Nachtspeicherofen

Willkommen bei unserem großen Nachtspeicherofen Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Nachtspeicheröfen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Nachtspeicherofen zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Nachtspeicherofen kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachtspeicheröfen sind dezentrale Speicherheizungen, die Strom zum günstigen Nachttarif in Wärme umwandeln und diese im Laufe des Tages wieder abgeben.
  • Beim Kauf solltest du vor allem darauf achten, dass der Ofen die richtige Leistungsstärke für den zu beheizenden Raum hat.
  • Intelligente Steuer- und Reglungstechniken in modernen Nachtspeicheröfen ermöglichen effizientes Heizen und ein komfortables Raumklima.

Nachtspeicherofen Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Nachtspeicherofen für mittelgroße Räume

Der Dimplex VFMI 30C/HFI 330 345280 ist mit 3 kW gut für mittelgroße Räume geeignet. Er hat eine thermomechanische Aufladeregelung, kann aber auch manuell eingestellt werden. Als optionales Zubehör ist eine Zusatzheizung verfügbar.

Das Gerät ist in Standardbauweise gehalten und liegt preislich im normalen Bereich. Wenn du einen Nachtspeicherofen suchst, der unkompliziert ist und den Standards der modernen Technik entspricht, kannst du mit diesem Gerät nicht viel falsch machen.

Der beste Nachtspeicherofen bei großem Heizbedarf

Mit dem Nachtspeicherofen AEG WSP 6010 kann es richtig kuschelig warm werden. Mit 6 kW bietet der Ofen genug Leistung auch für größere Räume. Dabei ermöglicht er effizientes dank des thermodynamischen Aufladereglers mit Restwärmeerfassung und witterungsabhängiger Aufladung mit ELFAMATIC. Du kannst ihn aber auch im Handbetrieb nutzen.

Die Anschlussleistung ist reduzierbar auf 91,6/83,3/75 %. Temperaturregler und Zusatzheizung können eingebaut werden. Mit diesem Ofen sitzt du in der kalten Jahreszeit garantiert im Warmen.

Der beste Nachtspeicherofen für kleinere Räume

Der VAILLANT VSF 120 EL Nachtspeicherofen mit 1,2 kW liegt zwar preislich im oberen Bereich, lässt dafür aber keine Wünsche offen. Er verfügt nicht nur über einen vollautomatischen Aufladeregler, sondern auch über einen integrierten elektronischen Entladeregler, mit dem du die Wärmeabgabe präzise steuern kannst. Die Funktion „Adaptiver Start“ sorgt dafür, dass es schon schön warm ist, wenn du nach Hause kommst.

Die Flachbauweise mit Möglichkeit zur Wandaufhängung ist gerade für kleine Räume oft ideal geeignet. Die Geöffnete Fenster-Erkennung spart dir obendrein noch Energie. Für Rundum-Komfort in kleineren Räumen liegst du mit diesem Ofen genau richtig.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Nachtspeicherofen kaufst

Welche Vor- und Nachteile hat ein Nachtspeicherofen?

Bevor du einen Nachtspeicherofen kaufst, solltest du dich mit den Vor- und Nachteilen dieser Heizungsart auseinandersetzen. So kannst du herausfinden, ob sie die für dich sinnvollste Alternative darstellt.

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Wärme ist ein menschliches Grundbedürfnis. So sehr uns offenes Feuer seit jeher fasziniert, so sind die Erwartungen an moderne Heizungssysteme doch andere: ein komfortables Raumklima, einfache Bedienung, sicher im Betrieb und für die Gesundheit, möglichst wenig belastend für die Umwelt und bezahlbar.
(Bildquelle: pixabay.com / Markus Distelrath)

Nachtspeicheröfen sind dezentrale Heizungen, die günstige Nachtstromtarife nutzen, um Wärmespeicher aufzuladen und die Wärme dann tagsüber wieder abzugeben.

Der größte Vorteil von Nachtspeicherheizungen sind die günstigen Anschaffungskosten und der unproblematische Einbau. Du brauchst lediglich Stromleitungen und keine Rohrleitungen wie bei einer Zentralheizung. Außerdem brauchst du keine Lager oder Tanks für Brennstoff und auch keine Brennnstoffkessel. Elektrischer Strom ist fast überall verfügbar.

Vorteile
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Unproblematischer Einbau
  • Keine Lager, Tanks oder Brennstoffkessel
  • Betriebssicher
  • Kaum Wartung nötig
  • Kein Schornsteinfeger
  • Keine Einfriergefahr
  • Strom ist überall verfügbar
Nachteile
  • Hohe Betriebskosten
  • Nachtspeichertarife nicht immer verfügbar
  • Bei älteren Geräten trockene Raumluft und aufgewirbelter Staub durch Lüfter
  • Bei älteren Geräten schwer zu regelndes Raumklima

Durch ihre recht simple Funktionsweise sind Nachtspeicheröfen relativ ausfallfrei, haben kaum Verschleiß, die Wartung ist kostengünstig und auch der Besuch des Schornsteinfegers fällt weg.

Moderne, schadstofffreie Nachtspeicheröfen sind im Vergleich mit den meisten anderen Heizsystemen (Kohle-, Gas-, Ölöfen oder Heizstrahler) sehr sicher. Wenn sie keinen Wasserkreislauf haben, besteht keine Einfriergefahr.

“heiz-tipp““Online-Ratgeber“

Es gibt auch zentrale Nachtstrom-Heizungen. Bei diesen erwärmt der Feststoff-Speicher einen Wasser- oder Luftkreislauf.

Allerdings verbinden diese Heizungstypen die Nachteile beider Heizungsarten: eine aufwändige und teure Installation für die Wasser- bzw. Luftrohre und hohe laufende Kosten für den Bezug von Strom. Sie sind daher nur in spezifischen Einzelfällen sinnvoll, z.B. bei selten genutzten Ferienhäusern.(Quelle: heiz-tipp.de)

Der größte Nachteil von Nachtspeicheröfen sind die recht hohen Betriebskosten. Diese kannst du allerdings ein Stück weit durch den Einsatz moderner Steuerungstechniken und durch dein Heizverhalten beeinflussen.

Neue, moderne Nachtspeicheröfen sind in dieser Hinsicht den älteren Öfen natürlich um einiges voraus.

Heizungstyp Kosten pro m² pro Jahr
Nachtspeicherheizung 25 €
Ölheizung 14 €
Gasheizung 11 €

Das gilt auch im Bereich des Heizkomforts: Ältere Wärmespeicheröfen haben oft durch ihr Gebläse trockene Raumluft verursacht. Dies ist mit moderner Technik nicht mehr der Fall. Auch die Wärmeabgabe lässt sich besser steuern.

Eigentlich wurden Nachtspeicheröfen für die Nutzung günstiger Nachtstromtarife konzipiert. Allerdings ist das Angebot an solchen Tarifen mittlerweile sehr überschaubar. Da Stromanbieter ihre Tarife aber mittlerweile auch überregional anbieten können, kannst du sie mittlerweile wieder leichter finden.

Strom ist eine fast überall und ohne besonderen Aufwand verfügbare Energiequelle.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Beim Einsatz von Nachtspeicheröfen müssen einmalige und längerfristige Kosten in die Überlegung mit einbezogen werden. Besonders sinnvoll sind Nachtspeicheröfen, wenn sonst in einem vorhandenen Gebäude nachträglich ein anderes Heizungssystem eingebaut werden müsste.

Auch in selten genutzten Gebäuden oder Gebäudeteilen sind Nachtspeicheröfen eine gute Lösung. Sie benötigen keinen zusätzlichen Platz, und Strom ist eigentlich fast überall verfügbar. Das kann je nach Gebäudeart und -lage auch ein ausschlaggebender Faktor sein.

Wie ist die Umweltbilanz von Nachtspeicheröfen?

Das ist ein durchaus umstrittenes Thema. Nachtspeicheröfen wurden in den 50er und 60er Jahren als energiesparende Lösung entwickelt. Sie gerieten dann aber zunehmend in Verruf, da bei der Umwandlung fossiler Energieträger in Strom enorme Kapazitätsverluste auftreten.

Es werden nur 30% bis 40% der genutzten Energie tatsächlich in Strom umgewandelt. Damit verursacht das Heizen mit Strom einen sehr hohen CO2-Ausstoß.

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Stromkonzerne sehen in Nachtspeicheröfen eine Technologie für den Übergang zum Energiesystem der Zukunft. Bei regenerativen Energiequellen kommt es naturgemäß zu Schwankungen in der Energieerzeugung. Um diese abzufedern, ist die Entwicklung von Speicherlösungen unentbehrlich.
(Bildquelle: unspash.com / Nicholas Doherty)

Die Effizienz vor Ort, also die Umwandlung von Strom in Heizenergie, liegt aber bei nahezu 100%. Damit ist für die Umweltbilanz von Nachtspeicherheizungen entscheidend, aus welchen Energiequellen der Strom erzeugt wird.

Werden Wind- oder Solarenergie zur Stromherstellung genutzt, sind Nachtspeicheröfen eine CO2-neutrale Heizmethode.

Stromerzeuger auf der Suche nach Speicherlösungen, mit denen sich die Energiespitzen bei der Nutzung regenerativer Energiequellen auffangen lassen, haben sich deshalb stark dafür eingesetzt, dass Nachtspeicheröfen als Heizungssysteme weiter verwendet werden.

Bei natürlichen Energiequellen kommt es immer wieder zu Phasen mit sehr starker Energieerzeugung, durch die die Stromnetze instabil werden können.

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Wusstest du, dass die Nutzung von Nachtspeicheröfen nach einem Gesetz von 2009 eingeschränkt werden sollten?

Demnach hätten vor 1990 eingebaute Anlagen ab 2020 nicht mehr betrieben werden dürfen, neuere oder erneuerte Anlagen nach einer Betriebszeit von 30 Jahren. Das galt allerdings nur für Häuser mit mehr als 4 Wohneinheiten, die bestimmte Dämmungsstandards nicht erfüllten.

2013 wurde das Verbot von Nachtspeicherheizungen wieder außer Kraft gesetzt. Neu eingebaute Nachtspeicherheizungen müssen aber natürlich den Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEv) entsprechen.

Was kostet ein Nachtspeicherofen?

Nachtspeicheröfen kosten ganz grob gesagt zwischen 600 € und 1.500 €. Der genaue Preis ist abhängig von der Wattzahl, der Bauweise und eventuellen technischen Optionen. Die folgende Tabelle soll dir einen groben Anhaltspunkt geben.

kWatt Preisspanne Standardbauweise Preispanne Niedrig-/Flach-/Wandbauweise
7 1.300€ – 1.600 € N.a.
6 1.285 € – 1.330 € 1.380 €
5 1.000 € – 1.200 € 1.230 € – 1.580 €
4-4,3 1.000 € 1.000 € – 1.450 €
3,4-3,6 N.a. 1.000 € – 1.360 €
3 850 € – 950 € 1.000 € – 1.300 €
2,4-2,6 N.a. 850 € – 1.150 €
1,7-2 780 € – 940 € 700 € – 950 €
1,2 N.a. 890 €

Wo kann ich am besten einen Nachtspeicherofen kaufen?

Einen Nachtspeicherofen kannst du vor Ort in Fachgeschäften für Heizungs-, Sanitär- und Elektrobedarf kaufen, oder du bestellst sie online, z.B. bei einem der folgenden Händler:

  • bbmheizung.de
  • tandmore.de
  • alles-mit-stecker.de
  • elektroheizung24.de
  • amazon.de

Zwischenzeitlich hatten einige Hersteller von Elektrogeräten die Produktion von Nachtspeicheröfen aufgrund der energiepolitischen Situation eingestellt.

Durch die geänderte Einschätzung und Gesetzeslage mit Hinblick auf den Einsatz von Nachtspeicherheizungen bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen haben sie diese zum Teil wieder aufgenommen. Die folgenden Hersteller bieten aktuell Nachtspeicheröfen an:

  • AEG
  • Dimplex
  • Vaillant
  • Stiebel Eltron
  • Technoterm
  • Olsberg
  • Roos

Nachtspeicheröfen gebraucht zu kaufen, macht eigentlich wenig Sinn, da die aktuellen Geräte sehr viel effizienter arbeiten und nicht schadstoffbelastet sind.

Welche Alternativen zum Nachtspeicherofen gibt es?

Zum einen kannst du darüber nachdenken, auf ein warmwassergeführte Heizungssystem umzustellen. Mögliche Optionen sind eine Gas-, Öl-, Pelletheizung oder eine Wärmepumpe.

Allerdings ist die Installation eines solchen Systems mit erheblichen Kosten verbunden, ca. 30 € – 50 € pro Rohrmeter und 100 € – 150 € pro Heizkörper.

Damit bist du zum Beispiel bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² schnell bei Kosten von 7.500 € – 10.000 €. Bis du die mit den niedrigeren monatlichen Kosten wieder reingeholt hast, dauert es dann doch ein Weilchen.

Für einen Systemwechsel musst du bei jeder Technik auch noch ein paar Faktoren wie besonderen Platzbedarf oder Zugang zu Leitungen berücksichtigen:

Heizsystem Besondere Anforderungen
Ölheizung Platz für Öltank erforderlich, Installation verursacht zusätzliche Kosten
Gasheizung Setzt aus preislichen Gründen einen Gasanschluss in unmittelbarer Nähe voraus
Pelletheizung Benötigt viel Lagerraum
Wärmepumpe Benötigt je nach Typ Platz für die Außenaufstellung oder eine große, freie Fläche, ideal bei großen, frei zugänglichen Grundstücken

Wenn dir diese Investitionen zu kapitalaufwändig sind, gibt es auch noch die Möglichkeit zur Infrarotheizung zu wechseln oder deinen Nachtspeicherofen mit einer solchen zu ergänzen. Infrarotheizungen sind ebenfalls strombetrieben, heizen aber nur bei Bedarf. Dabei wird mit Infrarotstrahlen die Oberfläche von Gegenständen anstatt der Luft erwärmt.

Bei Auswahl eines Ökostrom-Tarifs kannst du auch hiermit CO2-neutral heizen. Um deine Stromkosten im Griff zu behalten, sollte die Wohnung allerdings gut gedämmt sein.

Außerdem gibt es mit Naturstein- und Flächenspeicherheizungen weitere elektrische Heizungen, die Wärme speichern und wieder abgeben, allerdings durch die kürzere Speicherdauer normalerweise nicht aus Nachtstrom.

Entscheidung: Welche Arten von Nachtspeicheröfen gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Du musst dich vor allem mit der Frage nach der richtigen Heizstärke auseinandersetzen. Dazu sind relativ komplizierte Berechnungen erforderlich.

Elektroheizung24Heizungsspezialisten

Der durchschnittliche Wärmebedarf in Watt pro Quadratmeter Wohnfläche liegt in Passivhäusern bei 20, in Niedrigenergiehäusern bei 45, in Neubauten bei 70 und in Altbauten bei 125 (Richtwerte).

Dabei haben durchgehend genutzte Wohnräume wie das Wohnzimmer, das Schlafzimmer oder das Kinderzimmer einen höheren Wärmebedarf als nur teilweise genutzte Räume wie Büros, Schlafzimmer oder Küchen. Flure und Kellerräume haben den geringsten Wärmebedarf. (Quelle: elektroheizung24.de)

Die Formel zur Berechnung der Kilowattleistung eines Nachtspeicherofens mit 8 Stunden Ladezeit lautet: Heizbedarf x 2,4. D.h. du musst zunächst Zimmernutzung und Haustyp definieren, daraus ergeben sich die benötigten Watt pro Quadratmeter. Diese Zahl multiplizierst du dann mit 2,4.

Das Ergebnis zeigt dir, wie viel Kilowatt du benötigst.die Wohnfläche mit den für das jeweilige benötigten Watt pro Quadratmeter multiplizieren

Wie viel Kilowatt braucht mein Nachtspeicherofen für ein kleines Zimmer wie ein Badezimmer oder eine Küche?

Küchen und Badezimmer definieren wir als kleine Zimmer mit 8-10 m². Beides sind Räume, die relativ intensiv beheizt werden. In einem Neubau benötigen Küchen und WCs beispielsweise 50 W pro m² und Bäder 75 W. Bei einer 10 m² großen Küche wäre man also bei einem Bedarf von 500 Watt. Multipliziert mit 2,4 ergibt sich 1,2 kW als benötigte Leistung für den Nachtspeicherofen.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die benötigte Heizleistung in kleinen Räumen:

Haustyp WC 5 m² Küche 10 m² Bad 8 m²
Altbau 1 kW 2 kW 2,5 kW
Neubau 0,6 kW 1,2 kW 1,5 kW
Niedrigenergiehaus 0,4 kW 0,9 kW 1 kW

Damit brauchst du für ein kleines Zimmer eine Heizleistung von 0,4 kW bis 2,5 kW.

Wie viel Kilowatt braucht mein Nachtspeicherofen für ein mittelgroßes Zimmer wie ein Kinderzimmer oder Schlafzimmer?

Kinder- und Schlafzimmer und Büros definieren wir hier als mittelgroße Zimmer mit 12 bis 15 Quadratmetern. Dabei setzen wir für Kinderzimmer und Büros in etwa den gleichen Wärmebedarf an (für Kinderzimmer etwas mehr), für Schlafzimmer etwas weniger.

Haustyp Kinderzimmer 15 m² Büro 12 m² Schlafzimmer 15 m²
Altbau 3,6 kW 3 kW 3 kW
Neubau 2,2 kW 1,8 kW 1,6 kW
Niedrigenergiehaus 1,8 kW 1,2 kW 1 kW

Für ein mittelgroßes Zimmer brauchst du also zwischen 1 kW und 3,6 kW. Die normale Staffelung für Nachtspeicheröfen ist 2 kW bis 7 kW in Schritten von jeweils 1 kW.

Wenn du also keine passende Zwischenstärke findest, nimm einen Ofen für die nächsthöhere Heizleistung, also bei 3,6 kW  eine Heizung mit 4 kW. Moderne Nachtspeicheröfen verfügen meist über die Möglichkeit, die kW-Leistung herabzusetzen.

Wie viel Kilowatt braucht mein Nachtspeicherofen für ein großes Zimmer, z.B. ein Wohnzimmer?

Das größte Zimmer im Haus ist normalerweise das Wohnzimmer. Deswegen rechnen wir hier einmal das Wohnzimmer in verschiedenen Größen durch, um dir einen Eindruck von den Auswirkungen zu verschaffen.

Haustyp Wohnzimmer 30 m² Wohnzimmer 40 m² Wohnzimmer 50 m²
Altbau 8 kW 10 kW 13 kW
Neubau 4,5 kW 6 kW 7 kW
Niedrigenergiehaus 3 kW 4 kW 5 kW

Für ein 30 m² großes Wohnzimmer liegt der Bedarf also zwischen 3 kW und 8 kW. Hier kannst du deutlich erkennen, wie wichtig es ist, den Bedarf richtig einzuschätzen. Am besten lässt du dir von einem Heizungsspezialisten den genauen Bedarf für deine Räumlichkeiten ausrechnen.

Eine exakte Berechnung der Heizlast eines Neubaus ist nach DIN EN 12831 möglich. Bei Bestandsbauten kann man auf bisherige Verbrauchswerte zurückgreifen.

Alle Berechnungen in diesem Abschnitt basieren auf den Formeln und Verbrauchsschätzungen von elektroheizung24.de.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Nachtspeicheröfen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du zwischen den vielen möglichen Nachtspeicheröfen eine Auswahl treffen kannst.

Anhand folgender Kriterien kannst du Nachtspeicheröfen miteinander vergleichen:

Bauweise und Gewicht

Es gibt Nachtspeicheröfen in Standard-, Flach-, Niedrig-, Kompakt- und Wandbauweise. Welche Wahl du hier triffst, ergibt sich eigentlich zwangsläufig aus der Baustruktur des Zimmers, für das du den Nachtspeicherofen kaufst.

Die Heizungen in der Standardbauweise haben eine gleichbleibende Höhe von je nach Hersteller ca. 65 cm bis 67 cm und eine gleichbleibende Tiefe von 24,5 cm bis 27,5 cm. Die Geräte unterscheiden sich in der Länge und im Gewicht.

Wattzahl Länge Gewicht
2 kW 60,5 cm – 62 cm 96 kg – 118 kg
3 kW 62 cm – 78 cm 130 kg – 169 kg
4 kW 81 cm – 95,5 cm 174 kg – 220kg
5 kW 100 cm – 113 cm 225 kg – 271 kg
6 kW 100 cm – 130,5 cm 236 kg – 322 kg
7 kW 119 cm – 148 cm 279 kg -372 kg

Wie du siehst, können die Öfen ganz schön schwer sein. Das solltest du bei deiner Entscheidung ebenfalls berücksichtigen, vor allem in einem Altbau.

Die folgende Liste zeigt dir die Einsatzbereiche der anderen Bauweisen. Diese sind bei gleicher Leistung in der Regel etwas teurer als die Standard-Bauweise.

  • Niedrigbauweise: Für den Einbau von Geräten z.B. unter einer Fensterbank gibt es niedrige, dafür aber tiefer in den Raum reichende Geräte in der sogenannten Niedrigbauweise. Bei ihnen liegt die Höhe typischerweise zwischen 40,5 cm und 52 cm.
  • Kompakte Bauweise: Besonders kompakte Baureihen, mit denen sich Nischen im Raum gut ausnützen lassen, haben typischerweise eine Tiefe von 35 cm – 36 cm.
  • Flachbauweise: Die besonders flachen Geräte eignen sich gut, um freie Wandflächen zu nutzen. Die Tiefen dieser Geräte liegen je nach Hersteller und Modellreihe zwischen 17,5 cm und 22,5 cm.
  • Wandaufhängung: Kleinere Geräte in Flachbauweise lassen sich meist auch an der Wand aufhängen. Das kann gerade in kleinen Räumen, z.B. Badezimmern, sehr hilfreich sein.

Aufladesteuerung

Die Aufladesteuerung ist die Voraussetzung für die effektive Nutzung der Speicherfunktion des Geräts. Sie kann zentral für alle Wärmespeichereinheiten im selben Gebäude oder für ein einzelnes Gerät eingesetzt werden. Zwischen Zentralsteuerung und Geräte können  Gruppensteuerungen geschaltet werden, die alle Wärmespeicher in einem Gebäudeteil steuern.

Sinn der Aufladesteuerung ist es, nachts nur so viel Wärme zu speichern, wie am nächsten Tag auch wirklich benötigt wird.

Mit einer gut eingestellten Aufladesteuerung lässt sich jede Menge Strom sparen. Sie sollte dafür auf jeden Fall über einen Außentemperaturfühler verfügen, der nachts die Außentemperatur an der Gebäudewand erfasst.

Daraus erstellt das Gerät dann eine Prognose für den Wärmebedarf des nächsten Tages. Da das jedoch letzten Endes nur ein grober Anhaltspunkt sein kann, der dazu führt, dass am nächsten zu viel oder zu wenig Wärme verfügbar ist, ermöglichen komfortablere Steuerungen manuelle Nachjustierungen.

Dazu gehört die manuelle Anpassung des sogenannten ED-Steuersignals. Der Laderegler verhindert mit diesem Signal, dass bei AC-Steuerung der Speicher weiter geladen wird, wenn mehr als 80% der Zeit Spannung anliegt. Dies ist der Standardwert. Viele Geräte ermöglichen es jedoch, diesen Prozentsatz herunterzusetzen, meist auf 37%/40% und 68%/72%.

Wochenschaltprogramme ermöglichen ebenfalls eine flexiblere Anpassung der Ladung an die tatsächliche Gebäudenutzung.

Es gibt sogar Steuerungen, z.B. der Firma Tekmar, die auf die aktuellen Wetterprognosen zugreifen und die Lademenge danach ausrichten.

Zusätzliche Temperaturbegrenzer schalten das Aufladen ab, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist und der Aufladeregler das Laden nicht unterbrochen hat. Diese zusätzliche Sicherheitsfunktion verhindert ein Überhitzen der Anlage, wenn der Aufladeregler defekt ist.

Raumtemperaturregler

Auch hier ermöglichen moderne Techniken den effizienten und komfortablen Einsatz der Nachtspeicheröffen. Temperaturregler ermöglichen es dir, die gewünschte Raumtemperatur einzustellen.

Regler mit Timerbetrieb und Wochentimer ermöglichen eine noch genauere Einstellung mit abgesenkten Temperaturen nachts oder in Zeiten, in denen niemand in der Wohnung ist. Adaptive Regler „erlernen“ dabei selbst die benötigte Aufheizzeit.

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Intelligente, adaptive Reglungssysteme ermöglichen sehr detaillierte Einstellungen und passen sich selbständig an die Umgebungssituation an. Damit kannst du das Raumklima genau nach deinen Wünschen steuern und gleichzeitig Strom und Geld sparen.
(Bildquelle: pixabay.com / Rudy and Peter Skitterians)

Der Regler sollte über eine Geöffnete Fenster-Erkennung verfügen. Dann wird die Wärmeabgabe reduziert, wenn im Raum Fenster geöffnet sind. Sowohl die Aufladesteuerung als auch der Raumtemperaturregler sind sehr sinnvolles Zubehör, um zum einen den Nachtspeicheroffen möglichst effizient zu nutzen und zum anderen für ein möglichst angenehmes Raumklima zu sorgen.

Zusatzheizung

Viele Nachtspeicheröfen können um eine Zusatzheizung ergänzt werden. In manchen Modellen ist sie bereits integriert, bei anderen als optionales Zubehör erhältlich. Damit hast du die Möglichkeit, tagsüber zusätzlich zu heizen, falls die gespeicherte Wärme nicht ausreicht, allerdings dann zum teureren Tagtarif.

Natürlich kannst du solche Engpässe auch mit einem mobilen Heizlüfter oder einem ähnlichen Gerät überbrücken.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Nachtspeicherofen

Wie sieht es mit Asbest, Chrom und anderen Giftstoffen in Nachtspeicherheizungen aus?

Die gute Nachricht: Moderne Nachtspeicheröfen sind frei von Asbest und PCB. Wenn du also darüber nachdenkst, einen aktuellen Nachtspeicherofen zu kaufen, kannst du das ohne Bedenken tun.

Nachtspeicheröfen aus den 60er und 70er Jahren und Anfang der 80er können Asbest enthalten, vor allem in Isolierungs- und Dämmmaterialien. Werden diese über den Lüfter in den Raum geblasen, kann das gesundheitsschädlich sein.

Allerdings besteht kein Grund zur Panik, wenn du einen älteren Nachtspeicherofen benutzt. Es kommt nur selten vor, dass tatsächlich Asbest abgegeben wird. Dafür muss in der Regel das Gerät beschädigt worden sein, oder es wurden unsachgemäße Umbauten oder Reparaturen vorgenommen.

 

 

Wenn du deine alte Nachtspeicherheizung entsorgen willst, musst du wissen, ob er Asbest enthält, um ihn gegebenenfalls vorschriftsgemäß entsorgen zu lassen. Dies gilt auch, wenn dein alter Nachtspeicherofen PCB (polychlorierte Biphenyle) enthält.

Das sind Chloridverbindungen, die als Baustoff oder hitzebeständige Weichmacher verwendet wurden und sich in Nachtspeicheröfen z.B. in Kapillarrohr-Reglern finden lassen. Nach 1989 wurde ihre Herstellung eingestellt.

In vielen Nachtspeicheröfen entstehen außerdem im Laufe der Zeit Chromatverbindungen, die giftig sein können. Chromatverbindungen lassen sich mit einem Test nachweisen. Die Steine müssen deshalb ebenfalls als Schadstoffe entsorgt werden.

Was machen die Steine in den Nachtspeicheröfen?

Die Steine sind der Wärmespeicher. Moderne Nachtspeicheröfen verwenden normalerweise einen Schamotte-Speicherkern. Dabei handelt es sich um einen künstlich hergestellten „Stein“ aus Tonerde und Aluminiumoxid (10% – 45%). Die Wärme, die durch den Widerstand in der Heizung entsteht, sobald Strom fließt, wird von dem Schamotte-Kern gespeichert und anschließend langsam wieder abgegeben.

In älteren Heizungen findest du oft auch Magnesit, ebenfalls Forsterit, Eisenerz oder Basalt. Wichtig ist, dass die Steine feuerbeständig sind und hohe Temperaturen aushalten können

Wie kann ich die laufenden Kosten meiner Nachtspeicherheizung senken?

  • Aufladesteuerung: Besonders wichtig ist eine moderne, gut eingestellte Aufladesteuerung. Damit verhinderst du, dass unnötig viel Strom geladen wird, der dann nutzlos wieder abgegeben wird. Du verhinderst auch, dass zu wenig geladen wird und du mit teurerem Tagstrom zuheizen musst.
  • Heiztarif: Auch die Wahl des richtigen Heiztarifs kann einen großen Unterschied machen. Mittlerweile werden Tarife für Nachtspeicherheizungen auch überregional angeboten, und der Wechsel des Anbieters ist eine ganz einfache Angelegenheit. Das folgende Video gibt dazu ein paar Tipps:

  • Temperaturreglung: Du solltest unbedingt den Raumtemperatur-Regler nutzen. Damit verhinderst du, dass deine Wohnung auf tropische Temperaturen aufgeheizt wird oder über Zeiträume beheizt wird, in denen überhaupt niemand zu Hause ist. Dann kannst du auch die benötigte Auflademenge senken.
  • Passende Leistung: Wenn du eine neue Heizung kaufst, achte darauf, dass sie für deinen Raum nicht überdimensioniert ist. Viele moderne Geräte bieten auch die Möglichkeit, die maximale Kilowattleistung herunterzusetzen, z.B. von 2 kW auf 1,8 kW oder 1,6 kW. Damit sparst du Strom und vermeidest eine überheizte Wohnung.

Wie funktioniert ein Nachtspeicherofen?

Ein Nachtspeicherofen ist eine elektrische Heizung. Sie nimmt nachts Strom auf, um günstigere Nachttarife für das Heizen zu nutzen.

Der Strom wird sofort in Wärmeenergie umgewandelt. Über Heizwendel wird diese Wärmeenergie an Schamottesteine im Inneren der Speicherheizung abgegeben. Diese nehmen die Wärme nur langsam auf, geben sie aber auch nur langsam wieder ab. Die Wärme wird dann entweder über Wärmestrahlung oder, wenn das nicht reicht, über ein Gebläse an den umgebenden Raum abgegeben.

Entscheidend für eine sinnvoll und effizient arbeitende Nachtspeicherheizung ist deshalb, wie bereits erwähnt, dass du möglichst bedarfsgerecht einstellst, wie stark das Gerät mit Strom aufgeladen wird.

Wie stelle ich einen Nachtspeicherofen richtig ein?

Zunächst musst du deine neue Speicherheizung aufbauen. Das geht relativ einfach nach Anleitung. Für die Elektroinstallation brauchst du allerdings einen Fachmann. Dann musst du die Aufladesteuerung einstellen.

Wenn du eine reine Handsteuerung hast, musst du nach Gefühl und Wettervorhersage vorgehen. Das folgende kurze Video zeigt dir die Vorgehensweise:

Idealerweise hast du aber eine außentemperaturgeführte Aufladesteuerung. Die sollte beim ersten Mal ein Elektriker einrichten. Danach stellst du das Gerät am Ladereglerknopf auf die höchste Stufe und lässt die Heizung 48 Stunden laufen. Wenn es zu heiß ist, stellst du den Knopf dann eine halbe Stufe zurück und wartest erneut ab.

Das machst du so lange, bis eine angenehme Temperatur erreicht ist. Wenn du mehrere Geräte über eine zentrale Aufladesteuerung steuerst, fängst du mit dem Raum an, der am wärmsten werden soll. Die Heizungen in den anderen Räumen sind im Idealfall an die Kapazitätsanforderungen dieser Räume angepasst und bringen dann die dementsprechende Heizleistung.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/nachtspeicherheizung/nachtspeicherheizung-kosten-und-verbrauch/

[2] https://www.aeg-haustechnik.de/de/home/produkte-loesungen/raumheizgeraete/waermespeicher.html

[3] https://www.kesselheld.de/nachtspeicherheizung-verbrauch/

[4] https://www.elektroheizung24.de/Ermittlung-des-Waermebedarfs

[5] https://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/nachtspeicherheizung/alternative.html

[6] https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste

[7] https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste

Bildquelle: Lucadp/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Stephan hat das Heizungs-Geschäft seines Vaters übernommen. Mittlerweile hat er es erweitert und auch noch den Fachbereich der alternativen Heizungsmethoden hinzugenommen. Damit hat er richtigen Erfolg. Da er sein Wissen darüber gerne weiter geben möchte, hat er nun angefangen, darüber zu schreiben.