Heiße Sommer, stickige Luft und kein Wind oder Lüftchen weht. Die Sommer werden immer heißer und trotzdem kann man nicht immer ans Meer oder ins Schwimmbad flüchten. Dabei hilft dann vor allem ein Klimagerät.

Die Geräte sind mittlerweile modern, flexibel und vielfältig einsetzbar. In unserem großen Klimagerät Test 2019 erfährst du alle wichtigen Informationen rund um das Thema des angenehmen Raumklimas. Vor allem solltest du dir über Mobile Monoblock-Klimageräte, mobile Splitgeräte oder fest installierte Splitgeräte Gedanken machen. So findest du die besten Klimageräte für deine Bedürfnisse und deinen Raum, für das perfkte, angenhem kühle Klima.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der große Vorteil eines Klimageräts liegt in der natürlichen Regulierung der Raumtemperatur. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zentralen und dezentralen Klimageräten.
  • Dezentrale Klimageräte werden in mobile Monoblock-Klimagräte, mobile Splitgeräte und fest installierte Splitgeräte unterteilt.
  • Die Artikelgröße, die Funktionen, die Leistung, der Energieverbrauch und die Lautstärke sind entscheidende Kaufkriterien bei der Wahl eines geeigneten Klimageräts.

Klimagerät Test: Favoriten der Redaktion

Das beste mobile Klimagerät

Das mobile Klimagerät De’Longhi Pinguino PAC N112 bietet dir für einen gehobenen Preis eine leistungsstarke und dennoch ungewöhnlich Lösung, deine Räume zu kühlen und zu entfeuchten. Es handelt sich hierbei um ein Monoblock-Klimagerät mit einem Gewicht von 30 kg und Maßen von 75,0 cm x 44,9 cm x 39,5 cm. Mit einer maximalen Leistung von 2.900 Watt eignet sich das Gerät für bis zu 110 m³. Es punktet zudem mit Energieeffizienzklasse A+ und einem Geräuschpegel von nur 50 dB.

Das De’Longhi Pinguino PAC N112 arbeitet mit dem Luft-Luft-System und der Real-Feel-Technologie, durch die sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit automatisch anpassen. Die Bedienung über ein Display am Gerät ist ebenso möglich wie über die Fernbedienung. Die Verwendung des natürlichen Kühlmittels R290 spricht ebenfalls für dieses mobile Klimagerät aus dem Hause De’Longhi.

Das beste mobile Klimagerät mit Abluftschlauch

Die De’Longhi Pinguino PAC N82 ECO Silent ist ein Klimagerät für Räume bis zu 80 m³. Das Gerät kühlt somit große Räume auf eine Temperatur zwischen 20 – 22° Grad herunter. Zusätzlich kann das Klimagerät auch als vollwertiger Luftentfeuchter benutzt werden.

Das Gerät lässt sich ganz einfach über eine Fernbedienung bedienen. Des Weiteren verfügt die De’Longhi Pinguino PAC N82 ECO Silent über einen 12 Stunden Timer und ein Fehlerdiagnose-System.

Die beste Inverter Split Klimaanlage

Die Argo Ulisse 13 DCI ist eine Inverter Split Klimaanlage mit Fernbedienung und Timer. Mit diesem Klimagerät ist eine fixe Installation nicht notwendig. Mit dem einzigartigen trennbaren AEROQUICK Schnell-Anschlüsse-System zwischen Innen- und Außeneinheit besticht sie durch Flexibilität und auch mit dem angenehmen Lautstärkepegel kann dieses Modell punkten. Mit einem Gewicht von 27 kg zählt dieses Gerät zu den kleineren Inverter Split Klimaanlagen.

In Relation zur Größe des zu kühlenden Raumes sind die kompakten Maße der Argo Ulisse 13 DCI eine gute Lösung. Die Klimaanlage kühlt Räume bis 110 m³ relativ gut. Zudem fällt sie in die stromsparende Energieeffizienzklasse A. Der Stromverbrauch von 250 kWh/Jahr ist im direkten Vergleich zu anderen Inverter Split Klimageräten ein geringer Wert und die Kühlleistung von 4.000 Watt sehr gut. Mit der angeführten Geräuschentwicklung von nur 37 dB ist dieses Klimagerät zudem außergewöhnlich leise.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Klimagerät kaufst

In den folgenden Abschnitten wollen wir die alle Fragen beantworten, die du zum Thema Klimagerät hast. Wir stellen dir zum Beispiel die verschiedenen Arten vor, wo du ein Klimagerät kaufen kannst und welche Vorteile dieses gegenüber anderen Methoden hat.

Was ist der Vorteil eines Klimagerätes gegenüber anderen Methoden?

Die Menschen wussten schon vor Jahrtausenden, wie man durch geschickte Bauweise der Hitze von außen trotzen kann. Doch setzen Architekten heute andere Prioritäten. Viel Glas lässt beispielsweise auch viel Strahlung und damit Wärme ins Innere. Vielerorts kann es gar nicht mehr vermieden werden, dass sich an heißen und sonnigen Tagen ohne Klimatisierung das ganze Haus aufheizt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen, wie zum Beispiel einem Ventilator, kann bei einem Klimagerät die exakte Raumtemperatur eingestellt werden. (Bildquelle: 123rf.com / alexlmx)

Klimaanlagen können dann Abhilfe schaffen. Durch sie kannst du die Raumtemperatur genau auf den gewünschten Wert (zum Beispiel 20 °C) heruntersetzen. Dadurch wird es weder zu kalt noch zu warm. Des Weiteren sorgen Lüftungsfunktionen für Frischluftzufuhr und der Abführung von eventuell unangenehm riechender oder sogar gesundheitsschädlicher Luft.

Herkömmliche und vor allem billigere Produkte helfen bei dauerhafter Hitze dagegen nur kurzweilig. Dazu zählt zum Beispiel ein normaler Fächer oder ein elektrischer Ventilator. Ein Fächer bringt dir vielleicht für den Moment ein bisschen frische Luft, doch eigentlich wirbelst du damit nur die ohnehin schon warme Luft weiter auf und strengst dich körperlich an. Sobald du dann mit dem Fächern aufhörst, wird dir doppelt so warm sein wie vorher.

Auch ein Ventilator kann einer Klimaanlage nicht das Wasser reichen. Er kühlt dich zwar ab, allerdings lässt sich die Temperatur nicht einstellen und sobald dein Körper sich an die kühle Luft gewöhnt hat, wird die sehr schnell kalt werden.

Natürlich solltest du auch bei dem Einsatz eines Klimagerätes trotzdem ein paar Hinweise beachten:

  • Kälteschock: Ist der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur zu groß, droht beim Eintritt in den gekühlten Raum ein Kälteschock, der Erkältungskrankheiten mitten im Sommer begünstigt. Die eingestellte Temperatur sollte darum nicht mehr als sechs Grad Celsius unterhalb der Außentemperatur liegen.
  • Regelmäßige Wartung: Durch schlechte Belüftung leidet das Wohlbefinden. Schlecht gewartete Klimasysteme können Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze verbreiten und nicht, wie gewünscht, Schadstoffe abführen. Sorge also immer dafür, dass dein Klimagerät sauber ist und richtig funktioniert.
  • Energieverbrauch: In Ballungsräumen können der hohe Energieverbrauch, die Abwärme und die Lärmbelastung zum Problem werden, wenn viele Räume gleichzeitig klimatisiert werden. Zentrale oder Multisplit-Systeme sind daher gegenüber Monoblock- oder Singlesplit-Systemen zu bevorzugen.

Welche Arten von Klimageräten gibt es?

Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Angebote für Klimaanlagen. In unserem Entscheidungsteil findest du ausführliche Informationen, sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte. In diesem Abschnitt wollen wir dir erst einmal nur die einzelnen Arten vorstellen und für welche Bereiche diese eingesetzt werden können.

Generell unterscheidet man in zentrale und dezentrale Klimaanlagen. Zentrale Klimaanlagen eignen sich für die Klimatisierung kompletter großer Gebäude. Denn hier befindet sich die ganze Technik in einem Gerät, das meist im Keller untergebracht ist. Die Verteilung der Luft erfolgt über ein kompliziertes Kanalsystem in alle Räume.

In Eigenheimen, Wohnungen oder einzelnen Räumen eignet sich eine dezentrale Klimaanlage.  Durch die kleineren Anlagen wird weniger Strom verbraucht eine umständliche Montage meist nicht nötig ist. Welche dezentralen Geräte es gibt, erfährst du in der folgenden Tabelle.

Gerät Beschreibung
Mobile Monoblock-Klimageräte Das Gerät steht im zu kühlenden Raum. Es gibt Geräte mit und ohne Schlauch. Geräte mit Schlauch benötigen einen Zugang nach Draußen (zum Beispiel durch ein offenes Fenster, während Geräte ohne Schlauch einen Wassertank zum kühlen benutzen.
Mobile Splitgeräte Zwei-teiliges Gerät. Der Kompressor befindet sich dabei außerhalb des Gebäudes. Dort wird Außenluft angesaugt und zu einem Kühlmittel hinzugezogen. Die Luft fließt dann zur zweiten Einheit. Diese befindet sich im zu kühlenden Raum und enthalt einen Verdampfer und einen Ventilator, der die kühle Luft dann in den Raum hineinbläst.

Was ist bei der Installation von Klimageräten zu beachten?

Da zentrale Klimasysteme fest im Gebäude integriert sind, sind sie immer ein Fall für den Fachmann. Monoblockgeräte musst du in der Regel einfach nur an einem geeigneten Ort aufstellen.

Umständlich kann hier die Verlegung der Schläuche werden. Am besten führst du sie durch ein angekipptes Fenster. Achte dabei darauf, dass der Spalt gut abgedichtet ist, damit die warme Abluft nicht sofort wieder ins Zimmer zurückströmt. Alternativ hast du die Möglichkeit, Löcher in die Wand zu bohren.

Bei Splitgeräten ist der Installationsaufwand größer als bei Monoblock-Klimageräten.

Theoretisch ist der Einbau mit etwas handwerklichem Geschick selbst machbar. Um Garantieansprüche nicht zu gefährden, solltest du aber auf jeden Fall einen Montageservice in Anspruch nehmen. Die meisten Klimaanlagenfachhändler bieten ihn für 250 bis 600 Euro an. In fünf Stunden sollte die Installation abgeschlossen sein.

Kann ich mit einer Klimaanlage auch heizen?

Mit vielen Split-Modellen kann auch geheizt werden. In der Übergangszeit, also im Frühjahr oder Herbst, oder als Zusatzheizung kann diese Variante sogar sparsamer sein als die ausschließliche Nutzung von herkömmlichen Heizungen. Bei dauerhaftem Frost unter -15 °C stoßen Klimaanlagen allein allerdings an ihre Grenzen.

Wie viel kostet ein Klimagerät?

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Typen und Modelle variieren die Preise für Klimageräte sehr stark. Einfache mobile Geräte in Kompaktausführung sind schon für weniger als 100 Euro zu haben, doch können Systeme für die gewerbliche Nutzung einige Tausend Euro kosten.

Mit einem mittleren bis höheren dreistelligen Betrag solltest du bei Split Klimaanlagen auf jeden Fall rechnen, bei mobilen Splitgeräten sogar mit mindestens 1.500 Euro.

Typ Preis
Monoblock-Klimagerät ab ca. 70 Euro
Split-Anlage ab ca. 350 Euro
Mobiles Splitgerät ab ca. 1.500 Euro

Wo kann ich ein Klimagerät kaufen?

Dezentrale Klimageräte gibt es in Elektronikfachmärkten, Verbrauchermärkten, Baumärkten und natürlich im Online-Versandhandel. Für leistungsstärkere Modelle lohnt sich ein Besuch beim Fachhändler für Klimaanlagen.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Klimageräte in Deutschland derzeit bei den folgenden Shops nachgefragt:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Media Markt
  • Saturn
  • Obi
  • Conrad

Alle Klimaanlagen, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Geschäfte versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Modell gefunden hast, das dir zusagt.

Welche Alternativen gibt es zu einem Klimagerät?

Du musst dir natürlich nicht direkt ein Klimagerät anschaffen. Zuerst solltest du abwägen wie oft das Gerät überhaupt zum Einsatz kommt oder ob du nicht auch ohne ein Gerät etwas gegen die Hitze unternehmen kannst.

Generell helfen auch einige Methoden, die kein elektronisches Gerät erfordern. Dazu gehören zum Beispiel Jalousinen oder blickdichte Vorhänge, die die direkte Sonneneinstrahlung in den Raum verhindern können. Dadurch wärmt sich der Raum nicht so schnell auf.

Wie wir weiter oben im Artikel auch schon erwähnt haben, gibt es natürlich auch die Möglichkeit einfach einen Ventilator zu kaufen. Dieser kann einem Klimagerät zwar nicht das Wasser reichen, eignet sich jedoch besonders wenn du diesen nicht regelmäßig benutzen möchtest.

Entscheidung: Welche Arten von Klimageräten gibt es und welche ist die richtige für mich?

Grundsätzlich unterscheidet man Klimasysteme nach ihrer Bauweise folgendermaßen:

  • Mobile Monoblock-Klimageräte
    • Mit einem Abluftschlauch
    • Mit Zu- und Abluftschlauch
    • Ohne Schlauch
  • Mobile Splitgeräte (mit Außeneinheit)
    • Fest installierte Splitgeräte (mit und ohne Inverter)
      • Single-Split
      • Multi-Split

Welcher Typ für dich zu empfehlen ist, hängt von der Anzahl und Größe der Räumlichkeiten ab, in der du sie einsetzen möchtest, den speziellen Begebenheiten vor Ort wie Bauvorschriften, Vorgaben des Vermieters, Beschaffenheit der Wände oder Platzangebot, auf welche Funktionen du Wert legst, wie oft du sie überhaupt voraussichtlich benutzen wirst und wieviel du bereit bist auszugeben.

Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Klimageräten sich am besten für dich eignet. Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten von Air Conditioning vor und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Was kennzeichnet mobile Monoblock-Klimageräte und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Alle Komponenten des tragbaren Monoblock-Klimageräts oder Kompakt-Raumklimageräts sind in einem Gehäuse im zu kühlenden Zimmer untergebracht und nehmen hier entsprechend Platz weg.

Es gibt sie meistens mit einem oder zwei mindestens 15 Zentimeter dicken Schläuchen. Bei diesen beiden Varianten leitet ein Kompressor die warme Luft über einen Abluftschlauch durch einen Fensterspalt oder ein Loch in der Wand nach draußen ab. Das verursacht Lärm.

Vorteile
  • Relativ preiswert
  • Einfache Installation
Nachteile
  • Verbraucht Platz
  • Sehr laut
  • Sehr ineffizient

Mobile Klimaanlage mit einem Schlauch

In der Einschlauchvariante muss durch Spalten oder Risse wieder warme Luft von außen einströmen, damit kein Unterdruck entsteht. Das geht auf Kosten der Effizienz.

Mobile Klimaanlage mit zwei Schläuchen

Ein Zuluftschlauch löst das Problem der von außen einströmenden warmen Luft, was die Effizienz leicht erhöht. Dafür musst du nun mit zwei dicken Schläuchen hantieren.

Monoblock-Klimageräte ohne Schlauch

Gelegentlich werden Monoblock-Klimageräte ohne Schlauch angeboten. Sie verbrauchen zwar weniger Strom und lösen das Platzproblem mit dem unhandlichen Schlauch. Doch Kühlung kann nur durch einen Ventilator in Verbindung mit einem Kaltwasserbehälter oder einem Kühlakku erreicht werden.

Bei der ersten Variante wird die Luft in deinem Raum durch Verdunstung aber feuchter, also schwül, bei der zweiten musst du den Akku im Kühlschrank kühlen, der dadurch den Raum wieder aufheizt.

Wenn der Kühlschrank im zu kühlenden Zimmer steht, dann kauf dir statt der zweiten Variante lieber gleich einen einfachen Ventilator.

Wie sind mobile Splitgeräte mit Außeneinheit aufgebaut und welche Vorteile haben sie?

Mobilgeräte in Split-Ausführung sind in zwei Einheiten aufgeteilt, die durch zwei Leitungen miteinander verbunden sind. Das Kälteaggregat befindet sich im Freien, während Verdampfer und Ventilator den Raum kühlen.

Vorteile
  • Leistungsfähiger
Nachteile
  • Sehr laut
  • Teuer

Das ist deutlich effizienter. Entsprechend sind hier leistungsfähigere Geräte erhältlich. Leider ist der Kompressor in dieser Variante meistens ebenfalls drinnen, sodass du eine erhöhte Lärmbelastung in Kauf nehmen musst.

Wie funktionieren festinstallierte Splitgeräte und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Bei festen Klimaanlagen in Split-Bauweise sind die lauten Kompressoren im Außenteil untergebraucht. Die Innenteile sind dadurch kleiner und können an der Wand oder an der Decke angebracht werden, was viel Platz spart, aber den Installationsaufwand erhöht.

Vorteile
  • Sehr leistungsstark
  • Sehr energieeffizient
  • Sehr leise
  • Platzsparend
  • Heizfunktion
Nachteile
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Aufwändigerer Einbau

Bei Single-Split-Geräten ist das Außenteil nur mit einem Innenteil verbunden, bei Duo-Split mit zweien und bei Multi-Split-Anlagen entsprechend mit mehreren. Das heißt, du kannst auch mehrere Zimmer kühlen.

Viele Split Klimageräte besitzen zudem eine Heizfunktion für kalte Tage. Split Klimaanlagen mit Inverter sind zwar teurer als die ohne. Dafür regeln sie die Leistung nach Bedarf.

Sie schalten sich also nicht immer an und aus, wodurch eine konstantere Temperatur und noch bessere Effizienz erreicht wird. Darüber hinaus werden die mechanischen Bauteile weniger beansprucht.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Klimageräte vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Klimaanlagen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Art des Klimasystems
  • Größe
  • Funktionen
  • Leistung
  • Energieverbrauch
  • Lautstärke

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese einordnen kannst.

Art des Klimasystems

Auf die Bauweise, also zentral oder dezentral, mobil oder fest installiert, Monoblock oder Split, sind wir bereits weiter oben im Detail eingegangen. Trotzdem möchten wir dich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass sie das wohl wichtigste Kriterium beim Kauf einer Klimaanlage ist und das Endergebnis maßgeblich beeinflusst.

Stelle dir zunächst die Frage, wo du dir ein angenehmes Raumklima verschaffen möchtest, welche Bedingungen dort vorherrschen und was auf jeden Fall verändert werden soll, um dein Ziel zu erreichen.

Befindet sich dein zu kühlendes Zimmer beispielsweise auf der Sonnenseite oder im Dachgeschoss, solltest du ein bedeutend leistungsfähigeres Gerät kaufen, da sich dieses Zimmer besonders oft und schnell aufheizt.

Größe

Dezentrale Klimaanlagen nehmen Platz in Anspruch. Am platzsparendsten sind Split Klimageräte, weil wesentliche Bauteile außen angebracht sind. So können die recht kleinen Innenteile an der Wand oder an der Decke angebracht werden.

Raumkompakt-Klimaanlagen haben in etwa die Maße von Reisekoffern und können einen halben bis ganzen Zentner wiegen. Wünscht man sich kleinere und leichtere Geräte, so musst du Abstriche bei der Leistung machen.

Darüber hinaus solltest du darüber nachdenken, wie du den Schlauch beziehungsweise die Schläuche verlegst. Denn sie sind immerhin mindestens 15 Zentimeter dick und damit sehr unhandlich.

Wohnblock mit vielen Klimageräten an der Wand

Wichtige Kriterien bei der Wahl eines geeigneten Klimageräts sind Bauart, Größe, Funktionen, Leistung, Energieverbrauch und Lautstärke. (Bildquelle: pixabay.com / StockSnap)

Funktionen

Um ein angenehmes Raumklima zu schaffen, gibt es Lüfter, Heizungen und Kühlgeräte sowie Be- und Entfeuchter in verschiedenen Ausführungen. Vollklimaanlagen kombinieren all diese Funktionen, Teilklimaanlagen vereinen zumindest Lüftung und Temperaturregelung.

Eine Übersicht über die üblichen Gerätebezeichnungen und welche Funktionen geregelt werden, liefert folgende Tabelle:

Gerätebezeichnung Lüftung Heizung Kühlung Befeuchtung
Lüftungsanlage Ja
Luftheizungsanlage Ja Ja
Teilklimaanlage mit Kühlfunktion Ja Ja Ja
Teilklimaanlage mit Befeuchtungsfunktion Ja Ja Ja
Teilklimaanlage mit Kühl- und Befeuchtungsfunktion Ja Ja Ja Ja
Vollklimaanlage Ja Ja Ja Ja

Hinsichtlich der Lüftung unterscheidet man außerdem noch zwischen Klimaanlagen mit Lüftungsfunktion, bei denen Außenluft zugeführt wird, und Klimaanlagen ohne Lüftungsfunktion, bei denen nur Umluft gefahren wird.

Leistung

Weil Klimasysteme verschiedene Aufgaben erfüllen können, wird die Leistung in der Regel für die einzelnen Funktionen getrennt angegeben. Am wichtigsten ist die Kühlleistung, die bei Importgeräten häufig fehlerhaft in der Einheit BTU angegeben wird.

Wir beschränken uns bei unseren Angaben auf die allgemein gebräuchliche und fachlich richtige Einheit Watt. Üblich sind Werte ab 2.000 Watt beziehungsweise 2 Kilowatt. Gibt es eine Heizung, so wird in der Regel auch die Heizleistung in Watt aufgeführt, die für gewöhnlich geringer ist als die Kühlleistung.

Die Lüftungsleistung wird meistens als Luftumwälzung bezeichnet und in Kubikmeter pro Stunde angegeben, die Entfeuchterleistung in Liter pro Tag.

Wenn du mit den vielen Größen nur wenig anfangen kannst, dann hilft dir sicher die empfohlene Raumgröße, wobei hier zu beachten ist, dass die Versprechungen des Herstellers nicht immer eingehalten werden können, wenn die zu kühlenden Räumlichkeiten ungünstig gelegen sind, zum Beispiel direkt unter dem Dach oder an der Südseite des Hauses.

Energieverbrauch

Ein Kühlgerät frisst je nach Leistung sehr viel Strom. Du solltest dir also vorher Gedanken machen, wie oft du das Gerät einsetzt und welche Energieeffizienzklasse dafür sinnvoll ist.

Wenn du dir ein möglichst sparsames Klimagerät anschaffen möchtest, dann schau auf die Energieeffizienzklasse (EEK). Die Skala geht zwar von A+++ (sehr effizient) bis G (weniger effizient), doch werden Anlagen mit Werten schlechter als A kaum noch angeboten.

Je nachdem, welche Funktion dir wichtig ist, kann es von Interesse für dich sein, auch die Performance beim Kühlen oder Heizen zu berücksichtigen. So gibt es Angaben für den stündlichen Stromverbrauch im Kühl- wie im Heizbetrieb sowie für die Energieeffizienzklasse beim Kühlen beziehungsweise Heizen.

Lautstärke

Weil Klimaanlagen für längere Zeiten in der Größenordnung von Stunden oder Tagen in Betrieb sind, kann die Lärmbelastung erheblich sein. Ein Monoblock-Gerät unmittelbar neben dem Bett kann einem in einer heißen Sommernacht genauso den Schlaf rauben wie die Hitze. Ein möglichst leises Gerät ist daher ratsam.

Der Geräuschpegel wird in Dezibel (dB) angegeben. Zu beachten ist, dass bei fest installierten Split Klimageräten der meiste Krach draußen verursacht wird, sodass diese innen viel besser abschneiden als der erste Blick auf die nackten Zahlen vermuten lässt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Klimageräte

Da du jetzt schon einiges über Klimagerätes weißt und dich wahrscheinlich schon für eins entschieden hast, wollen wir dir in diesen letzten Abschnitten noch ein paar hilfreiche Tipps und Ratschläge mit auf den Weg geben.

Was ist bei der Wartung und Reparatur von Klimageräten zu beachten?

Um die Lebensdauer zu verlängern und Keimbildung zu verhindern, ist eine regelmäßige Wartung empfehlenswert. Besonders die Filter, die der Luft Schadstoffe und Mikroorganismen entziehen, sollten ab und an ausgetauscht werden. Auch das kann von professionellen Fachleuten erledigt werden.

Wie kann ich Energiekosten sparen?

Egal welches Klimagerät du dir gekauft hast, es wird mit in die Stromkostenrechnung einfließen. Dabei kommt es natürlich darauf an, wie hoch die Leistung des Gerätes ist, aber auch welche Raumgröße du kühlen möchtest und wie regelmäßig die Klimaanlage im Einsatz ist.

Marktstudie (10/19): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 75 Produkte der Kategorie Klimaanlage Ohne Schlauch genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft Stromverbrauch Kühlen (Jahr) quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Auch wenn du dich bereits für die Anschaffung einer Klimaanlage entschieden hast, lohnt es sich, diese Ratschläge durchzulesen, um so den Stromverbrauch etwas zu senken.

  • Schütz den Raum vor Sonnenstrahlung, z. B. durch Vorhänge, Jalousien oder besser von außen durch Fensterläden, Markisen oder Rollladen.
  • Lüfte nachts oder am frühen Morgen und halte Fenster und Türen während der Tageshitze geschlossen.
  • Gut wärmegedämmte Gebäude verhindern nicht nur das Auskühlen im Winter, sondern auch das übermäßige Erhitzen im Sommer.
  • Ventilatoren können einen erfrischenden Wind erzeugen.
  • Zimmerpflanzen tragen zu einem angenehmen Raumklima bei.

Was bedeutet die Einheit BTU bei Klimaanlagen?

Bei Importgeräten findet man häufig die Bezeichnungen BTU, Btu oder btu. Diese Abkürzung steht eigentlich für British thermal unit und ist definiert als Wärmeenergie, die benötigt wird, um ein britisches Pfund Wasser um ein Grad Fahrenheit zu erwärmen.

Der Wert ändert sich zwar je nach Temperatur des Wassers, doch wurde ein internationaler Standard festgelegt, nach dem eine BTU etwa 1.055 Joule entspricht.

Bei Klimaanlagen ist aber eine Einheit der Kühl-Leistung gemeint, nämlich BTU pro Stunde, also BTU/h. 1.000 BTU/h entsprechen dabei ungefähr 293 Watt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.selbst.de/wie-funktioniert-ein-klimageraet-967.html

[2] http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/So-macht-Sie-die-Klimaanlage-nicht-krank-id34904562.html

Bildnachweis: ElasticComputeFarm / pixabay.com

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