den Schwedenofen vom urigen Kachelofen oder dem offenen Kamin?

Wie du wahrscheinlich jetzt bereits weißt, sind Schwedenöfen vormontiert, kompakt und nutzen heutzutage moderne Verbrennungstechniken. Darüber hinaus sind sie relativ günstig in der Anschaffung und du kannst das Design auch an deinen Wohnstil anpassen.

Um dem offenen Kamin Konkurrenz bieten zu können, verfügen viele Kaminöfen deshalb über große Panoramefenster aus Glaskeramik, sodass du dem Abbrennen und Flackern der Flammen zusehen kannst.

Dies ist auch der große Vorteil des Schwedenofen gegenüber einem offenen Kamin: Du benötigst weniger Platz. Zwar hast du dann eine geschlossene Brennkammer und keine Offene, doch stimmst du uns wahrscheinlich zu, dass das Knistern im Inneren genauso schön aussehen kann.

Letztendlich ist der offene Kamin immer noch die etwas romantischere Variante, jedoch kann er durch seine begrenzte Heizleistung und die erhöhte Brandgefahr nicht überzeugen.

Von Kachelöfen unterscheidet sich ein schwedischer Ofen dadurch, dass der Kachelofen handwerklich aufwendig am Aufstellungsort aus Schamottesteinen und Kacheln erbaut werden muss. Zumeist ist er erheblich größer, teurer in der Anschaffung und fest in der Wand installiert.

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Vorteile

  • Schnelles Anheizen
  • Schnelle Wärmeabgabe
  • Günstige Anschaffungspreise
  • Schnelle Montierung
  • Abmontierung
  • Große Angebotsvielfalt
  • Panoramafenster
  • Hohe Energieeffizienz

Der traditionelle Kaminofen, auch bekannt als Schwedenofen, wird mit Holz befeuert und sorgt in der kalten Jahreszeit für eine gemütliche Stimmung und Wärme im Wohnraum.

Wie funktioniert ein Schwedenofen?

Die Wärmeabgabe der Skandinavischen Kaminöfen, die für ein angenehmes Klima in deinem Wohnzimmer sorgen sollen, geschieht durch zwei Wege: Strahlung und Konvektion.

Was genau das ist? Ganz einfach! Im Prinzip bezeichnet Konvektion nämlich nichts anderes als die Verteilung von erwärmter Luft im Raum.

Diese wird zuvor vom Kamin angesaugt und im Inneren des Brennraums erhitzt. Die daraus resultierende, warme Luftströmung erwärmt rasch deinen Raum, selbst bei frostigen Außentemperaturen.

Die Wärmeabgabe kann aber durch Strahlungswärme erfolgen. Dabei wird der Umstand genutzt, dass sich die Außenhülle des Schwedenofens ebenfalls miterhitzt. Die daraus resultierende Wärmestrahlung mit elektromagnetischen Wellen führen dazu, dass sich Gegenstände, auf die diese Strahlung trifft, erwärmen.

Der überwiegende Teil der von einem Schwedenofen ausgehenden Wärmeenergie wird durch diese elektromagnetische Wärmestrahlung freigesetzt.

Die Verkleidung des Ofens spielt dabei auch eine wichtige Rolle: Massive Materialien wie Kacheln, Speckstein oder Schamottensteinen speichern die Wärme für eine längere Zeit als Sandstein oder Gußeisen.

Kaminöfen besitzen oft aufgrund ihrer Verkleidung eine gute Wärmespeicherung. Mehr Infos zum besten Material für die Außenhaut dazu findest du in unseren Kaufkritieren. Fazit: Kaminöfen verbinden beide Grundprinzipien der Wärmeabgabe.

Ein Schwedenofen vereinigt beide Grundprinzipien der Wärmeabgabe: Durch Lüftungsschlitze geben Schwedenöfen rasch Konvektionswärme ab, während die Außenhaut der Kaminöfen langanhaltend Strahlungswärme abgibt.

Ein weiteres wichtiges Charakteristikum von einem Schwedenofen ist der hohe Wirkungsgrad. Vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind bei neu errichteten Schwedenöfen Mindestwirkungsgrade zwischen 70 und 75%, je nach Bauweise.

In der Energiebilanz erreichen jedoch moderne Heizapparate bereits Wirkungsgrade von über 80%. Einen effektiven Abbrand erkennst du an einer sehr feinen, grauen Asche.

Die Verbrennungstechnik, die maßgeblich an der effizienten Verbrennung beteiligt ist, benötigt eine geregelte Luftzufuhr.

Hier lassen sich drei Arten der Luftzufuhr unterscheiden.

  • Primärluft: Sorgt für die Erhitzung der Brennstoffe. Außerdem wird durch Primärluft die Verbrennung sichergestellt.
  • Sekundärluft: Wird durch Luftkanäle oder den Kaminzug extern zugeführt oder angesaugt. Fließt daraufhin in den Brennraum und wird stark erhitzt. Verhindert Beschlagung der Sichtscheibe. Dämpfe, die aus dem Holz austreten und brennbar sind, erreichen dank dieser Luftzufuhr ihre Zündtemperatur.
  • Tertiärluft: Sorgt dafür, dass Abgase nachverbrennen und weniger unverbrannte Rauchgasbestandteile ausgestoßen werden.

Während beim unteren Abbrand (Sturzbrandöfen) kaum Flammen entstehen und die Brennstoffverwertung sehr effektiv geschieht, sieht ein oberer Abbrand wie bei einem Lagerfeuer oder vielen Schwedenöfen aufgrund der züngelnden Flammen zwar schön aus, ist aber längst nicht so effektiv. Viele austretende Gase werden nicht verwertet.

Eine spezielle Luftzufuhr und die Kombination von verschiedenen Verbrennungstechniken kann das Problem lösen, ermöglicht darüber hinaus hohe Wirkungsgrade und eine effiziente Verbrennung.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Aufbau eines Kaminofens?

Um einen Kaminofen in den eigenen vier Wänden aufzubauen, müssen verschiedene Grundbedingungen erfüllt werden:

  • Kamin / Schornstein: Der nachträgliche Einbau kostet zwischen 1700€-7000€ und hängt von der Art des Schornsteins, dem Durchmesser und der benötigten Länge ab. Mehr Infos gibt es auf myhammer.de.
  • Belüftungsmöglichkeiten müssen vorhanden sein (z.B. Fenster).
  • Raumgröße: Ein Zimmer in dem ein Kaminofen steht sollte eine Mindestwohnfläche von 12-15 Quadratmeter besitzen, da der Wohnraum eine bestimmte Wärmemenge aufnehmen können muss.
  • Für Brandschutz sorgt zudem eine feuerfeste Bodenplatte. Sie dient als Untergrund für den Kaminofen. Sie sind aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Edelstahl oder Glas gefertigt und kosten zwischen 60€ und 300€.
  • Sicherheitsabstand: Plane außerdem ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen, Wänden und Möbeln ein. Vom Brennraum sollten sie mindestens 1 m und von den Seitenwänden mindestens 80 cm entfernt sein.
  • Alternativ: die Installation eines Kohlenmonoxyd-Warners (CO-Warner) zum Schutz vor Giftstoffen

Selbst wenn du das jetzt alles weißt, solltest du vor der Anschaffung trotzdem zuallererst das Gespräch mit deinem Schornsteinfeger suchen.

Er hilft dir die Rahmenbedingungen abzuklären. Zu diesen zählen der konkrete Stellplatz, die Sicherheitsabstände und die Luftzufuhr und -abfuhr.

Wichtig ist dies deshalb, da der Schornsteinfeger nach dem Aufbau auch zur Abnahme deines Kaminofens kommen muss. Gibt er grünes Licht, darfst du den Kaminofen erst in Betrieb nehmen.

Darüber hinaus wird einmal jährlich dein Schornstein und Schwedenofen auf seine ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit überprüft. Im Umkehrschluss entstehen also auch durch den Betrieb laufende Kosten.

Bitte beachte, dass einige Hersteller schwedischer Kaminöfen in ihren Garantiebedingungen vorschreiben, dass er von einem Fachmann installiert werden muss.

Offener Wohnraum

Offene Räume mit Treppen benötigen ebenfalls mehr Wärmeleistung, da die Wärme die Treppe und die Zimmerhöhe nach oben und unten abwandert. (Foto: Sarah Jane / pexels.com)

Was muss ich vor dem Kauf sonst noch beachten ?

Das waren jetzt wahrscheinlich sehr viele Informationen für dich. Wir helfen dir jetzt dabei, deinen für dich passenden Kaminofen zu finden.

Dabei geht es zu allererst um die Frage, welche Heizleistung und Luftzufuhr dein Ofen benötigt. Des Weiteren auch darum, ob du deinen Schwedenofen an deine Warmwasserversorgung anschließen möchtest.

Wie hoch sollte die Heizleistung eines Schwedenofens sein?

Hier musst du zwischen Nennwärmeleistung und Heizleistung (oft Heizlast genannt) unterscheiden.

Die Nennwärmeleistung (in kW) liegt bei Kaminöfen häufig zwischen 4 und 8 kW. Sie ist hauptsächlich nur für die technische Prüfung durch deinen Schornsteinfeger interessant und bezeichnet die Wärmeleistung deines Ofens im Dauereinsatz. Die Minimal- und Maximalleistung wird vom Hersteller seperat angegeben.

Die Nennwärmeleistung wird im Rahmen der Typenprüfung nach EN 13240 geprüft und festgelegt. Es handelt sich dabei um eine normierte Angabe, die alle Kamine selbst unter verschiedenen Herstellern vergleichbar macht.

Die Heizleistung deines Kamins wird ebenfalls in Kilowatt (kW) gemessen und ist die eigentlich interessante Komponente für dich.

Je höher dieser Wert ist, desto mehr kann der Kaminofen einheizen. Welche Leistung für dich nötig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Einer ist die Raumgröße in Kubikmetern (m³).

Als Faustregel gilt: Du benötigst etwa 0,1 kW pro m² Wärmefläche (Rauminhalt), um deinen Raum effektiv zu heizen. Dabei solltest du jedoch beachten, dass ältere Häuser durch ihre schlechtere Isolierung mehr Leistung als ein als Neubau benötigt.

1. Schritt also für dich: Errechne die benötigten kW mithilfe deines Rauminhalts (0,1 kW pro m²)

Beispiel:

Moderne Wohnhäuser erfordern eine immer geringere Heizungs-Wärmeleistung. Für ein in den 1970er Jahren erstelltes Wohnhaus werden für einen Wohnraum mit einer Grundfläche von 50 m² etwa 5 kW Wärmeleistung in der Stunde benötigt. Heute errichtete Immobilien benötigen nur noch knapp 2 kW je Stunde.

Die Heizlast deines Kaminofens sollte keinesfalls zu hoch ausgelegt sein um eine Wohnraumüberheizung zu vermeiden.

Faktoren, die zur Berechnung zählen und die Heizleistung beeinflussen, nochmals zusammengefasst:

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  • Wohnfläche
  • Dämm-Niveau des Daches und der Außenwände
  • Luftdichtigkeit des Hauses
  • Das Ofenrohr. Ein langes Rohr etwa erhöht die Leistung

Was ist sonst noch wichtig?

  • Nicht zu viel oder zu wenig kW wählen (0,1 kW pro m²)
  • Den Verwendungszweck klar definieren (selten/viel Heizen etc.)
  • Den Aufstellort berücksichtigen (zentral oder in einer Ecke)
  • Den Leistungsbereich beachten (z.B. 5 kW schafft auch kurz 7 kW)

Die Heizleistung kann auch über die Luftregler und das Befüllen des Brennguts geregelt werden. Hier gilt: Übung macht den Meister.

Willst du einen Ofen mit oder ohne Wassertasche?

Ein wasserführender Ofen heizt neben dem Raum auch einen Teil des Heizungswassers mit. Nachdem das Wasser in die Wassertaschen geleitet wurde, erhitzt es sich und fungiert als Kontaktelement zum Pufferspeicher deiner Warmwasserheizung.
Das bringt zwei Vorteile mit sich:

  • Umgebungsluft wird im Raum erhitzt
  • Teil der erzeugten Energie wird zur Heizungsunterstützung genutzt

Allerdings kostet diese Variante eines Kaminofens wesentlich mehr. Überlege dir also gut, ob sich eine solche Anschaffung wirklich lohnt. Mehr dazu findest du in unserem Entscheidungsteil.

Woher soll die Verbrennungsluft stammen?

Außerdem beachtenswert ist die Unterscheidung zwischen raumluftabhängigen und raumluftunabhängigen Schwedenöfen.

Raumluftabhängige Skandinavische Öfen beziehen die gesamte zur Verbrennung benötigte Luft aus dem Aufstellungsraum, während Schwedenöfen mit einem Außenluftanschluss einen Teil des benötigten Sauerstoffs durch einen Luftkanal oder doppelzügigen Schornstein von außen anziehen.

Raumluftunabhängige Schwedenöfen sind vor allem für Niedrigenergie- und Passivhäuser gedacht, da sie einen Außenluftanschluss besitzen und derart hermetisch abgeriegelt sind, dass sie die 95% der Luft von außen anziehen.

Dies verhindert in sehr gut gedämmten Häusern das Austreten von giftigen Rauchgasen beim vorübergehenden Entstehen eines Unterdrucks durch den Betrieb einer elektro-mechanischen Lüftungsanlage.

Wichtig: Die ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft ist bei der sehr dichten Bauweisen beispielsweise von Passiv- oder Niedrigenergiehäusern oft nicht sichergestellt.

Deshalb solltest du über einen angeschlossenen Luftkanal externe Verbrennungsluft zuführen und somit einen raumluftunabhängigen Schwedenofen kaufen.

Über welche Ausstattung und Zubehör sollte dein Schwedenofen verfügen?

Ein weiteres beliebtes Detail sind Kochfelder und Backfächer, mit deren Hilfe ein Schwedenofen nicht nur Räumlichkeiten beheizen, sondern auch zur Zubereitung oder zum Warmhalten von Speisen dienen kann.

Optische Details haben bei einem Warmluftofen also oft einen praktischen Nutzen. Bereits der günstige Kaminofen für rund 400 Euro kann mit einem Teefach ausgestattet sein.

Zubehörartikel für Kaminöfen dienen als Brandschutz, erleichtern die Handhabung des Kamins und sorgen für optische Highlights. Diese Dinge sind schöne und sinnvolle Ergänzungen zu deinem Kaminofen:

Kaminbodenplatten hindern Funken an der Entzündung unter und rund um den Kamin und bieten so einen besseren Brandschutz. Sie sind häufig aus Glas und fallen somit auch kaum ins Auge. Diese stilvolle Glasbodenplatten gibt es in verschiedenen Formen wie rund, rechteckig, vieleckig und im Halbrundbogen.

Kaminbesteck ist perfekt zum anfeuern und reinigen deines Schwedenofens geeignet. Besen, Kaminschaufel und Schürhaken sind aus hitzebeständigem Material wie Gusseisen, Edelstahl oder Messing. Praktisch! Du kannst das Set oft am Ständer daneben aufhängen.

Zum modernen Wohnstil passt Edelstahl-Kaminbesteck, rustikal-ländlich wirkt Kaminbesteck aus Gusseisen, und Messingbesteck passt zur Altbauwohnung.

Kaminholzkörbe sind ideal um Scheitel in der Nähe des Ofens zu lagern.
Wenn du Brennmaterial nachlegen möchtest, gehst du also einfach zum Korb und sparst dir so den Gang nach draußen. Ein Holzkorb in der Wohnung sorgt zudem für rustikales und gemütliches Flair.

Kaminholzkorb Test 2019: Die besten Holzkörbe im Vergleich

Welcher Kamin harmoniert mit deinem Wohnstil?

Mit dem Stil deines Kaminofens unterstreichst du deinen Einrichtungsstil. Wie der Kamin wirkt, hängt vor allem vom Verkleidungsmaterial ab.

  • Mediterran und natürlich sehen Modelle aus Naturstein in warmen Sand- und Bambustönen aus. Sie harmonieren gut mit Stühlen und Sesseln aus Rattan
  • Ins rustikale Landhausambiente integriert sich ein Kaminofen aus Gusseisen, der zu massiven Holzvitrinen passt. Der schwarze Kaminofen hebt sich vor einer weißen oder beigefarbenen Wand besonders gut ab
  • Zu moderner und schlichter Einrichtung mit glatter Ledercouch und Glastisch sehen Kaminöfen aus glänzendem Stahl gut aus
  • Kaminöfen mit Kachelverkleidung wirken traditionell und passen gut zu einem Altbau. In modernen Wohnungen setzt du damit optische Akzente und lenkst den Blick auf deine Feuerstelle im Wohnzimmer

Welche Vorteile haben die einzelnen Brennstoffe?

Damit im Kamin ein gemütliches Feuer brennt, gibt es verschiedene Brennstoffe. Im Folgenden erfährst du, womit Holz, Kohlebriketts und Pellets jeweils punkten.

Laubhölzer

Dazu gehören unter anderem Buche und Ahorn oder Birke, Fichte, Lärche und Eiche.

Vorteile
  • Knacken der Holzscheite sorgt für Lagerfeuerromatik
  • Günstiger Brennstoff
  • Auswahl zwischen verschiedenen Holzarten
Nachteile
  • Nur trockenes Holz verwendbar
  • Lagerzeit vor Verwendung meist 2 Jahre
  • Viel Platz für Lagerung nötig

In den Herstellerangaben findest du Infos zur Größe der Holzscheite, die maximal in den Feuerraum des Kamins passen.

Pellets

Vorteile
  • Auswahl zwischen Holz,-Span- oder Papierpellets
  • Integrieter Vorratsbehälter spart Arbeitsaufwand und Lagerraum
  • Hoher Wirkungsgrad von etwa 95%
  • Verbrennung von Holzabfallprodukten
Nachteile
  • Anschaffung eines Pelletofens ist teuer
  • Zukünftige Preisentwicklung und Angebot von Pellets unbekannt
  • Zweckorientiert, keine Lagerfeuerromatik

Kohlebriketts

Vorteile
  • Können mit normalem Holzofen verwendet werden
  • Lang anhaltende Wärme
  • Auswahl zwischen Stein- oder Braunkohlebriketts
Nachteile
  • Lange Entzündungszeit
  • Starke Qualitätsunterschiede
  • Schlechte Wärmeregulierung

Steinkohle hat einen hohen Brennwert und heizt besonders effektiv. Braunkohle ist sehr preisgünstig und beliebt für lange Abende am Kamin oder für für Dauerbrandöfen, die etwa die Zentralheizung ergänzen.
Was kostet ein Schwedenofen und welche Zusatzkosten entstehen beim Einbau?

Typ Preisspanne
Klassicher Schwedenofen 300 – 3000 €
Pelletofen 800 – 5000 €
Wasserführender Schwedenofen 700 – 3000 €
Wasserführender Pelletofen 2000 – 5000 €
Dauerbrandofen 500 – 2000 €
Falls nötig: Nachträglicher Schornsteineinbau 700 – 7000 €

Wie teuer ein Schwedenofen in der Anschaffung ist, lässt sich nicht pauschalisieren. Viele Faktoren spielen bei der Preisgestaltung eine wichtige Rolle.

Neben der Materialzusammensetzung der Außenverkleidung, die daruch eine erhöhte Speicherfähigkeit gewährleistet bekommt, erhöhen auch Zusatzfunktionen wie z.B. eine Wassertasche für die Warmwasserheizung den Preis erheblich.

Generell kommt es auch auf die Exklusivität der Ausstattung, auf die benötigte Heizleistung und die Auswahl des Brennstoffs an.

Du solltest auf jeden Fall bedenken, dass der Kauf deines Ofens eine Investition für die nächsten Jahrzehnte darstellt. Da lohnt es sich etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um sich für das Modell zu entscheiden, das einem auch wirklich rundum gefällt.

Stiftung Warentest kam im Test 10/2011 zu dem Entschluss, dass es „gute“ Öfen nicht zum Mini-Preis gibt.

Das Aufstellen des Kaminofens kann von dir selbst oder einer Fachfirma vorgenommen werden. Bei komplizierteren Systemen wie beim wasserführenden Kaminofen sollte auf jeden Fall die Hilfe eines Fachmanns bzw. Heizungsinstallateurs in Anspruch genommen werden.

Kosten für die einfache Aufstellung eines Schwedenofens betragen ab 300 Euro aufwärts. Der nachträgliche Einbau eines Schornsteins 700 bis 7000 Euro.

Achtung: Oft nur bei Aufstellung deines Schwedenofens von Fachpersonal bekommst du eine komplette Gewährleistung vom Hersteller.

Welche Hersteller von Schwedenöfen gibt es?

Stiftung Warentest hat, wie oben erwähnt, zuletzt im Jahr 2011 einen Schwedenofen Test veröffentlicht. Dabei kam es vor allem aufgrund schlechter Verarbeitungsqualitäten, ungenügender Brandsicherheit und wegen zu hohen Emissionen zu Abwertungen.

Wir empfehlen dir deshalb, deinen Schwedenofen nur von etablierten Herstellern zu beziehen. Die Heizöfen der Firmen unterscheiden sich hier oft im Stil und besitzen unterschiedliche Verbrennungstechnik und Extras.

Zu den beliebtesten Herstellern zählen:

  • Hark
  • Austroflamm
  • Haas & Sohn
  • Wamsler

Hark ist ein deutscher Hersteller aus Duisburg und ein 40 Jahre altes Traditionsunternehmen. Bekannt ist Hark vor allem durch sein Ofenmodell 44GT ECOPLUS, er wurde unter anderem bei Stiftung Warentest 2011 Testsieger. Die Verbrennungstechnik Ecoplus ist dabei besonders schadstoffarm und umweltgerecht. Des Weiteren punktet Hark seine gut durchdachten Integrationslösungen der wasserführenden Kamine in die zentrale Heizungsanlage.

Austroflamm kommt, wie der Name bereits verrät, aus Österreich. Der Hersteller bietet viele verschiedene Designs. Das Besondere ist hier der extra Wärmespeicher. Durch innovative Technik wird die Wärme bis zu neun Stunden gespeichert. So muss auch weniger Holz nachgelegt werden, das macht den Betrieb sehr günstig.

Ebenso wie Austroflamm kommt auch die Traditionsmarke Haas & Sohn aus Österreich. Der Hersteller wirbt mit edlen Designs und herausragender Qualität. Ein Vorteil der Kaminöfen ist die Nutzung externer Zuluft. Für die Verbrennung wird vorrangig Außenluft genutzt. Das schont die Raumluft und führt zu einer sauberen Verbrennung. Heißt im Umkehrschluss, dass diese Firma vor allem für Raumluftunabhängige Schwedenofen bekannt ist.

Wamsler ist ein Müncher Unternehmen und zählt zu den erfolgreichsten Unternehmen der Branche. Friedrich Wamsler gründete 1875 die Firma mit der Vision, dass die Öfen praktisch, sparsam und schön sein sollten. Heuztutage haben sie sich längst zu einem internationalen Unternehmen entwicklet und bieten den Verkauf in 23 Ländern an. Sie begeistern mit hochwertiger Qualität, ansprechendem Design und mit der Form-und Technikvielfalt.

Neben den bereits vorgestellten Schwedenofen Firmen gibt es natürlich noch viele mehr, einige weitere bekannte Marken sind:

Justus Danskan
Aduro Drooff
Oranier Alpinofen
La Nordica Brunner
Spartherm Attika(Schweiz)
Caminos Olsberg
Hwam Lotus
Jotul

Wo kann ich einen Schwedenofen kaufen?

Schwedenöfen kannst du in jedem gut sortierten Bauhaus, bei Herstellern sowie Online kaufen. Du kannst die Ware entweder selbst direkt vor Ort, zum Beispiel bei Bauhaus oder Toom, abholen. Oder du entscheidtest dich dazu, den aufwendigen Transport vom Unternehmen übernehmen zu lassen.

Nicht alle Unternehmen bieten hier aber eine kostenfreie Lieferung an und oft musst du deinen Kaminofen selbst im nächstgelegenen Markt abholen.

Oder du entscheidest dich für einen Onlinekauf und lässt dir deinen Schwedenofen bequem per Spedition nach Hause schicken. Die meisten Cheminéeöfen werden derzeit günstig über folgende Shops online / lokal verkauft:

  • amazon.de
  • Baywa
  • Obi
  • Bauundhobby (Coop)
  • Tutti.ch
  • Hornbach
  • ebay.de
  • ebay-kleinanzeigen.de
  • Globus-Baumarkt

Entscheidung: Welche Arten von Schwedenöfen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir ein Schwedenofen zulegen möchtest, gibt es fünf Alternativen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

  • Klassischer Schwedenofen
  • Wasserführender Schwedenofen beheizt mit Pellets oder Holz
  • Pelletofen
  • Dauerbrandofen

Die unterschiedlichen Ofenarten bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Sie unterscheiden sich im Preis, in der Funktion und im Einsatzzweck, in der Größe und in vielen weiteren Aspekten. Durch den folgenden Abschnitt möchten wir dir die Entscheidung erleichtern.

Was zeichnet einen klassischen schwedischen Kaminofen aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Die große Beliebtheit der klassichen Schwedenofens oder Cheminéeofen beruht auf den optischen ansprechenden Designs, der großen Vielfalt an Modellen und geringen Einstiegspreisen.

In den letzten Jahren haben die Hersteller zunehmend Wert auf das Aussehen gelegt: Sie bewerben Kaminöfen gleichermaßen als effiziente Heizung und attraktiven Einrichtungsgegenstand. Zugleich lassen sich die Öfen leicht handhaben.

Was gilt es bei der Anschaffung und Montage zu beachten? Die Luftzufuhr kann je nach Modell automatisch oder manuell über eine Drosselklappe erfolgen.

Vorteile
  • Unterschiedliche Leistungsbereiche
  • Heizen mit Holz ist wesentlich günstiger als klassische Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen
  • Kaminöfen heizen CO2-neutral
  • Leichter Auf-und Abbau befähigt Kamin zum Umzug in andere Wohnung
Nachteile
  • Eine Überheizung durch mangelnde Temperaturreglung ist möglich
  • Holz benötigt hohen Platzbedarf
  • Manuelle Lüftung bei Austritt von Dämpfen nötig und Heizenergie geht verloren
  • Kein Anschluss an digitales Heizsystem führt zu Problemen mit Thermostat der Fußbodenheizung wie Auskühlung

Vor allem bei der manuellen, aber auch bei der automatischen Lüftung solltest du beachten, dass sich die Temperaturregelung etwas schwieriger gestaltet als etwa bei einem Pelletofen.

So fährt der Holzofen nicht ab einer bestimmen Raumtemperatur automatisch heruntern, sondern heizt generell so lange bis das Holz verbrannt ist. Beachte auch den Unterschied zwischen raumluftabhängigen-und unabhänigen Öfen. Stimme außerdem unbedingt die Leistung der Heizung auf deine Raumgröße ab, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Befeuerung: Wenn du dich für diese Kaminofenart entscheidest, kannst du zwischen verschiedenen Holzarten auswählen, mit denen du deinen Kamin beheizen möchtest. Neben dem Holz darfst du zusätzlich auch Braunkohle verbrennen.

Was zeichnet einen Kaminofen mit Wassertasche aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Ein wassergeführter Kamin ist dann bestens für dich geeignet, wenn du neben dem Aufstellungsort auch dein Heizungswasser miterhitzen willst.

Diese Kaminofenart ähnelt vom Aufbau konventionellen Kaminöfen.

Im Gegensatz zu diesen verfügen sie aber über einen integrierten Wärmeübertrager. Als Brennstoff dient entweder ganz klassisch Holz, Pellets oder oft ist sogar die Befeuerung bei bestimmen Kombiöfen mit beidem möglich.

Vorteile
  • Automatischer Betrieb bei Pellet-oder Kombiöfen
  • Geringere Heizkosten als bei alten Gas-oder Ölheizungen
  • Umweltfreundliche Versorgung mit Wärme für Räume + Warmwasser
  • Als Brennstoffen dienen Pellets oder Holzscheite, bei Kombiöfen beides
  • Unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontroller (BAFA)
Nachteile
  • Manueller und technischer Aufwand bei Bedienung
  • Höhere Kosten für Anschaffung und Montage der Technik
  • Planung ist durch Einbindung in Heizungsnetz mit höheren Kosten verbunden
  • Vorherige Prüfung und Planung durch Installateur erfodert relativ viel Zeit
  • Verwendung oft nur als Zusatzheizung zur Zentralheizung

Funktion und Aufbau

Die sogenannte Wassertasche wird in Betrieb vom Heizungswasser durchflossen und entzieht dem Holz-oder Pelletfeuer einen Teil seiner Wärme. Das Heizungswasser erhitzt sich und transportiert die Energie in der Regel zu einem Pufferspeicher. Ein Pufferspeicher nimmt die Wärme der wasserführenden Kaminöfen auf und hält sie so lange vor, bis sie im Haus benötigt wird.

Pufferspeicher verteilt die Wärme bedarfsgerecht im Haus

Das Bauteil ist besonders wichtig, da sich die Holzverbrennung vor allem bei dem Einsatz von Scheitholz schlecht regeln lässt und nur bei Volllast effizient und sauber abläuft. Denn nicht immer, wenn der Ofen brennt, besteht auch ein Wärmebedarf im Haus. Der Speicher gleicht diese Diskrepanz aus und sorgt so für einen sparsamen Heizbetrieb.

Wasserführender Kamin ergänzt die bestehende Heizung

Der Kaminofen lässt sich mit vielen alten Heizgeräten kombinieren. So zum Beispiel mit einer Öl- oder Gasheizung. Da der Ofen selbst einen Teil zur Deckung der Heizlast beiträgt, entlastet er die konventionellen Wärmeerzeuger und die Heizkosten sinken.

Raumseitige- und Heizseitige Leistung

Generell kannst du bezüglich der Leistungsangaben zwischen raumseitiger-und heizseitiger Leistung unterscheiden. Während die heizseitige Leistung der zentralen Heizungsanlage zugutekommt, gibt der Ofen die raumseitige Leistung an den Aufstellraum ab. Beide Kennwerte hängen vom Aufbau und der Konstruktion wasserführender Kamine ab und sind in den Herstellerunterlagen angegeben.

Was gilt es bei der Anschaffung und Montage zu beachten?

  • Auf folgende Zertifizierungen achten: DINplus- Zertifizierung, die Stuttgarter Verordnung, die Münchner- und Regensburger Verordnung und der „Blaue Engel“.
  • Vorherige Planung des Vorhabens mit Schornsteinfeger und Anschluss / Aufbau von bspw. Rauchrohr durch Fachbetrieb
  • Lasse deine Heizung unbedingt vorher durch einen Installateur überprüfen, Möglichkeit Wärmetauscher anzuschließen muss vorhanden sein
  • Da die meisten Kaminöfen mit integriertem Wärmetauscher nicht als Alleinheizung genutzt werden können, solltest du deinen Bedarf an Warmluft und Warmwasser ebenfalls prüfen

Der wasserführende Kaminofen muss darüber hinaus eine thermische Ablaufsicherung besitzen. Diese stellt sicher, dass die überschüssige Wärme über durchströmendes Trinkwasser abgeführt wird, wenn die Umwälzpumpe wegen eines Stromausfalls nicht funktioniert.

Es gibt allerdings auch wasserführende Kaminöfen, die offen und drucklos funktionieren. Diese brauchen die thermische Ablaufsicherung nicht. Erhöhte Temperaturen können in dem Fall keinen Druck aufbauen. Solche Kaminöfen oder Kamineinsätze kennst du unter dem Begriff „eigensicher“.

Was zeichnet einen Pelletofen aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Pelletöfen erfreuen sich dank ihrer hohen Energieeffizienz, den Umwelteigenschaften und der Sicherheit steigender Beliebtheit.

Insgesamt erzielten die Pelletöfen im Test der Stiftung Warentest 2011 deutlich bessere Ergebnisse als die untersuchten Kaminöfen. Das Testurteil für die Produkte unterschiedlicher Hersteller lautete durchweg „gut“. Diese Heizart hat so also auch Stiftung Warentest überzeugt.

Vorteile
  • Niedrige Brennstoffpreise und Verwendung der Reste der Holzindustrie
  • Konstante Heizleistung und hoher Wirkungsgrad aufgrund der Dichte der Pellets
  • CO²-arme und damit umweltfreundliche Verbrennung
  • Platzsparende Verstauung der Pellets
Nachteile
  • Anschaffungskosten höher als bei klassischem Schwedenofen
  • Regelmäßige Wartung von Pelletofen und Fördereinrichtung nötig
  • Geringere Romatik als bei Holzscheiten
  • Hoher Platzbedarf des Vorratsbehälters und oft kein Designobjekt

Funktion und Aufbau

Während Kamine und Kaminöfen ganz überwiegend mit Holzscheiten beheizt werden, nutzen Pelletöfen Holzpellets. Dabei handelt es sich um gepresste Stäbchen. Diese werden aus Resten der Holzverarbeitung hergestellt – bevorzugt aus Sägemehl.

Mit der Pelletierung wird der nachwachsende Rohstoff Holz sehr effizient verwertet. Auch Holzabfälle können so restlos genutzt werden. Es gibt unterschiedliche Pelletöfen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Pelleteinzelöfen und wasserführenden Pelletöfen.

Der Brennvorgang erfolgt durch die Verbrennung von kleinen Holzpellets im Pelletofen.

Sie fallen in eine Brennmulde und werden mithilfe des Zünddrahts entzündet. Ein lautloses Gebläse reguliert dann die Flamme. Die Pellets befinden sich in einem integrierten Vorratstank innerhalb des Ofens. Diesen musst du wiederum etwa alle paar Tage per Hand neu befüllen.

Den Vorgang der Befeuerung kannst du durch ein Steuersystem automatisieren. Mithilfe einer Zeitschaltuhr lässt sich der Pelletofen dabei automatisch in Betrieb setzen und erhitzt auf deine Wunschtemperatur.

Pelletofen Test 2019: Die besten Pelletöfen im Vergleich

Was zeichnet einen Dauerbrandofen aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Das Design und der Aufbau von Dauerbrandöfen erinnert so ziemlich an den des klassichen Schwedenofens. Das Besondere am Dauerbrandofen ist aber die Ausführung ihrer Brennkammer. Denn die besteht aus einer Mulde, in der die Glut besonders lange hält.

Betreiben Hausbesitzer den Dauerbrandofen mit Kohle, muss die Glut bei voller Nennleistung mindestens vier Stunden halten. Kommt Holz zum Einsatz, sinkt die vorgeschriebene Dauer auf mindestens 1,5 Stunden.

Vorteile
  • Wahl zwischen Kohle und Holz als Brennstoff
  • Kohle und Holz müssen weniger oft nachgelegt werden aufgrund langer Abbrenndauer
  • Hoher Bedienkomfort da Temperatur lange gehalten wird
  • Panoramaglasscheibe gewährt freien Blick aufs Feuer
Nachteile
  • Kein vollwertiger Ersatz für Heizsystem
  • Gussmulde in Brennkammer verfügt über trichterförmige Vertiefung, daher Kohle als Brennstoff bevorzugt
  • Bei reduzierter Luftzufuhr erreichen Modelle schlechte Emissionswerte und geringen Wirkungsgrad
  • Überproportionale Rußentstehung

Der Unterschied zum Zeitbrandofen

Genau wie ein Dauerbrandofen kannst du auch einen Zeitbrandofen theoretisch 24 Stunden am Tag befeuern.

Da die Glut in diesem jedoch schneller verbrennt, musst du als Hausbesitzer öfter nachlegen. Das zeigt, dass es bei der Bezeichnung weder um die mögliche Nutzungszeit, noch um die Wärmespeicherfähigkeit der Kaminöfen geht.

Der Ofen für den Dauerbrand eignet sich immer dann, wenn du idealerweise mit Kohle heizt und auf nachlegen verzichten möchtest.

Soll dein Kamin schnell auf Temperatur kommen und immer nur zeitweise betrieben werden, eignet sich auch ein konventioneller Zeitbrandofen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Schwedenöfen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Schwedenöfen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Kaminöfen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Material
  • Verarbeitungqualität
  • Bedienungsfreundlichkeit & Installation
  • Ausstattung und Designextras
  • Verbrennungsluftzufuhr
  • Heizleistung
  • Auswahl Brennstoff
  • Energieeffizienzklasse
  • Umwelteigenschaften

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Material

Wie du wahrscheinlich bereits gemerkt hast, sind Schwedische Kaminöfen je nach Art der Anwendung unterschiedlich konstruiert.

Im Allgemeinen besteht der Korpus jedoch aus Gusseisen oder Stahl und kann mit verschiedenen Verkleidungen besetzt werden. Unter den temperaturspeichernden Materialien sind hierbei Speckstein, Schamotte, Naturstein und Keramik zu nennen, die die von der Brennkammer ausgehende Wärme aufnehmen und dann kontinuierlich an die Umgebung abgeben.

Diese Elemente wirken nicht nur optisch aufwertend, sondern haben die Funktion, die Wärme länger zu speichern.

Auch nichtspeichernde, vor allem dekorativen Zwecken dienende Werkstoffe wie Granit oder Sandstein sind gebräuchlich. Nicht verkleidete oder mit nichtspeichernden Materialien besetzte Schwedenöfen haben den Vorteil, die in der Brennkammer erzeugte Wärme fast sofort nach außen abzugeben.

Auf der anderen Seite schwindet der behagliche Effekt eines derartigen Modells bald nach Ende des Abbrandes wieder.

Vor allem für Zeitbrandöfen wie den klassischen Schwedenofen oder auch den Pelletofen ist ein nichtspeicherndes Material sinnvoll, da die Wärme so gut kontrolliert werden kann und eine Raumüberhitzung vermieden wird.

Darüber hinaus sind Schwedenöfen oder Cheminées oft mit einer bis 700°C hitzebeständigen Panorama-Glasscheibe ausgestattet, die eine freie Sicht auf den Brennraum ermöglicht.

Die Speicherkapazität der eingesetzten Materialien entscheidet also über die Zeitdauer, über die hinweg ein Kaminofen Strahlungswärme abzugeben vermag. Technisch möglich ist eine Wärmeabgabe über mehr als 30 Stunden.

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Verarbeitungsqualität

Die Verarbeitungsqualität nimmt beim Kauf deines Ofens eine wichtige Rolle ein. Aus dem Testbericht der Stiftung Warentest aus dem Jahre 2011 kann man schließen, dass die Verarbeitungsqualität mit steigendem Preis zunimmt.

Folgende Probleme können bei schlechter Verarbeitung auftreten:

  • Der Lack blättert schnell ab
  • Oberflächen werden zu heiß
  • Extrem schlechte Abgaswerte
  • Schlechte Hitzeregulierung, Überhitzung des Raumes
  • Unsauberes Schließen der Brenntür

Wie kann ich die Verarbeitungqualität noch besser abschätzen? Ein erstes Indiz für eine gute Ofenqualität ist die ausreichende Materialstärke. Ein großer Feuerraum ist außerdem auch wichtig. Darüber hinaus müssen Die Verbindungen zwischen den einzelnen Bauteilen stabil verschweißt sein.

Um genau zu sein: Kaminofen sollten über strecken- und nicht punktgeschweißte Schweißnähte verfügen. Ein weiteres Indiz für eine gute Ofenqualität stellt ein gewisses Eigengewicht eines Ofens von jedenfalls 150 bis 250 Kilogramm dar.

Bedienungsfreundlichkeit & Installation

Bei den Angaben zur Bedienungsfreundlichkeit gibt es vor allem zwischen klassichen Schwedenöfen und wasserführenden Öfen eine große Diskrepanz.

Die Installation und Instandhaltung ist bei letzterem deutlich schwerer und kostspieliger. Du solltest einen wasserführenden Ofen auf jeden Fall digital an dein Heizsystem anschließen und an deinen Wärmebedarf abstimmen.

Du brauchst also entweder selbst Fachwissen bei der Bedienung oder solltest einen Heizungsinstallateur zu Rate ziehen. Der große Vorteil: Einmal eingestellt, läuft die Bedienung vollautomatisch.

Bei günstigen, klassichen Schwedischen Öfen wird die Wärme über eine Drosselklappe oder über das einfache Nachlegen der Holzscheite reguliert. Besonders hochwertige Kaminöfen besitzen aber unterschiedliche Möglichkeiten, diese Zuluftsteuerung bzw. die Drosselklappe zu regeln.

Mit einem automatischen Betrieb der Zuluftsteuerung oder Drosselklappe kannst du bequem Einfluss auf die Verbrennungsluft im Brennraum nehmen.

So kann also auch die abgegebene Wärme sehr gut reguliert werden. Für die Installation benötigst du oft keinen Fachmann, sondern musst deinen Ofen lediglich von deinem Schornsteinfeger abnehmen lassen.

Ausstattung und Designextras: Holzfach, Sims und Teefach

Ein weiteres beliebtes optisches Detail sind Kochfelder und Backfächer, mit deren Hilfe ein Schwedenofen nicht nur Räumlichkeiten beheizen, sondern auch zur Zubereitung oder zum Warmhalten von Speisen dienen kann.

Typische Speisen aus dem Backfach sind Aufläufe, Pizza und Flammkuchen.

In einem Backfach werden typischerweise Gerichte zubereitet, welche nur mit Unterhitze zubereitet werden.

Da der Kaminofen gerade in der kalten Jahreszeit über viele Stunden betrieben wird, eignet sich das Backfach auch hervorragend zum Schmoren. Typische Backfachspeisen sind Aufläufe, Pizza und Flammkuchen, aber auch Brot und Plätzchen sind leicht gebacken.

Optische Details haben bei einem Warmluftofen also oft einen praktischen Nutzen. Bereits der günstige Kaminofen für rund 400 € kann mit einem Teefach ausgestattet sein. Die besten Modelle verfügen unter anderem auch über ein Fach zur Holzlagerung.

Denke daran: Feuerfeste Bodenplatten aus Metall, Glas oder Keramik schützen darüber hinaus empfindliche Fußböden vor Beschädigungen durch Funkenflug oder durch zu hoher Druckbelastung. Diese musst du zusätzlich erwerben.

Haufen Pellets

Holzpellets sind eine Möglichkeit, deinen Schwedenofen zu heizen. (Foto: moses / pixabay.com)

Verbrennungsluftzufuhr

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen raumluftabhängigen und raumluftunabhängigen Schwedischen Öfen.

Raumluftabhängige Skandinavische Öfen beziehen die gesamte zur Verbrennung benötigte Luft aus dem Aufstellungsraum, während Schwedenöfen mit einem Außenluftanschluss einen Teil des benötigten Sauerstoffs durch einen Luftkanal oder doppelzügigen Schornstein von außen anziehen.

Raumluftunabhängige Schwedenöfen sind also vor allem für Niedrigenergie- und Passivhäuser gedacht, da die ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft bei der sehr dichten Bauweise oft nicht sichergestellt ist.

Mehr Informationen darüber, kannst du nochmals oben im Ratgeber nachlesen.

Heizleistung

Ganz wichtig ist die Unterscheidung zwischen Nennwärmeleistung und der eigentlichen Heizleistung.

Die Nennwärmeleistung (in kW) liegt bei Kaminöfen häufig zwischen 4 und 8 kW. Sie ist hauptsächlich nur für die technische Prüfung durch deinen Schornsteinfeger interessant und bezeichnet die Wärmeleistung deines Ofens im Dauereinsatz. Die Minimal- und Maximalleistung wird vom Hersteller seperat angegeben.

Die Heizleistung deines Kamins wird ebenfalls in Kilowatt (kW) gemessen und ist die eigentlich interessante Komponente für dich.

Je höher dieser Wert ist, desto mehr kann der Kaminofen einheizen. Welche Leistung für dich nötig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Einer ist die Raumgröße in Kubikmetern (m³).

Als Faustregel gilt: Du benötigst etwa 0,1 kW pro m² Wärmefläche (Rauminhalt), um deinen Raum effektiv zu heizen. Dabei solltest du jedoch beachten, dass ältere Häuser durch ihre schlechtere Isolierung mehr Leistung als ein Neubau benötigen.

Auswahl Brennstoff

Ein Schwedenofen verbrennt in seiner Brennkammer fossile und biogene Brennstoffe, in den meisten Fällen handelt es sich um Holzscheite. In Deutschland dürfen in privaten Öfen nur unbehandelte Holzprodukte verbrannt werden, da Imprägnierungen oder Lackierungen Giftstoffe enthalten, die die Schädlichkeit der Abgase erhöhen würden. Heizmaterial

Als Heizmaterial können in Schwedenöfen fossile oder biogene Brennstoffe eingesetzt werden. Überwiegend wird Brennholz verwendet, mit dem sich Wirkungsgrade von 80 Prozent erreichen lassen.

Möglich ist dies aber auch mit einer Verbrennung von Holzbriketts, Holzpellets und Kohlebriketts. Bei letzterem lässt sich noch zwischen Stein-und Braunkohlebriketts nochmals unterscheiden.

Im obigen Ratgeberteil kannst du dir die Vor-und Nachteile der Brennstoffe nochmals genauer anschauen.

Tipp: Verwende bevorzugt trockenes Holz. Gut ist es, wenn die Restfeuchte 20% nicht überschreitet – diese Trockenheit erreicht Holz nach einer Lagerzeit von ungefähr zwei Jahren.

Die Energieeffizienzklasse

Wie effizient der Kaminofen ist, zeigt das Energielabel an. Es ist farblich wie eine Ampel aufgebaut: Gute Werte liegen im grünen, schlechte im roten Bereich. Es gibt eine Skala mit A++ als Top-Wert und G als ungünstigstem Wert.

Die Energieeffiziensklasse kann auch helfen, die Umwelteigenschaften des Schwedenofens zu beurteilen. So gibt es Minuspunkte von Stiftung Warentest, vor allem für Billig-Öfen, wegen des hohen Staubanteils in ihren Abgasen.

Tipp: Bei neuen Kaminen sind die Emissionen, die beim Verbrennen entstehen, recht gering. Ältere Heizkamine können die festgelegten Grenzwerte jedoch überschreiten und brauchen dann einen Feinstaubfilter.

Umwelteigenschaften

Das letzte Kaufkriterium, auf welches du achten solltest, ist unter anderem auch eines der wichtigsten, die Umwelteigenschaften.

Normen der Umweltschutzverordnung sind: BImSchV, die Aachener, Düsseldorfer, Münchner, Regensburger Norm, §15a B-VG, VKF

Damit dein Schwedischer Kaminofen alle gängigen Anforderungen und Richtlinien der Umweltschutzverordnung erfüllt, sollte er also bestimmte Zertifizierungen haben.

Achte auf jeden Fall bei deinem Kaminofen Vergleich auf eine der Zertifizierungen „DINplus“ und/oder „Geprüft EN 13240“. Diese Zertifizierungen ermöglicht dir problemlos ein Heizen ohne Einschränkungen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Schwedenofen

Wie heize ich den Kamin richtig an und überprüfe, ob er korrekt angeschlossen wurde?

Tipps zur Reinigung: So säuberst du deinen Kaminofen richtig

Wie läuft die Nachrüstung eines Partikelfilters ab?

Musst du deinen alten Kaminofen wirklich mit einem Partikelfilter nachrüsten? Sind die verschiedenen Umweltvorschriften eigentlich verbindlich? Und was kostet das ganze?

Informationen darüber und zur Umrüstung findest du hier.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_50969654/kaminoefen-test-19-kaminoefen-untersucht-von-der-stiftung-warentest.html

[2] https://www.hark.de/themenwelten/service-montage/welche-abstaende-muss-ich-beim-aufstellen-eines-kaminofens-beachten.html

[3] https://www.my-hammer.de/preisradar/was-kostet-schornstein-nachtraeglich-einbauen/

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Kaminofen

Bildquelle: Sergei Solo / unsplash.com

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Redaktion

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