Willkommen bei unserem großen Pelletpresse Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Pelletpressen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Pelletpresse zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Pelletpresse kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pelletpressen bieten einige Vorteile. Durch das Pelletieren von Material wird die Schüttdichte erhöht, wodurch wiederum die Transportfähigkeit und die Dosierbarkeit verbessert wird.
  • Dadurch dass das Ausgangsmaterial gepresst ist, wird auch Staubentwicklung vermieden.
    Die Produktion sollte auch möglichst im Freien durchgeführt werden.
  • Du kannst dich zwischen einer neuen oder einer gebrauchten Pelletpresse entscheiden. Beachte, dass du nur bei einer Neuanschaffung eine Herstellergarantie und ein Rückgaberecht hast.

Pelletpresse Test: Das Ranking

Platz 1: ROTENBACH Pelletpresse

Diese Pelletpresse von ROTENBACH arbeitet mit 7,5 kW und ist sowohl für Futter- als auch für Holzpellets geeignet.

Der Einfülltrichter dieser Presse ist verzinkt, wodurch die Reinigung sehr einfach ist. Die Ausgabeleistung liegt bei den Futterpellets bei 200-300 kg/h und bei den Holzpellets bei 100-150 kg/h.

Die Pelletieranlage hat eine kompakte Größe und ist durch die Räder an der Unterseite auch flexibel einsetzbar. Kunden dieser Pelletpresse schätzen vor allem die leichte Bedienbarkeit.

Platz 2: qteck Pelletpresse

Mit dieser qteck Pelletpresse können Pellets für viele Anwendungsbereiche hergestellt werden. Egal ob Holzpellets zum Heizen, Futterpellets oder Streugut. Die Presse arbeitet mit 2,2 kW und benötigt eine 230 Volt Stromversorgung.

Die Produktionsmenge dieser Pelletieranlage liegt bei ca. 40-60 kg in der Stunde. Durch die Arbeitstemperatur von ca. 90°C ist die Pelletieranlage lange haltbar. Die Presse punktet vor allem mit der schnellen und einfachen Bedienung.

Platz 3: Cissonius PP200 Pelletpresse

Diese Pelletpresse von Cissonius arbeitet mit 7,5 kW in der Sunde. Die Ausgabeleistung der Presse liegt bei Holzpellets bei ca. 100-150 kg/h und bei Futterpellets bei ca. 100-250 kg/h.

Die Pelletpresse wird im Normalzustand mit einer 6 mm Matrize geliefert. Optional sind aber auch Lochdurchmesseer von 2,5 mm, 4 mm, 6 mm, 8 mm oder 10 mm Durchmesser verfügbar. Zusätzlich wird zu dieser Presse auch ein Holzfeuchtmessgerät mitgeliefert.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Pelletpresse kaufst

Was ist eine Pelletpresse und wie funktioniert diese?

Der Begriff Pellet kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ‚Bällchen‘, oder ‚Kügelchen‘.

Dabei handelt es sich um einen kleinen Körper aus verdichtetem Material in Kugel- oder Zylinderform.

Meistens wird der Begriff im Plural gebraucht, da Pellets nicht einzeln, sondern als Schüttgut verwendet werden.

Eine Pelletpresse wird zur Herstellung von Pellets verwendet. Damit können viele verschiedene Arten von Pellets hergestellt werden. (Quelle: pixabay.com / Lernestorod)

Eine Pelletieranlage beziehungsweise Pelletpresse wird zur Herstellung von Pellets verwendet. Dieses Verfahren bezeichnet man als Pelletierung.

Dabei wird das Rohmaterial zerkleinert und mit hohem Druck durch eine Flach- oder Ringmatrize gemäß dem gewünschten Pelletdurchmesser gepresst. Dadurch wird das Material gleichmäßig und stark verdichtet.

Pellets werden immer trocken hergestellt. Unter bestimmten Umständen wird für eine bessere Konsistenz zusätzlich Bindemittel eingesetzt.

Das Bindemittel wird durch die Wärme die beim Pressen entsteht aktiviert und Verbinden so die einzelnen Späne. Ein Messer schneidet die Pelletstränge nach dem Austreten aus der Matrize auf die gewünschte Länge.

Eine Pelletpresse kann in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden:

  • zur Aufbereitung von Brennstoffen für z.B Kaminöfen
  • zur Konditionierung von Abfällen, Rohstoffen und noch vielen mehr

Der Zweck einer Pelletieranlage besteht in der Verbesserung des Umgangs mit dem pelletierten Material, z. B. durch Erhöhen der Dichte, Vermeidung von Staub oder Verbesserung der Dosierbarkeit.

Welche Arten von Pellets können mit einer Pelletpresse erzeugt werden?

Die Pelletierung kann in vielen Bereichen angewendet werden. Dabei können verschiedene Arten von Pellets hergestellt werden:

Brennstoffpellets

Holzpellets aus Sägemehl, anderen Holzabfällen oder Waldholz gewinnen stark an Bedeutung. Sie dienen als Brennstoff in Pelletheizungen.

In Deutschland und Österreich sind Holzpellets für Pelletskessel nach DIN 51731 bzw. ÖNORM M 7135 genormt.

Weniger verbreitet sind Torfpellets, Strohpellets oder Restwertpellets, beispielsweise aus Abfällen von Getreidemühlen.

Futterpellets

Auch Zusatzfuttermittel wie Kraftfutter wird zur leichteren Handhabung zu Pellets gepresst. Ein Beispiel hierfür sind Zuckerrübenschnitzel-Pellets.

Bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben werden die ausgepressten Rübenreste zu Pellets verarbeitet. Diese können Tieren, vor allem Rindern, als Futter gegeben werden.

Andere Beispiele sind Mais Pellets, Heu Pellets, Hopfen Pellets, Fischfutter Pellets und viele weitere.

Einstreupellets

Auch Einstreu kann zur einfacheren Verwendung zu Pellets gepresst werden. Beispielsweise, Stroh Einstreu Pellets, Hanf Einstreu Pellets, Dinkel Stroh Pellets und Raps Einstreu Pellets.

Diese sind besonders absorptionsfähig. Sie überzeugen aber auch dadurch, dass sie besonders staubarm sind.

Düngepellets

Als Düngemittel können zum Beispiel Pferde Mist, Kompost oder auch Schafwolle zu Pellets verarbeitet werden.

Diese bieten viele Vorteile für den landwirtschaftlichen Betrieb. So werden durch die entstandene Hitze unter anderem schädliche Bakterien abgetötet.

In der Industrie

In der Industrie wird ebenfalls häufig der Pelletiervorgang eingesetzt. Beispielsweise in der Pharmazie bei der Produktion von Tabletten oder Kapseln.

Andere Beispiele sind Eisenerzpellets bei der Eisenherstellung und Pellets aus Urandioxid, womit Brennstäbe für Kernreaktoren in einer Brennelementfabrik gefüllt werden.

Worauf muss ich beim Kauf einer Pelletpresse achten?

Bei der Wahl einer Pelletpresse sollte eine leichte Bedienung an oberster Stelle stehen.

Die meisten Pressen sind sehr groß und auch schwer, deshalb sollte die Presse möglichst auf Rollen stehen. So kann diese bei Bedarf einfacher bewegt werden.

Du solltest dir auch überlegen, ob du mit der Pelletpresse Futter- oder Holzpellets herstellen möchtest.

Nicht jede Presse ist für die Herstellung von Futterpellets oder Düngemittel geeignet. Die Anzahl der Kilowattstunden spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Hat die Presse zu wenig Kilowattstunden ist das Ergebnis ohne zusätzliches Bindemittel nicht zufriedenstellend.

Du musst außerdem bedenken, dass die Herstellung eigener Pellets einen nicht unerheblichen, zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet.

Eine solche Presse verbraucht natürlich auch Strom und erhöht dadurch die Heizkosten. Des Weiteren arbeiten viele Modelle nicht vollautomatisch und müssen beaufsichtigt werden.

Bei der Verwendung einer Pelletpresse ist es sehr wichtig zu beachten, dass das Material, welches in den Trichter eingeführt wird, keinerlei Metall oder Steine enthalten darf.

Die zu pressenden Materialien dürfen außerdem nur eine Restfeuchte von maximal 15% (je weniger desto besser) aufweisen. Ein integriertes Holzfeuchtemessgerät ist daher in jedem Fall zu empfehlen.

Was kostet eine Pelletpresse?

Pelletpressen werden in verschiedenen Ausführungen angeboten. Daher können für die Pressen auch sehr unterschiedlich hohe Kosten anfallen.

Die Preisspanne bei Pelletpressen liegt zwischen 1.000 und 5.500 Euro. Hersteller und Größe des Modells geben den Ausschlag, wieviel eine Pelletpresse kostet.

Typ Preisspanne
Pelletpresse 1.000 bis 5.500 €

Abhängig von den Pellets Preisen rentiert sich die eigene Pellet Herstellung meist erst nach vielen Jahren.

Du kannst das jedoch relativiert indem du die Presse nicht alleine, sondern zusammen mit mehreren anderen Personen kaufst und nutzt.

Wo kann ich eine Pelletpresse kaufen?

Eine Pelletpresse kannst du sowohl im Fachhandel, als auch in vielen Online-Shops kaufen. Vor allem im Web werden Pressen für die Pellet Herstellung Zuhause angeboten.

Hierbei handelt es sich jedoch in den meisten Fällen um reine Pressen, mit denen die vorher nötigen Arbeitsschritte nicht durchgeführt werden können.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Online-Shops die meisten Pelletpressen verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • ecokraft.com
  • qteck.de
  • akahl.de
  • atlantis.de

Der Kauf einer Pelletpresse über einen Online-Shop biete einige Vorteile, die du beim Kauf einer solchen Ware im Fachhandel meist nicht bekommst.

Ist zum Beispiel ein Artikel nicht zu deiner Zufriedenheit kannst du diesen jederzeit zum Hersteller zurückschicken.

Bei einer Bestellsumme dieser Höhe bekommst du die Presse meist versandkostenfrei nach Hause geliefert und du musst das schwere Gerät nicht vom Laden nach Hause schleppen.

Zudem kannst du dich über Bewertungen oder Rezensionen eines Artikels oder Herstellers über die Qualität und den Service informieren.

Welche Alternativen gibt es zur Pelletpresse?

Die Pelletherstellung ist zwar sehr effizient, es gibt jedoch auch Alternativen zur Holzpelletherstellung.

Du kannst beispielsweise auch Holz Briketts selber herstellen. Hierfür musst du dir eine extra Brikettierpresse für Späne anschaffen.

Du musst letztendlich selbst wissen, welche Variante für deine eigenen Bedürfnisse, dein finanzielles Budget und deinen Verwendungszweck wirklich sinnvoll ist.

Der Vorteil einer Brikettpresse für Holz liegt jedoch darin, dass sie zu einem deutlich günstigen Preis zu erstehen ist, als es bei der Pelletpresse der Fall ist. Du kannst damit verschiedene Materialien zu Briketts verarbeiten.

Alternative Beschreibung
Brikettierpresse Die Brikettier-, Aufsammel- oder Brikettpresse ist ein Gerät, mit dem Material brikettiert, also verdichtet und in ein handliches Format gepresst wird. Das nennt man dann Brikett. Neben der ursprünglichen Nutzung zur Herstellung von Kohlenbriketts aus Braunkohle oder Kohlenstaub werden heute auch andere Materialien gepresst, unter anderem Holz zur Nutzung als biogener Brennstoff.

Entscheidung: Welche Arten von Pelletpressen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Pelletpressen bieten einige Vorteile. Durch die Pelletierung von Material wird vor allem die Schüttdichte erhöht.

Also auch die Transportwürdigkeit wird durch die Pelletierung erhöht, vor allem wenn das Material in großen Mengen transportiert werden muss.

Durch das Umwandeln des kleinstrukturierten Materials in Pellets wird die Staubentwicklung bei der Lagerung, dem Transport und der Nutzung vermieden.

Außerdem wird dadurch die Materialgröße standardisiert. Dadurch können beispielsweise Fördersysteme zuverlässig betrieben werden. Auch die Dosierbarkeit wird so verbessert.

Wenn du die Pellets selbst herstellst kannst du ganz alleine die Qualität bestimmen. Die Qualität der Pellets gleicht der der großen Hersteller.

Wobei gekaufte Pellets im Handel meist doppelt so teuer sind. Selbst produzierte Pellets stellen daher eine günstige Alternative im Vergleich zu anderen umweltfreundlichen Brennstoffen dar.

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Jedoch gibt es auch so manche Nachteile, die wir dir natürlich nicht vorenthalten möchten. Die Anschaffung einer Pelletpresse ist mit hohen Kosten verbunden.

Du musst außerdem bedenken, dass du deine produzierten Pellets auch richtig lagern musst, da sonst Kohlenmonoxid entstehen kann.

Außerdem musst du dir überlegen von wo du deine Rohstoffe herbekommen willst.

Hast du beispielsweise vor Holzpellets selbst zu pressen, kannst du Kontakt mit einer Tischlerei aufnehmen.

Natürlich muss auch erwähnt werden, dass das Vorbereiten und Produzieren von Pellets auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Vorteile
  • Schüttdichte wird erhöht
  • Verbesserte Transportfähigkeit
  • Staubentwicklung wird vermieden
  • Verbesserte Dosierbarkeit durch Standardisierung der Materialgröße
  • Kostenersparnis beim Heizen
  • Qualität der Pellets selbst bestimmbar
Nachteile
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Richtige Lagerung der Pellets notwendig
  • Rohstoffbesorgung
  • Nimmt viel Zeit in Anspruch

Generell kann man aber zwischen zwei Arten von Pelletpressen unterscheiden:

  • Neue Pelletpresse
  • Gebrauchte Pelletpresse

Auf die Unterschiede und was dabei zu beachten ist, werden wir nun näher eingehen.

Was zeichnet eine neue Pelletpresse aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Eine neue Pelletpresse die du dir direkt beim Hersteller, aus dem Fachgeschäft oder dem Internet besorgst bietet den Vorteil, dass bei Neuanschaffung für gewöhnlich einer Herstellergarantie gewährt wird.

Du hast natürlich auch ein Rückgaberecht. Dadurch bist du besser abgesichert, wenn Probleme mit der Presse auftreten sollten.

Dadurch, dass in einer neuen Presse nur neue Teile verbaut sind, fallen im Normalfall lange keine Reperatur- oder Wartungskosten an.

Vorteile
  • Herstellergarantie
  • Rückgaberecht
  • Zu Beginn noch keine Reperatur- und Wartungskosten
Nachteile
  • Hohe Anschaffungskosten

Der Nachteil einer neuen Pelletpresse ist der hohe Anschaffungspreis. Du musst außerdem auf eine richtige Lagerung der Pellets achten, da sonst Kohlenmonoxid entstehen kann.

Das kann passieren, da die Struktur im inneren des Holzes beim Pressen teilweise zerstört wird.

Dadurch können Abbauprodukte wie Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff entstehen. Die Folge können schwere Kohlenmonoxidvergiftungen sein.

Der Lagerraum der Holzpellets sollte daher unbedingt trocken und gut durchlüftet sein. Die Produktion sollte auch möglichst im Freien durchgeführt werden.

Was zeichnet eine gebrauchte Pelletpresse aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Auf den ersten Blick ist die Anschaffung einer Pelletpresse ein teures Unterfangen. Wem die Anschaffung einer neuen Pelletpresse jedoch zu teuer ist, kann diese natürlich auch gebraucht kaufen.

Entsprechende Pelletpressen können über die Internetplattform ebay oder Amazon gekauft oder sogar ersteigert werden.

Vorteile
  • Geringere Anschaffungskosten
  • Günstige Alternative zu anderen umweltfreundlichen Brennstoffen
Nachteile
  • Keine Herstellergarantie und kein Rückgaberecht
  • Mögliche Verschleißteile und dadurch Reperatur- und Wartungskosten
  • Vertragspartner nicht immer seriös

Die Pellets stellen eine günstige Alternative zu anderen umweltfreundlichen Brennstoffen dar.

Die Anbieter sind in den meisten Fällen privat. Hier solltest du aber bedenken, dass ein möglicher Verschleiß insbesondere der Matrize bereits vorhanden sein kann und man diesen nicht immer auf den ersten Blick erkennt.

Reparatur- und Wartungskosten sollten in jedem Fall mit einkalkuliert werden.

Außerdem gibt es beim Kauf einer gebrauchten Presse keine Herstellergarantie und kein Rückgaberecht. Achte auch besonders darauf, einen seriösen Anbieter zu wählen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Pelletpressen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen den verschiedenen Modellen an Pelletpressen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Pelletpressen vergleichen kannst, umfassen:

  • Ausgabeleistung (Kilogramm Pellets pro Stunde)
  • Betriebsspannung (Volt)
  • Leistung (Kilowatt)
  • Pellet Dicke
  • Durchmesser der Matrize

Jetzt werden wir näher auf die einzelnen Kaufkriterien eingehen.

Ausgabeleistung

Die Ausgabeleistung einer Pelletpresse beschreibt, wieviel Kilogramm Pellets die Presse in einer Stunde herstellen kann.

Gerade wenn man sich die Presse mit anderen Personen teilt, muss eine entsprechende Leistung vorhanden sein, um den Anforderungen mehrerer Nutzer gerecht zu werden.

Betriebsspannung

Die Betriebsspannung einer Pelletpresse wird in Volt gemessen. Angeboten werden Pelletpressen mit einer Betriebsspannung zwischen 230 und 400 Volt.

Eine Pelletpresse braucht Strom, um betrieben zu werden. Daher benötigst du für den Betrieb einer Pelletpresse ein 400 Volt Drehstromkabel.

Bei den meisten Pelletmaschinen ist dieses Kabel nicht im Lieferumfang enthalten und du musst es gegebenenfalls dazu bestellen. Darüber kannst du dich beim jeweiligen Hersteller informieren.

Diese höhere Spannung ist notwendig, damit der Betrieb der Pelletpresse auch gewährleistet werden kann und du deine Holz Pellets selber herstellen kannst.

Leistung

Pelletpressen gibt es für verschiedene Zwecke und in unterschiedlichen Ausführungen. Günstige Modelle gibt es mit einem schwächeren Motor ab 3 kW, teurere Maschinen mit einem starken 7.5 kW Motor.

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Wusstest du, dass bei entsprechender Kilowattanzahl kein weiterer Klebstoff beim Pelletieren hinzugefügt werden muss? Das Lignin im Holz reicht dann als natürliches Bindemittel aus. Die Anzahl der Kilowattstunden spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Hat die Presse zu wenig Kilowattstunden ist das Ergebnis ohne zusätzliches Bindemittel nicht zufriedenstellend. Bei einer Maschine mit 3 kW sollte daher Klebstoff oder anderes Bindemittel dazugegeben werden. So wird verhindert, dass die Pellets nach dem Pressen wieder auseinanderfallen.

Pellet Dicke

Als Holzpellets werden beispielsweise stäbchenförmige Pellets mit Durchmessern von weniger als 25 Millimetern bezeichnet, die überwiegend aus Holz oder Sägenebenprodukten hergestellt werden.

Bei Holzpellets für den industriellen Gebrauch gibt es verschiedene Größenklassen der Pellets.

Größenklasse Durchmesser
D06 6 mm +/- 1,0 mm
D08 8 mm +/- 1,0 mm
D10 10 mm +/- 1,0 mm
D12 12 mm +/- 1,0 mm
D25 25 mm +/- 1,0 mm

Pellets für den privaten Gebrauch haben meist einen Durchmesser von 6 mm.

Durchmesser der Matrize

Pellets entstehen, indem das Ausgangsmaterial mit hohem Druck verdichtet und durch eine Matrize in die gewünschte Form gebracht wird.

Mit Hilfe von Matritzen wird das Material in die entsprechende Form gepresst. (Bildquelle: pixabay.com / moses)

Matrizen mit 200 Millimetern oder anderen Durchmessern können aber auch mit Lochdurchmessern von zweieinhalb bis zu fünfzig Millimetern erworben werden.

Man unterscheidet weiters Ringmatrizenpressen und Flach- oder Scheibenmatrizenpressen. Diese unterscheiden sich in der technischen Bauweise ihrer Matrize.

Bei der Ringmatrizenpresse sind die Presswerkzeuge vertikal angeordnet und bestehen aus einem mit Bohrlöchern versehenen Matrizenring von meist 200 Millimetern Durchmesser und innen liegenden Kollern.

Das heißt, die rotierende Matrize läuft um die innen liegenden Koller und drückt das Material durch die Presskanäle.

Bei der Scheibenmatrizenpresse ist die kreisrunde, mit Bohrungen versehene Matrize festsitzend und die Koller rotieren auf dieser.

Die Matrize ist also fest in der Presse eingespannt und die Koller rotieren auf dem sich dabei bildenden Materialteppich und drücken die Masse zur Pelletierung durch die Kanäle.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Pelletpresse

Was muss ich beim ersten Einsatz einer Pelletiermaschine beachten?

Beim ersten Einsatz einer Pelletpresse sollten Grate und Unebenheiten der Matrize durch Schleifen mit einem Sandgemisch beseitigt und geglättet werden.

Dazu benötigst du je nach Größe der Matrize ca. 5 Kilogramm Sand, 3 Kilogramm Mehl und 1,5 Liter Pflanzenöl.

Hier haben wir ein Video für dich zum Thema Einschleifen einer Pelletpresse herausgesucht:

Wie reinige ich eine Pelletpresse richtig?

Um die Reinigung der Pelletpresse so einfach wie möglich zu gestalten, solltest du bei allen kritischen Komponenten auf eine einfach zu reinigende Beschichtung achten.

Besonders wichtig ist hierbei, dass der Einfülltrichter verzinkt ist. Somit lässt sich die Presse im Anschluss viel einfacher reinigen.

Die Matrize einer Pelletpresse muss bei vielen Modellen nicht mehr extra gereinigt werden, da diese oftmals über einen Reinigungsmodus verfügen.

Dies hat den Vorteil, dass die Pelletpresse nach einer Betriebsunterbrechung rasch wieder angefahren werden kann, weil das Produkt nicht an der Matrize verkrusten kann.

Wie kann ich Pellets selbst herstellen?

Um deine eigenen Pellets herzustellen, solltest du folgende Faktoren beachten:

  • Qualität des Materials
  • Feuchtigkeitsgehalt des Holzes

Qualität des Materials

Damit du Holz Pellets selber herstellen kannst, musst du besonders auf die Qualität des Materials, welches du zur Pelletherstellung verwenden möchtest, achten.

Achte darauf, dass du bei der Herstellung ausschließlich reine Holzabfälle verarbeitest und dass diese frei von Metallresten oder Steinen sind. Das Holz sollte außerdem unbehandelt und keinesfalls lackiert sein.

Umso besser du die Qualität beeinflusst, umso mehr trägst du bei der Pelletherstellung zu einer gesunden Umwelt bei. Saubere Pellets stoßen nämlich deutlich weniger Emissionen aus.

Feuchtigkeitsgehalt des Holzes

Damit du gute Holz Pellets selber herstellen kannst, darf das verwendete Holz keineswegs zu feucht sein und muss eventuell vorher getrocknet werden.

Empfohlen wird eine Feuchtigkeit, die zwischen 10 und 12% liegt. Ein Wert von 15% sollte jedoch nicht überschritten werden.

Wurde das Holz zu lange getrocknet, kannst du es leicht mit Wasser besprühen.

Um sicher zu gehen, dass der Feuchtigkeitswert optimal ist, kannst du ihn mit einem Feuchtigkeitsmesser überprüfen.

Zu trockenes Material erkennst du daran, dass die Pellets nach dem Pressen nicht zusammenhalten. Zu feuchtes Holz erkennst du an einem schnellen Zerbröseln der Pellets.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://haecksler-testportal.com/pelletpresse/#warum_eine_pelletpresse_kaufen

[2] https://www.kesselheld.de/pelletpresse/

[3] http://www.equimundo.de/pelletpressen-fuer-zuhause/

[4] https://www.pelletpressen.net/ratgeber/pellets-selber-machen/

Bildquelle: 123rf.com / 30575956

 

 

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