Wir machen uns viele Gedanken um die richtige Temperatur in unseren Räumen – schließlich merken wir sofort, ob es zu warm ist oder zu kalt.

Aber die richtige Luftfeuchtigkeit lässt sich nicht so einfach erfühlen. Erst, wenn wir unter schwüler Hitze leiden oder im Winter die Heizungsluft zu trocken ist, merken wir, dass etwas nicht stimmt.

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht oft in Neubauten, Büros oder Passivhäusern. In Räumen, die durch Fußbodenheizung oder Kamine beheizt werden, wirst du im Winter ebenfalls durch trockene Luft geplagt. Dabei kann zu niedrige Luftfeuchtigkeit sogar krank machen!

Wenn die Schleimhäute austrocknen, fühlen wir uns schlapp und müde. Die Augen jucken und der Hals kratzt, wir fühlen uns „dauerkrank“.

Dabei könnten der Grund für das Übel schlicht in der trockenen Luft liegen. Und dagegen kannst du etwas tun! Wir zeigen dir, wie das geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Raum hat eine andere ideale Luftfeuchtigkeit – je nachdem, wie er genutzt wird. So ist die ideale Luftfeuchtigkeit im Badezimmer anders als im Büro.
  • Bei trockener Luft trocknen die Schleimhäute aus. Die Folge: Kratzende Augen, juckender Hals und trockene Haut. Du fühlst dich schlapp und hast oft Kopfschmerzen oder Nasenbluten
  • Es gibt viele Hausmittel, mit denen du kurzfristig die Luftfeuchtigkeit erhöhen kannst. Dauerhaft funktioniert das besser mit speziellen Geräten.

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Was ist Luftfeuchtigkeit?

Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil an Wasserdampf, der sich, für uns unsichtbar, in der Luft befindet.

Die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle dabei, wie wir das Wetter wahrnehmen und ist eine meteorologische Messgröße.

Luftfeuchtigkeit ist eine meteorologische Größe und spielt hauptsächlich beim Wetter eine entscheidende Rolle. (Bildquelle: 123rf.com / 38593788)

Wir bemerken die Luftfeuchtigkeit bewusst meistens nur durch unangenehm schwüles Wetter.

Je nach Temperatur und Luftdruck kann die Luft nur eine gewisse Menge Wasserdampf enthalten, man spricht dann von relativer Luftfeuchtigkeit.

Die Luftfeuchtigkeit ist ständigen Wechseln unterzogen. Im Laufe des Tages und der Jahreszeiten ist sie je nach Witterung unterschiedlich.

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Hintergründe: Was du über das Thema Luftfeuchtigkeit erhöhen wissen solltest

Zu einem optimalen Raumklima gehört neben der idealen Raumtemperatur auch die passende Luftfeuchtigkeit. Diese ist von Raum zu Raum unterschiedlich, auch zwischen Sommer und Winter gibt es Schwankungen.

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann krank machen, eine zu hoche Luftfeuchtigkeit führt zu Schimmelbildung.

Damit du weißt, welche Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung die richtige ist, haben wir hier viel Wissenswertes zusammengetragen. Wenn deine Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, erfährst du hier, was du tun kannst.

Was ist eine normale Luftfeuchtigkeit und wann solltest du sie erhöhen?

Welche Luftfeuchtigkeit normal ist, kommt ganz darauf an, welches Zimmer in deiner Wohnung gemeint ist. Denn in manchen Zimmern ist eine höhere Luftfeuchtigkeit normal, in anderen brauchst du eher eine niedrige Luftfeuchtigkeit.

In Badezimmer und Küche ist die Luftfeuchtigkeit eher hoch. Beim Duschen und Kochen entsteht Dampf, deswegen hast du in diesen Räumen mehr Feuchtigkeit in der Luft und das ist ganz normal. Beide Räume solltest du regelmäßig lüften, um Schimmelbildung vorzubeugen.

In Schlafzimmer, Wohnzimmer und in Arbeitsräumen wie Büros ist eine so hohe Luftfeuchtigkeit wie in Bad und Küche hinderlich. Eine normale Luftfeuchtigkeit liegt hier zwischen 40 und 60 %.

Im Keller kann eine normale Luftfeuchtigkeit sogar noch höher liegen, bis zu 65 % Luftfeuchtigkeit sind hier ganz normal.

Raum Ideale Luftfeuchtigkeit
Badezimmer 50 bis 70 %
Kinderzimmer 40 bis 60 %
Küche 50 bis 70 %
Keller 50 bis 65 %
Wohnzimmer und Büro 40 bis 60 %
Schlafzimmer 40 bis 60 %

In Laufe des Jahres schwankt die natürliche Luftfeuchtigkeit. Durch die trockene Heizungsluft ist die Luftfeuchtigkeit im Winter niedriger als im Sommer.

Grundsätzlich gilt: Bei Raumtemperatur von 20 Grad liegt die ideale Luftfeuchtigkeit bei 50 %.

Wenn deine Atemwege in einem Raum dauerhaft trocken sind, dann solltest du darüber nachdenken, deine Raumluftfeuchtigkeit zu erhöhen. Denn ständig trockene Schleimhäute machen es Keimen und Bakterien leichter, das Immunsystem zu überwinden und Krankheiten zu verursachen.

Immunsystem stärken: Die 6 besten Tipps für ein starkes Immunsystem

Weitere Symptome, die bei zu geringer Luftfeuchtigkeit auftreten, sind ein kratzender Hals, trockene und juckende Augen sowie trockene Haut. Du bekommst in einer Umgebung mit wenig Luftfeuchtigkeit oft Kopfschmerzen und Nasenbluten.

Was ist eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und wann ist es schwül?

Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in Räumen entsteht ab etwa 65 % Raumluftfeuchtigkeit. Ab diesem Zeitpunkt steigt auch die Gefahr der Schimmelbildung.

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Viele Schimmelarten wachsen zwar erst am 80 % Luftfeuchtigkeit, manche Schimmelpilze vermehren sich aber schon bei 70 %.

Schimmel ist kein ästhetisches Problem an der Wand sondern eine ernste Gefährdung deiner Gesundheit.

Ab wann die Luftfeuchtigkeit in Kombination mit der Außentemperatur als schwül empfunden wird, hängt wieder von der Temperatur ab.

Je mehr die Umgebungsluft mit Wasserdampf gesättigt ist und das bei hohen Temperaturen, desto eher empfinden wir das Wetter als schwül.

Ab diesen Temperaturen und einer Umgebungs – Luftfeuchtigkeit wird Wetter als schwül empfunden:

Temperatur relative Luftfeuchtigkeit
16 °C 99 %
22 °C 70 %
26 °C 56 %
30 °C 45 %
33 °C 38 %
35 °C 35 %
36 °C 33 %

Je höher die Temperatur steigt, desto weniger Luftfeuchtigkeit reicht aus, damit wir das Wetter als schwül empfinden. Ähnlich ist es in der Wohnung – je höher wir die Raumtemperatur eingestellt haben, desto eher empfinden wir eine normale Luftfeuchtigkeit als schwül.

Warum solltest du bei Erkältung die Luftfeuchtigkeit erhöhen?

Wenn du dich erkältet hast, ist oft trockene Raumluft im Büro schuld. Das kann im Winter durch trockene Heizungsluft passieren, im Sommer durch zu kalte Klimaanlage oder ständige Luftbewegung.

Die erhöhte Luftfeuchtigkeit ist bei Erkältung oder Asthma deshalb sinnvoll, weil sie die Atmung erleichtert. Sauerstoff kann dann aus der Lunge leichter in die Blutbahn aufgenommen werden. Die Haut freut sich genauso über eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Ganz besonders die Schleimhäute sind während der Erkältung besonders gefährdet. Trocknet sie aus, wird die Immunabwehr des Körpers geschwächt. Bei trockenen Schleimhäuten bekommst du auch öfters Nasenbluten.

In diesem Video erfährst du mehr:

Der Besuch einer warmen Saune ist deshalb bei einer beginnenden Erkältung deshalb besonders zu empfehlen.

Schleimhäute und Haut werden durchblutet und können in dieser Umgebung gut arbeiten. Die Volksweisheit, dass in der Sauna „Krankheiten ausgeschwitzt“ werden, hat demnach einen wahren Kern.

Wie du die Luftfeuchtigkeit erhöhen kannst: Die 7 besten Tipps für ideale Raumluft

Wir bemerken im Alltag oft gar nicht, wie sehr uns scheinbare Kleinigkeiten wie die richtige Raumtemperatur und die ideale Luftfeuchtigkeit beeinflussen.

Erst, wenn unsere Umgebung nicht mehr im richtigen Gleichgewicht ist, bemerken wir, dass etwas falsch läuft.

Wenn du bemerkt hast, dass deine Luftfeuchtigkeit in deinen „Lebensräumen“ nicht ideal passt, dann haben wir für dich hier die besten Tipps zusammengetragen, wie du schnell wieder für die passende Bedingungen sorgst.

Es gibt unterschiedliche Tipps und Tricks, wie die Luftfeuchtigkeit in einem Raum angepasst werden kann. (Bildquelle: 123rf.com / 93255683)

Mit welchen Hausmitteln kannst du die Luftfeuchtigkeit ohne Strom erhöhen?

Wenn deine Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu niedrig ist, kannst du mit einigen Hausmitteln versuchen, deine Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Denn trockene Raumluft ist nicht gesund für deine Schleimhäute. Nasenbluten und ein geschwächtest Immunsystem können die Folge sein.

Einfache Hausmittel findest du hier:

  • Wäsche: Wasche deine Wäsche ohne Schleudergang und hänge sie über eine Tropftasse auf. Durch Verdunstung kommt Wasser in die Raumluft, die Luftfeuchtigkeit steigt.
  • Wasserschalen: Besonders im Winter geeignet, um trockene Raumluft zu vermeiden. Stelle Schälchen mit Wasser auf die Heizkörper. Optional kannst du ätherische Öle wie Eukalyptus tropfenweise zum Wasser geben.
  • Duschen und Kochen: Wenn deine Raumluft zu trocken ist, dann lass die Feuchtigkeit ins Haus ziehen. Statt der Fenster zum lüften öffnest du die Badezimmer- oder Küchentür.
  • Blumenspritzer: Mit einem einfachen Zerstäuber, wie er zum Blumenspritzen verwendet wird, kannst du mehrmals täglich in die Luft spritzen. Auch das steigert die Luftfeuchtigkeit.
  • Pflanzen: Über ihre Blätter „atmen“ Pflanzen und erzeugen so relativ viel Luftfeuchtigkeit. Voraussetzung ist aber, dass du sie regelmäßig gießt.
  • Heizung: Wenn du die Heizung herunterdrehst, steigt die Luftfeuchtigkeit. Je höher die Temperatur, desto niedriger die Luftfeuchtigkeit.

Wenn du die Möglichkeit hast, dann sind Pflanzen das beste Mittel, um die Raumluftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Denn sie regulieren nicht nur auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit, sondern sorgen generell für eine bessere Luftqualität. Die viel belächelte Büropflanze ist tatsächlich förderlich für die Gesundheit.

Wenn du dich dazu entschließt, Schälchen auf den Heizkörper zu stellen, dann achte darauf, dass diese nicht zu viel Wasser fassen. Dann musst du zwar regelmäßig nachfüllen, verhinderst aber einen Bakterienherd.

In stehendem Wasser bilden sich bei warmen Temperaturen Keime, die im schlimmsten Fall die Gesundheit gefährden!

Welche Geräte erhöhen die Luftfeuchtigkeit in hohen und großen Räumen?

In besonders großen und hohen Räumen reichen die einfachen Tricks manchmal nicht aus, um die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu erhöhen. Dann kann es sinnvoll sein, zu technischen Tricks zu greifen.

Allerdings solltest du darauf achten, dass dauerhaft betriebenen Geräte viel Strom benötigen – das zeigt sich spätestens bei der nächsten Stromrechnung.

Die wirksamste Möglichkeit, in großen Räumen die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen ist das Zerstäuben und Verdüsen.

Durch verschiedene Verfahren der einzelnen Geräte wird Wasser fein in der Luft verteilt. Das so verwirbelte Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Dazu gibt es verschiedene Methoden.

  • Ultraschall: Geräte vernebeln das Wasser, es geht in die Raumluft über.
  • Verdüsung: Durch feine Düsen wird Wasser gepresst, Verdüsung passiert oft in Klimaanlagen.
  • Luftwäschern: Hier werden Wasser und Luft miteinander verwirbelt. Dadurch tritt die Luft intensiv in Kontakt mit Wasser und die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft steigt.
  • Zimmerspringbrunnen: Mit leisem Plätschern dienen sie nicht nur der Beruhigung der Sinne, sie fungieren auch als ein Mittelding zwischen Verdunster und Zerstäuber.
  • Verdunstung: Spezielle Verdunster an Heizkörpern sorgen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit trotz steigenden Temperaturen nicht austrocknet.

Wie kannst du die Luftfeuchtigkeit in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Büro erhöhen – mit und ohne Heizung?

Jeder Raum hat eine andere ideale Luftfeuchtigkeit. Das hängt davon ab, wozu der Raum genutzt wird.

In Wohnzimmer, Schlafzimmer und Büro brauchen wir für den gewissen Wohlfühlfaktor eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %.

Schlafzimmer

Im Schlafzimmer spielt zudem die richtige Raumtemperatur eine Rolle. Zwischen 16 und 18 Grad Celsius sollte diese liegen, dann schläfst du am besten.

Kinder brauchen eine etwas höhere Temperatur, sie brauchen um die 20 Grad Celsius für guten Schlaf. Wenn die Temperatur zu im Schlafzimmer zu hoch ist, kommst du leicht ins Schwitzen.

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Da du über die Atmung Wasser verdunsten lässt, ist die Luftfeuchtigkeit in Schlafzimmern in der Früh höher als am Morgen.

Wenn du also regelmäßig die Luftfeuchtigkeit in deinen Schlafräumen überprüfst, dann ist das eine ganz normale Schwankung. Sollte der Wert am Abend also bei 40 % Luftfeuchtigkeit liegen, kann er am Morgen bei 50 % sein.

Wenn sich trotzdem diese Werte nicht einstellen, kannst du ein Schälchen Wasser aufstellen. Durch natürliche Verdunstung steigt die Luftfeuchtigkeit.

Wechsle das Wasser regelmäßig, da sich sonst Keime sammeln können. Andernfalls kannst du dir einen elektrischen Luftbefeuchter zulegen. Auch diese solltest du regelmäßig reinigen.

Wohnzimmer und Büro

Im Büro möchtest du konzentriert arbeiten können, im Wohnzimmer entspannen und abschalten. Damit das funktioniert, brauchst du neben der richtigen Raumtemperatur auch die richtige Luftfeuchtigkeit.

Denn gerade bei niedrigen Temperaturen kann die Luftfeuchtigkeit schnell sinken und für Erkältung und Nasenbluten sorgen.

Im Wohnzimmer sorgt ein Zimmerspringbrunnen für entspannendes Geplätscher. Durch das fließende Wasser gelangen kleinste Wassertropfen in die Luft und die Luftfeuchtigkeit steigt. Das Wasser solltest du häufig reinigen, andernfalls sammeln sich auch hier Keime.

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In manchen Büros gibt es ebenfalls Zimmerspringbrunnen, allerdings gehen die Meinungen hier auseinander.

Während die einen darauf schwören, können sich die anderen schlecht konzentrieren. Sprich also mit deinen Kolleginnen und Kollegen, ob ein Zimmerspringbrunnen in eurem Büro passend ist.

Eine echte Alternative sind Büropflanzen. Durch Stoffwechselprozesse geben sie Luftfeuchtigkeit ab, gleichzeitig sorgen sie für gute Luft. Außerdem erfreuen sie das Auge und heben die Laune. Voraussetzung ist natürlich, dass sie regelmäßig gegossen werden!

Eine weitere Lösung sind schicke Diffuser.

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Wie erhöhst du die Luftfeuchtigkeit in Sommer und Winter?

Je nachdem, welche Temperatur herrscht, wird die gleiche relative Luftfeuchtigkeit als angenehm, zu viel oder zu wenig wahrgenommen. Bei warmen Temperaturen sorgt bereits wenig Luftfeuchtigkeit dafür, dass wir ins schwitzen kommen und die Luftfeuchtigkeit als unangenehm wahrnehmen.

Im Winter dagegen, wenn die Außentemperaturen sinken, dann empfindest du sogar eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit noch als angenehmen.

Doch auch umgekehrt gilt: Wenn deine Wohnung im Sommer eine angenehme Luftfeuchtigkeit aufweist, kann das im Winter zu wenig sein.

Schuld ist oft die trockene Heizungsluft. Diese trocknet die Schleimhäute aus, dadurch erkälten wir uns schneller.

Die einfachste Möglichkeit, im Winter die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, ist eine Schale Wasser auf dem Heizkörper.

Wenn deine Wohnung aber auch im Sommer eine zu geringe Luftfeuchtigkeit aufweist, dann kann es sein, dass aufgrund der Bauweise der Wohnung oder des Büros nicht genügend Luftfeuchtigkeit in die Räume gelangt. Dann brauchst du andere Lösungen.

Ein Luftwäscher oder ein Klimagerät, das auch die Luftfeuchtigkeit reguliert, sind dann bessere Lösungen für dich.

Wie kannst du die Luftfeuchtigkeit bei Fußbodenheizung oder Kaminofen erhöhen – dauerhaft und schnell?

Wenn die Luftfeuchtigkeit schon vor dem Einbau eines Kamins oder einer Fußbodenheizung relativ niedrig war, dann kann sie nach dem Einbau besonders in der Heizperiode zu niedrig sein. Denn diese Methoden zur Heizung von Wohnräumen trocknen die Luft aus.

Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit zu verändern:

  • Verdunster: Durch natürliche Verdunstung gibt er Wasser an die Luft ab.
  • Dampfluftbefeuchter: Wasser wird bis zum Siedepunkt erhitzt und geht als Dampf in die Luft über.
  • Zerstäuber: Bei hohem Druck wird Wasser durch feine Düsen gedrückt, diese erzeugen einen nebelähnliche Tröpfchen.

Pflanzen, Schälchen und Zimmerspringbrunnen erfüllen im wesentlichen die gleiche Aufgabe wie ein Verdunster. Wenn es besonders rasch gehen soll, kannst du mit einem einfachen Zerstäuber für Blumen in die Luft spritzen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit kurz, ist aber keine Dauerlösung.

Achtung: Holzböden und edles Parkett, sowie Holzmöbel (besonders Antiquitäten) können durch trockene Luft geschädigt werden!

Wenn du zu den Bastlern gehören solltest, dann erfährst du hier, wie du dir deinen eigenen Luftbefeuchter basteln kannst:

Wie kannst du die Luftfeuchtigkeit mit Pflanzen erhöhen?

Pflanzen geben durch ihren Stoffwechsel genauso wie wir Menschen Wasser in die Umgebung ab.

Bei uns Menschen geschieht das über die Atmung, bei Pflanzen geschieht das ganz ähnlich über Blätter und den Prozess der Photosynthese.

Immergrüne Pflanzen: Ein Blickfang zu jeder Jahreszeit

Wenn du deine Pflanzen regelmäßig gießt und die Blätter schön sauber hältst, dann fungieren sie wie ein natürlicher Luftbefeuchter und Luftwäscher.

Denn nicht nur die Luftfeuchtigkeit steigt, auch die Luftqualität nimmt zu, da die Pflanze Schadstoffe im Boden bindet.

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Guten Morgen 😊 bin gerade wie jeden Morgen und Abend dabei meine Pflanzen zu besprühen, damit sie ( vor allem die Calatheen) keine braunen Flecken an den Blättern bekommen. Wenn man sich daran hält, dann sind sie sehr dankbar und pflegeleicht 💗 Auf diesem Bild sehr ihr zb die Calathea Warscewiczii, die gerne als Oberzicke betitelt wird 😅 Ich habe sie zwar noch nicht lange, aber sie macht sich bis jetzt genauso gut wie meine anderen Calatheen. Ich denke für den Sommer werde ich mir aber zusätzlich einen Ultraschall-Luftbefeuchter bestellen, damit mir nicht der Arm vom ganzen Sprühen abfällt 😂😂 Benutzt ihr einen Luftbefeuchter? Und falls ja, welchen? #urbanjungle #calatheawarscewiczii #humidifier #luftbefeuchter #dusche #pflanzenmuddi #plantlove #plantlady #monsteradeliciosa #calatheazebrina

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Trivia: Was du noch beachten solltest, wenn du die Luftfeuchtigkeit erhöhen willst

Wir haben dir bis jetzt das wichtigste Basiswissen über Luftfeuchtigkeit zusammengetragen. Aber das Leben ist manchmal komplexer als der Durchschnitt und die Fragen manchmal speziell.

Deshalb haben wir im Folgenden noch ein paar Spezialfragen für dich beantwortet.

Wie erhöhst du die Luftfeuchtigkeit im Brutkasten und im Terrarium?

Trockene Luft im Terrarium ist die Hauptursache für trockene Haut von Reptilien. Eine Wasserschale oder dekorative Brunnen reichen deinen Tieren oft nicht aus, um genügend Feuchtigkeit aufzunehmen.

Es gibt jede Menge Terrariumtechnik speziell dafür, am besten eignen sich spezielle Vernebler für Terrarien.

Im Brutkasten oder Inkubator musst du ständig auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten. Das passiert meist über Wasserschälchen.

Wenn du nicht die passende Luftfeuchtigkeit erreichst, hilft es dir vielleicht, das Wasser zu erwärmen, so verdampft es leichter.

Wie erhöhst du die Luftfeuchtigkeit für Pflanzen oder in der Growbox?

Natürlicherweise geben Pflanzen Luftfeuchtigkeit ab. Wenn du diese allerdings in einer Growbox aufziehst, kann es sein, dass du Probleme bei der Luftfeuchtigkeit bekommst.

Bevor du dir zu große Sorgen um deine Pflanzen machst: Überprüfe die Temperatur an verschiedenen Orten in der Box!

Besonders frisch geschnittene Stecklinge brauchen erhöhte Luftfeuchtigkeit zwischen 55 und 70 %. Später führt eine so hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmelbildung. Du erhöhst die Luftfeuchtigkeit entweder durch einfaches Sprühen oder einem elektrischen Diffuser.

In diesem Video erfährst du alles zum Thema Growing und Luftfeuchtigkeit:

Wie erhöhst du die Luftfeuchtigkeit in Passivhäusern und im Auto?

In Autos wirst du typischerweise eher das umgekehrte Problem haben: Zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Scheiben beschlagen.

Wenn du tatsächlich eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Auto haben solltest, kannst du die Armaturen vor der Fahrt feucht abwischen. Das Wasser verdunstet und erhöht die Luftfeuchtigkeit.

In Passivhäusern ist die niedrige Luftfeuchtigkeit so wie bei vielen Neubauten ein bekanntes Problem. Besonders im Winter entsteht durch Lüftungsanlagen zu trockene Luft. Dauerhaft kannst du deine Raumluft mit einem Raumbefeuchter verbessern.

Wie kannst du die Luftfeuchtigkeit in Serverräumen erhöhen?

Serverräumen haben mit speziellen Problemen zu kämpfen, wenn es um die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit geht. Denn so ein Serverausfall kann schnell teuer werden.

Deshalb ist die Richtige Kombination aus Temperaturregelung, Luftbefeuchter und Luftentfeuchter sinnvoll.

Luftentfeuchter Test 2019: Die besten Luftentfeuchter im Vergleich

Die Außentemperatur kann auf Serverräume eine große Auswirkung haben. Da Server andere Anforderungen haben als Menschen, ist es sinnvoll, eine unabhängige Regelung für diese Räume zu installieren. So kann im Bedarfsfall manuell reguliert werden.

Fazit

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen beeinflusst uns mehr, als wir es für möglich halten. Wir empfinden sie unterschiedlich, je nachdem, ob die Temperaturen eher kühl oder warm sind.

Im Sommer ist eine hohe Luftfeuchtigkeit unangenehm, wir wollen bei schwülem Wetter lieber in kühlen, klimatisierten Räumen bleiben.

Doch in manchen Büros, Wohnungen und Häusern gibt es das Problem der trockenen Luft. Grund ist die zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Diese entsteht durch die Bauweise oder Heizart in den Gebäuden. Wer sich öfters oder dauerhaft in Räumen mit zu niedriger Luftfeuchtigkeit aufhält, kann sogar krank werden.

Trockene und juckende Augen, kratzender Hals und schmerzende Schleimhäute sind Folgen. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Nasenbluten können Symptome trockener Luft sein.

Zum Glück gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, wie du die Raumluft bei dir zuhause hin zur idealen Luftfeuchtigkeit regulierst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Grandjean, Etienne. „Die Luftfeuchtigkeit.“ Zeitschrift Für Präventivmedizin 7.1 (1962): 405-18.

[2] Schüepp, Max, Charlotte Urfer, and Schweizerische Meteorologische Anstalt. Klimatologie Der Schweiz : 1, D, Luftfeuchtigkeit, [1] : Relative Feuchtigkeit 1931-1960; 1901-1960 / Von M. Schüepp U. Ch. Urfer. Zürich: Zentralanstalt, 1971.

[3] https://www.dguv.de/medien/ifa/de/pub/grl/pdf/2007_009.pdf

[4] https://www.energieforschung.at/assets/project/downloads/Passivhaus-2-Generation.pdf

Bildquelle: 123rf.com / 69612822

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