Klimaanlage

Zu kalt, zu warm oder auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit – Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen tragen essentiell zu unserem allgemeinen Wohlbefinden bei.

Schon ein paar Tage Sonne können deine Wohnung unangenehm aufheizen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Eine Klimaanlage kann dir dabei helfen, die Temperaturen in deinen eigenen vier Wänden zu regulieren und so dein Wohlbefinden steigern.

In unserem Klimaanlage Test 2019 haben wir dir alle wichtigen Informationen zum Thema zusammengefasst. Darüber hinaus haben wir dir viele Tipps und Tricks eingebaut, die dir dabei helfen können, die für dich perfekte Klimaanlage zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Klimaanlagen kühlen in kürzester Zeit einen Raum auf eine angenehme Temperatur ab. Dabei erfüllen sie vielfältige Funktionen, die sich von Ventilatoren und Belüftungssystemen unterscheiden.
  • Es gibt Monoblock-Klimaanlagen und Inverter-Splitklimaanlagen. Beide Arten sind in verschiedenen Designs und je nach Bedürfnis als festinstallierte oder mobile Variante erhältlich.
  • Inverter-Splitklimaanlagen eignen sich gut für den Dauerbetrieb und verfügen oft auch über eine Heizfunktion. Monoblock-Klimaanlagen sind meist nicht fest installiert, wodurch sie mobiler einsetzbar sind.

Klimaanlage Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Allrounder Klimaanlage

Der De’Longhi Pinguino PAC AN98 ECO Silentist eine mobile Klimaanlage für Räume mit einer Größe von bis zu 95 m³. Sein weiß-blaues Design mit dem süßen Pinguin unterscheidet ihn von vielen anderen Modellen. Das Monoblock-Klimagerät mit drei Geschwindigkeitsstufen ermöglicht durch die automatische Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung ein optimales Wohlfühlklima von 20 bis 22 °C. Weil die Geschwindigkeit des Ventilators verringert wurde, arbeitet das Gerät besondes leise (63 dB).

Weitere Highlights des De’Longhi Pinguino PAC AN98 ECO Silent sind das automatische Fehlerdiagnose-System und die Verwendung des fortschrittlichen Kältemittels R290*. Dabei handelt es sich um ein natürliches, ungiftiges Gas. Das Monoblick-Klimagerät mit 24-Stunden-Timer wird mit Abluftschlauch, Fernbedienung, Saugkopf, verlängerbarem Querträger, Laufrollensicherung und Abluftdüse für Fenster geliefert.

Die beste mobile Klimaanlage

Die mobile Klimaanlage von Wiland ist ein Air Cooler mit 220 V. Das macht ihn zu einem Leistungsstarken Topprodukt. Die Klimaanlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie dank ihrem Gewicht besonders flexibel ist.

Sie lässt sich überallhin leicht transportieren. Die Klimaanlage von Wiland ist besonders leise und besitzt einen Home Timer zum automatischen Abschalten.

Die beste mini Klimaanlage

Die mini Klimaanlage von D.R zeichnet sich besonders durch ihre kompakte Größe aus. Es handelt sich hierbei um einen Luftbefeuchter, der die Luft reinigt. Dank den USB Anschluss lässt sich die Klimaanlage leicht verbinden.

Sie besitzt drei verschieden Belüftungsstufen und ein LED Nachtlicht in sieben unterschiedlichen Farben. Sie eignet sich durch ihre Größe  für die Nutzung im Schlafzimmer.

Die beste Split Klimaanlage

Die Argo Ulisse 13 DCI ist eine Inverter-Splitklimaanlage. Mit diesem Klimagerät ist eine feste Installation nicht notwendig. Mit dem einzigartigen trennbaren AEROQUICK Schnell-Anschlüsse- System zwischen Innen- und Außeneinheit besticht sie durch Flexibilität und auch mit dem angenehmen Lautstärkepegel kann sie punkten. SIe kühlt den Raum effektiv und hat einen besonders schmalen und flexiblen Verbindungsschlauch

Die Argo Ulisse 13 DCI bietet eine automatische Kondensatverdampfung und verstellbare Lamellen für eine gute Luftaustrittsteuerung. Es gibt einen Überhitzungsschutz und eine Anti-Kipp-Vorrichtung. Die Inverter-Splitklimaanlage ist ideal für Räume bis 110 m³, wobei die Temperatur wahlweise vom Gerät erfasst oder über eine Fernbedienung gewählt wird. Der eingebaute Timer ermöglicht eine automatische Abschaltung nach einer, zwei, vier oder acht Stunden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Klimaanlage kaufst

Eine Klimaanlage ist in den meisten Fällen eine Anschaffung, die für viele Jahre bei dir in Benutzung ist.

In diesem Abschnitt klären wir dich über die wichtigsten Fragen auf, die du dir stellen solltest, bevor du dir eine Klimaanlage kaufst.

Wie funktioniert die Klimaanlage und was sind ihre Aufgaben?

Eine Klimaanlage dient dem Heizen, Befeuchten, Kühlen und Entfeuchten sowie dem Erneuern und Reinigen der Luft. Andernfalls ist es nur eine Teilklimaanlage oder eine Lüftung.

Eine Klimaanlage kann vor allem im Sommer von großem Nutzen sein. (Bildquelle: 123rf.com / Alexander Kharchenko)

Aufgaben einer Klimaanlage

Die Raumklimatisierung hat die Aufgabe, Energie von einem Ort zum anderen zu transportieren. Dort wird sie wieder abgegeben. Eine Klimaanlage tut dies, indem sie der Raumluft Wärme entzieht, sie über einen Verflüssiger und den Kältekreislauf nach außen transportiert und dort wieder abgibt.

Klimaanlagen sind dazu gedacht, ein optimales Raumklima zu erzeugen. Das sollte unabhängig von äußeren und inneren Einflüssen passieren.
Durch Klimatisieren wird die Luft also behandelt. Dabei kommen folgende Systeme zum Einsatz:

  • Nur-Luft-Klimaanalgen
  • Luft-Wasser-Klimaanlagen
  • Luft-Kältemittel-Klimaanlagen
  • Nur-Wasser-Klimaanlagen

Die luft- bzw. wasserführenden Versionen greifen auf Flächenheizsysteme und Flächenkühlsysteme zurück, die mit Wasser gefüllten Kammern haben.

In den zentralen Bauelementen dieser Klimaanlagen wird die zugeführte Luft klimatisiert. Das passiert durch Temperieren, Befeuchten, Entfeuchten und Filtern. Anschließend wird sie ins Hausinnere abgegeben. Die Anlagen bieten eine hohe Flexibilität hinsichtlich der individuellen Klimatisierung von Räumen.

Nur-Luft-Anlagenregeln eignen sich für besonders große Räumen und dort, wo Flächensysteme mit Wasser stören können, etwa im Theater oder in Konferenzräumen. Die Klimatisierung erfolgt komplett über die zugeführte Luft.

Dezentrale Luft-Kältemittel-Anlagen kombinieren eine Splitanlage mit einer KSV, einem Einkanalsystem mit konstanter Zuluft. Sie setzt sich auf einem Verdampfer im Inneren, der dem Raum die Wärme entzieht, und einem Verflüssiger außen zusammen, der die Wärme wieder abgibt.

Eine Splitanlage eignet sich zur Kühlung und Entfeuchtung (bzw. im Wärmepumpenbetrieb zur Erwärmung) eines Raumes. Die Außenluftversorgung erfolgt über die KVS-Anlage.

Monoblock-Geräte

Kühlbetrieb

  • Zunächst wird das Kältemittel im gasförmigen Zustand von einem Kompressor angesaugt. Er komprimiert das Kältemittel und die Temperatur erhöht sich dadurch immens.
  • Das Kältemittel ist nun heiß und gelangt mittels Verdichter zum Verflüssiger bzw. Kondensator. Anschließend wird es von einem Ventilator durch die Außenluft abgekühlt. Das Kältemittel kondensiert daraufhin und wird flüssig.
  • Das nun flüssige Kältemittel ist einem großem Druck ausgesetzt und wird nun über das Expansionsventil zum innenliegenden Verdampfer zurückgeführt.
  • Ein Ventilator sagt die warme Raumluft an. Das flüssige Kältemittel verdampft, wofür Energie benötigt wird. Die entsteht, wenn der der Raumluft die Wärme entzogen wird. Dadurch kühlt sie ab und kann wieder in den Raum abgegeben werden.
  • Durch die Verdampfung ist das Kältemittel wieder gasförmig, gelangt zurück in den Kompressor und wird dort erneut verdichtet. Es kann im gesamten Prozess nicht verloren gehen, weil der Kühlkreislauf hermetisch abgeriegelt ist. Allerdings kondensiert Wasserdampf am Verdampfer. Für die Ableitung ist eine Rohrleitung notwendig.

Heizbetrieb

Soll die Klimaanlage heizen, dreht sich der Prozess um: Der Außenluft wird Wärme entzogen und im Raum abgegeben.

Was sind die Vor- und Nachteile von Klimaanlagen gegenüber herkömmlichen Lüftungsanlagen?

Zentrale Lüftungsanlagen bereiten die Raumluft energieeffizient auf. Sie erfüllen alle Anforderungen an die Qualität und Temperatur der Luft, die Luftfeuchtigkeit, die Lautstärke im Betrieb und die Zugfreiheit. Deswegen haben sie sich bewährt.

Vorteile
  • Leiser Betrieb
  • Energieeffizienz
  • Leistungsfähige Wärmerückgewinnungssysteme
  • Temperatur
Nachteile
  • Ohne regelmäßige Wartung entstehen Keime
  • Kälteschock ohne Regulierung
  • Je nach Einsatzdauer und -leistung hohe Energiekosten

Zentrale Lüftungsanlagen werden in der Regel an der verkehrsabgewandten Gebäudeseite dicht über den Boden und wind- sowie regengeschützt installiert.Sie transportieren im Winter warme und im Sommer kühle Außenluft ins Gebäude.

Wegen ihrer Größe können Komponenten mit hohen Wirkungsgraden eingesetzt werden. Leistungsfähige Wärmerückgewinnungssysteme steigern zudem die Energieeffizienz.
Vollwertige Klimaanlagen haben fünf Funktionen, die andere Luftsysteme nicht vereinen:

  • Heizen
  • Befeuchten
  • Kühlen
  • Entfeuchten
  • Erneuern und Reinigen der Luft

Oft wird jedoch bereits von einer Klimaanlage gesprochen, wenn sie die Funktion Kühlen erfüllt.

Gibt es auch mobile Klimaanlagen?

Klimaanlagen bzw. Klimageräte können auch mobil sein. Wir erklären dir im weiteren Verlauf noch, wie diese Geräte funktionieren. Meist sind mobile Klimageräte für Wohnungen und einzelne Zimmer geeignet, weil sie nicht so viel Platz wegnehmen und keine große Installation benötigen.

Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage und wie effizient ist sie?

Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie wirksam ein Klimagerät Strom in Kälte umwandelt. Je weniger Strom benötigt wird, um eine bestimmte Kühlung zu erreichen, desto ökonomischer arbeitet das Klimagerät.
Die Energieeffizienz wird in A bis G eingestuft, wobei Geräte der Klasse A besonders energiesparend sind. Die in dieser Hinsicht besten Klimaanlagen haben die Klasse A+++. Sie sind allerdings recht teuer in der Anschaffung.

Ein weiterer Anhaltspunkt für den Wirkungsgrad ist der COP-Wert. Klimaanlagen der Energieeffizienzklasse A liegen hier bei mindestens 3,2. Diese Zahl besagt, dass aus einem Kilowatt elektrischer Leistung mindestens 3,2 Kilowatt Kälteleistung gewonnen werden.

Klimaanlagen sind bekannt als Stromfresser, aber mithilfe der Angabe des Wirkungsgrades, auch Energieeffizienzklasse genannt, Stromanbieter und Dauer des Einsatzes kann man die Kosten relativ gut abschätzen.

Eine mobile Klimaanlage verbraucht ca. 0,24 Euro pro Stunde, eine Split-Klimaanlage ca. 0,17 Euro pro Stunde und eine Wärmepumpe ca. 0,90 Euro pro Stunde.

Was kostet eine Klimaanlage?

Der Preis für eine Klimaanlage ist von vielen Faktoren abhängig – unter anderem ob es eine festinstallierte oder eine mobile Klimaanlage ist – und beginnt bei etwa 100 Euro.

Typ Kosten inklusive Installation Stromverbrauch
Zentrale Gebäude-Klimaanlage Auf Anfrage Auf Anfrage
Mobile Klimaanlage ca. 100 bis 1.000 Euro ca. 0,24 Euro pro Stunde
Split-Klimaanlage ab ca. 2.250 Euro ca. 0,17 Euro pro Stunde
Wärmepumpe ab ca. 15.000 Euro ca. 0,90 Euro pro Stunde
Fensterklimaanlage ab ca. 400 Euro Keine Angabe

Zusätzlich musst du bei einer festinstallierten Klimaanlage mit Installationskosten rechnen. Sie betreffen vor allem Splitgeräte, Monoblockgeräte bzw. Fenster-und Wandklimageräte, aber auch zentrale Gebäude-Klimaanlagen.

Je nach Typ der Klimaanlage liegen die Installationskosten bei 400 Euro aufwärts.

Wo kann ich eine Klimaanlage kaufen?

Du findest Klimaanlagen in den gängigsten Elektrofachgeschäften und online unter:

  • Conrad
  • Saturn
  • Amazon
  • Media Markt

Kann ich eine Klimaanlage auch mieten?

Ja, es gibt diverse Online-Portale, die das Mieten von Klimageräten ermöglichen. Mobile Monoblockgeräten ohne Abluftschlauch kann man sich bereits ab ca. 12 Euro pro Woche ausleihen.

Für wen eignen sich Klimaanlagen?

Luftkühler eignen sich für alle Personen, die sich in der warmen und heißen Jahreszeit ein angenehmes Raumklima wünschen.

Eine richtig installierte und dimensionierte Klimaanlage trägt zur allgemeinen Gesundheit bei.

Klimaanlagen nutzen verschiedene Filter. Dadurch wird die Raumluft gleichzeitig gereinigt. Weil sie die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum regulieren, tragen sie zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Die von den meisten Menschen als angenehm empfundene Raumtemperatur liegt bei 22 bis 24 ºC, die relative Luftfeuchtigkeit bei 45 – 50 Prozent. Dieser Wert ändert sich jedoch je nach Raum, beispielsweise ist die ideale Temperatur im Schlafzimmer niedriger, weshalb viele Menschen sich eine Klimaanlage für ihr Schlafzimmer anschaffen.

Raum Ideale Raumtemperatur Ideale Luftfeuchtigkeit
Schlafzimmer 17-20°C 40-60%
Wohnzimmer 20-23°C 40-60%
Bad 20-23°C 50-70%
Küche 18-20°C 50-60%
Flur 15-18°C 40-60%

Die warme Luft im Sommer enthält sehr viel Feuchtigkeit. Der menschliche Körper empfindet warme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit als sehr unangenehm. Durch die Klimatisierung eines Raumes wird die Luft entfeuchtet und auf eine angenehme Temperatur reduziert.

Welche Alternativen gibt es zu Klimaanlagen?

Es gibt einige Alternativen zur Klimaanlage, die zum Teil auch günstiger in der Anschaffung sind und sicher eine gute Möglichkeit, einen Raum kurzfristig zu kühlen. Dazu gehören mobile Klimageräte ohne Schlauch, Ventilatoren und zentrale Lüftungsanlagen. Es bleibt jedoch zu sagen, dass keine vergleichbare Wirkung erzielt werden kann.

Ein mobiles Klimagerät ohne Abluftschlauch ist oft nicht gleichzusetzen mit einer mobilen Klimaanlage.
Das Klimagerät kühlt, indem es die mithilfe von Wasser, Kühlpads, Eiswürfeln u. Ä. abgekühlte Luft verteilt. Eine echte Klimaanlage hingegen entzieht der Raumluft die Wärme durch einen besonderen Kühlvorgang mithilfe von Kühlmittel.

Noch einmal zusammengefasst die Alternativen:

  • Mobile Klimageräte ohne Abluftschlauch
  • Ventilatoren und Kleinraumventilatoren
  • Zentrale Lüftungsanlagen

Wo kommt eine Klimaanlage am häufigsten zum Einsatz?

Klimaanlagen werden meist dort genutzt, wo wir die meiste Zeit verbringen: am Arbeitsplatz. Am häufigsten kommt eine Klimaanlage in großen Betrieben zum Einsatz. Vor allem zentrale Klimaanlagen, aber auch Decken-und Wandkühlsysteme werden hier schon in der Bauplanung mitberücksichtigt.

Vor allem am Arbeitsplatz ist es wichtig, ein angenehmes Raumklima zu erzielen. Für den privaten Gebrauch gibt es ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Meistens wird hier mit einer dezentralen Klimaanlage gekühlt, etwa durch Monoblockgeräte, Fensterklimageräte oder Monoblockgeräte ohne Abluftschlauch.

Aber auch für den privaten Gebrauch gibt es Decken-und Wandkühlsysteme, die zentral mit der Planung eines Baus eingebaut werden können.

Vor allem in Räumen, in denen man sich sehr oft aufhält und arbeitet, sollte ein angenehmes Raumklima herrschen, das sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Brauche ich eine Kühlung für ein ganzes Gebäude, für ein Zimmer, für den Wohnwagen / Caravan / Camper?

Vor dem Kauf solltest du dir auf jeden Fall überlegen, wie viele Räume gekühlt werden sollen und vor allem die Dauer des Einsatzes der Klimaanlage.

In der Planung deiner Anschaffung solltest du abwägen, ob eine festinstallierte Klimaanlage, die wiederum mit mehr Kosten und Aufwand verbunden ist, oder eine mobilere Variante für deine Bedürfnisse ausreicht.

Wenn du diese Punkte gut durchgedacht hast, dann empfehlen wir für diesen Typ der Klimaanlage Informationen in Fachmärkten, beim Einzelhändler und in Online-Shops einzuholen und diese zu vergleichen.

Entscheidung: Welche Arten von Klimaanlagen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Klimaanlagen unterscheiden sich je nach Arbeitsweise und Aufstellort. So gibt es zentrale und dezentrale Systeme sowie hinsichtlich der Lüftungsfunktion Nur-Luft-, Luft-Wasser-, Luft-Kältemittel- und Nur-Wasser-Klimaanlagen.
Allerdings sind die einzelnen Systeme in der Praxis und im Sprachgebrauch oft nicht genau voneinander zu trennen.

Grundsätzlich lassen sich Klimaanlagen in zwei große Kategorien – zentrale und dezentrale Klimaanlagen – und nach ihrer Bauform einteilen:

  • Zentrale Gebäude-Klimaanlage
  • Dezentrale Klimaanlage
  • Split-Klimaanlage
  • Monoblock-Klimaanlage
  • Inverter-Klimaanlage
  • Fensterklimageräte

Zentrale Gebäude-Klimaanlage

Bei einer zentralen Gebäude-Klimaanlage vereint ein einzelnes Gerät die Funktion der Kühlung und Aufbereitung der Luft. Dafür werden alle Räume über Lüftungskanäle miteinander verbunden. Sie dienen dem Wärmeaustausch.

Manche Klimaanlagen können nicht nur kühlen, sondern auch heizen. (Bildquelle: 123rf.com / Andriy Popov)

Um das zu realisieren, werden zentrale Klimaanlangen meist schon mitgeplant, wenn es um den Bau neuer Häuser geht, die über ein solches System verfügen sollen.

Vorteile
  • Energieeffizienter als dezentrale Klimageräte
  • Einzelne Regulierbarkeit der Räume
  • Geringere Lärmbelästigung als bei dezentralen Anlagen durch zentrale Anlagenteile und Schallschutzklappen
  • Besserer Luftaustausch
Nachteile
  • Hoher Kostenaufwand bei der Anschaffung im gesamten Gebäude
  • Höherer Wartungsaufwand für hygienischen Betrieb
  • Nachträgliches Einbauen problematisch

Dezentrale Klimaanlage

Dezentrale Klimaanlagen wie Splitanlagen und Gebläsekonvektoren behandeln, fördern, filtern und temperieren die Luft im Raum. Ihre Bauweise ähnelt der von Raumklimageräten, dennoch unterscheiden sich beide Systeme.

Vorteile
  • Einbau nachträglich einfacher möglich
  • günstiger in der Anschaffung als zentrale Klimaanlagen
  • Mobilität gegebenenfalls möglich
Nachteile
  • mehrere Klimaanlagen für mehrere Räume
  • weniger energieeffizienter als zentrale Klimaanlagen

Dezentralen Klimaanlagen benötigen zur Kühlung mehrerer Zimmer auch mehrere Klimageräte. Sie eignen sich zum Einsatz in bereits fertiggestellten Häusern.

Splitklimaanlage

Split-Klimageräte bestehen aus zwei Teilen, die über Rohrleitungen miteinander verbunden sind. Durch sie fließt das Kältemittel.

Vorteile
  • Durch 2 Teile-System kann lautere Komponente nach aussen verlegt werden, leisere ins Innere des Raumes
  • Hohe Kühleffizienz
  • Weniger Allergene
  • Gute Lösung des Wärmeabtransportproblems
  • Mehr Leistung
Nachteile
  • Größere bauliche Maßnahmen notwendig / Rohrleitungen durch die Wand
  • Direkte Klimatisierung eines Raumes
  • Auffällig an der Aussenfassade
  • Genehmigung
  • Teurer in der Anschaffung und im Betrieb

Der laute Teil der Splitklimaanlage befindet sich außerhalb des Hauses. Aus ihm wird die warme Luft aus dem Raum geblasen. Der leisere Teil hingegen wird im Raum installiert, wo er die Luft aufbereitet und abkühlt.

Damit kann aber nur ein Raum gekühlt werden. Andernfalls musst du eine Multisplit-Klimaanlage kaufen, die über mehrere Innenteile verfügt.

Für wen ist ein Split-Klimagerät geeignet?

Die Vorteile von Split-Klimageräten liegen klar auf der Hand. Die geringe Lautstärke, die höhere Kühleffizienz und die damit verbundenen niedrigeren Stromkosten machen Split-Klimageräte zur idealen Wahl für alle, die in ihrem Haus nachträglich eine Klimaanlage in einzelnen Räumen nachrüsten wollen.

Inverter-Klimagerät

Ein Inverter-Klimagerät ist eine bessere Split-Klimaanlage. Normale Split-Klimageräte verfügen nur über ein einfaches Thermostat zur Überwachung der Raumtemperatur. Wird die gewählte Temperatur erreicht, schaltet sich das Gerät aus. Wird sie überschritten, schaltet es sich wieder an.

Vorteile
  • Kälteleistung stufenlos
  • Halten von gleichmäßiger Raumtemperatur
  • Energieeffizienter
  • Geräuschpegel geringer
Nachteile
  • Teurer in der Anschaffung
  • Rohrleitungen zwischen Außen-Teil und Innen-Teil müssen permanent durch die Hauswand verlegt werden
  • Bei langfristig konstanter hoher Kühlleistung höherer Energieverbrauch

Geräte mit Invertertechnologie werden sanfter geregelt. Die Kälteleistung erfolgt stufenlos, d. h. das Gerät fährt langsam herunter und nimmt nur allmählich wieder Fahrt auf. Die Raumtemperatur kann so noch gleichmäßiger gehalten werden. Außerdem verbrauchen Geräte mit Invertertechnologie weniger Energie.

Aufgrund des höheren technischen Aufwandes sind sie jedoch teurer. Durch die eingebaute Inverter-Regelung wird die Drehzahl des Verdichters reguliert und dem aktuellen Leistungsbedarf angepasst.

Durch diesen kontinuierlichen Betrieb wird der Wirkungsgrad verbessert, was zu einer Energieeinsparung von bis zu 30 bis 60 Prozent führen kann.

Inverter Split-Klimaanlagen sind daher besonders sparsam und für Multisplitanwendungen zu empfehlen. Ebenso ist der Geräuschpegel geringer.

Zentrale Klimaanlagen sind sehr effektiv. Sie können aber nur sehr schwer nachträglich eingebaut werden. Empfehlenswert sind daher eher Inverter-Splitklimaanlagen, und Monoblock-Klimageräte.

Für wen sind Inverter-Klimaanlagen geeignet?

Inverter-Klimageräte sind die beste Wahl für alle, die einzelne Räume des Hauses nachträglich klimatisieren und dabei auf lange Sicht Betriebskosten sparen wollen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Klimaanlagen, die alle andere Vor- und Nachteile haben. (Bildquelle: 123rf.com / SORAPONG CHAIPANYA)

Das ideale Anwendungsszenario für Inverter-Splitklimageräte sind Räume, die über eine längere Zeit nicht übermäßig stark gekühlt werden sollen. In dieser Situation kommen die Vorteile der Geräte voll zum Tragen.

Monoblock-Klimaanlage mit Abluftschlauch

Bei Monoblock-Geräten handelt es sich um die klassischen mobilen Klimageräte, so wie man sie oft in Baumärkten findet.

Die Bezeichnung Monoblock-Klimagerät kommt daher, dass alle Komponenten der Klimaanlage hier zu einem einzelnen Gerät – typischerweise in Block-Form – zusammengefasst werden.

Die aus der Raumluft aufgenommene Wärme wird bei dieser Art von Klimagerät über einen Abluftschlauch nach außen transportiert. Dieser Abluftschlauch muss dazu durch einen Fensterspalt nach außen geführt werden.

Vorteile
  • Kompakt / wenig Platzverbrauch
  • Mobilität
  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Anpassung an zu kühlende Räume möglich
Nachteile
  • Geräuschpegel
  • Geringere Energieeffizienz durch Abluftschlauch, der durch Fenster gelegt wird – Hitze kann ins Zimmer dringen
  • Hoher Stromverbrauch / nicht für Dauergebrauch geeignet

Für wen ist ein Monoblock-Klimagerät geeignet?

Mobile Klimageräte in Form von Monoblock-Geräten sind aufgrund ihrer niedrigen Kühleffizienz, den dadurch recht hohen Stromkosten und der nicht zu unterschätzenden Lautstärke eher nicht für den Dauerbetrieb über einen längeren Zeitraum geeignet.

Wir empfehlen Monoblock-Klimageräte aufgrund des vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreises und der großen Mobilität deshalb vor allem für Hitzegeplagte, die mit einem mobilen Gerät verschiedene Räume nur temporär abkühlen wollen.

Fensterklimageräte

Andererseits gibt es auch Kompakt-Raumklimageräte, die alle Komponenten in einem Gehäuse enthalten und entweder direkt in eine Wand bzw. ein Fenster eingebaut werden oder als mobiles Gerät im Raum aufgestellt werden.

Häufig werden Fensterklimageräte in Wohnungen, Motels und in kleinen Wohnungen eingesetzt. Sie werden einfach in Wand oder Fenster integriert und sind somit direkt mit der Außenwelt verbunden.

Vorteile
  • Problem der Wärmeableitung gelöst durch direktes Anbringen in Wand und / oder Fenster
  • Weniger Stromverbrauch als bei portablen Monoblockgeräten
  • Geringere Lärmbelästigung als Klimagerät mit Abluftschlauch
Nachteile
  • Ungeeignet, um mehrere Zimmer auf einmal zu kühlen
  • Lautstärke
  • Wanddurchbruch (bei Fenster-Klimageräten)

Aufgrund der Anbringung an der Wand ist das Problem der Wärmeableitung ohne Abluftschlauch gelöst und damit einer der Hauptnachteile von mobilen Klimageräten aufgehoben. Die Kühleffizienz ist damit deutlich höher und an der Wand montierte Klimageräte benötigen in der Folge weniger Strom.

Der größte Vorteil der Klimageräte ohne Abluftschlauch / Fensterklimageräte ist gleichzeitig der größte Nachteil, denn zur Montage ist ein Wanddurchbruch notwendig.

Abhängig von den individuellen Gegebenheiten vor Ort kann es allerdings sein, dass kein Wanddurchbruch erlaubt (Stichwort Vermieter) oder möglich ist. In diesen Fällen können die entsprechenden Geräte natürlich auch nicht installiert werden.

Frage unbedingt vor der Installation deinen Vermieter um Erlaubnis.

Ein weiterer großer Nachteil der Wandmontage ist die Tatsache, dass sich die lautesten Komponenten des Klimagerätes im zu kühlenden Raum befinden. Die Geräuschkulisse ist demzufolge auch bei diesen Geräten entsprechend hoch.

Monoblock-Klimaanlagen ohne Abluftschlauch, also Fensterklimageräte, sind eine eher ineffektive und vor allem veraltete Variante, einen Raum zu kühlen.

Für wen ist ein Klimagerät ohne Abluftschlauch geeignet?

Klimageräte ohne Abluftschlauch vereinen viele Nachteile von Split-Klimageräten mit denen mobiler Klimageräte. Aus diesem Grund lohnt sich ein solches Gerät heutzutage kaum.

Man sollte sich stattdessen lieber direkt für ein Split-Klimagerät oder ein mobiles Klimagerät entscheiden.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Klimaanlagen vergleichen und bewerten

Im Folgenden geben wir die einen Einblick in die unten angeführten Kaufkriterien, die dir beim Bewerten und Vergleichen der Klimaanlagen helfen sollen:

  • Größe und Gewicht
  • Kühlleistung / BTU
  • Kühlung für Raumgröße bis
  • Monoblock- vs. Inverter-Splitklimageräte
  • Timer / Fernbedienung / Abluftschlauch
  • Stromverbrauch / Luftumwälzung
  • Energieeffizienzklasse
  • Kühlen, Heizen, Luftbefeuchten, Ventilieren und Entfeuchten
  • Lautstärke
  • Kühlart

Größe und Gewicht

Ein Kaufkriterium kann die Größe und das Gewicht sein. Vor allem wenn du ein mobiles Klimagerät in Betracht ziehst, können weniger Gewicht und eine kompaktere Größe von Vorteil sein.

Die Größenordnungen bewegen sich bei durchschnittlich 90 x 50 x 30 cm. Das Gewicht bei Monoblock-Kühlgeräte liegt zwischen 11 bis 30 kg bzw. 27 bis 50 kg bei Inverter- Splitgeräten.

Bei Fensterklimaanlagen sind diese Faktoren ebenfalls wichtig, da sie direkt an das Fenster oder die Wand angepasst werden muss.

Kühlleistung / BTU

Ein wesentliches Kriterium beim Kauf einer Klimaanlage ist die Leistung, die sie erreicht.
Die Kühlleistung gibt an, wie viel Wärmeenergie je Zeiteinheit abgeführt wird.

Sie hat zum einen Einfluss auf die entstehenden Betriebskosten, als auch darauf, ob die Kühlleistung der Klimaanlage für die zu kühlende Raumgröße angemessen ist.

Man kann die Kühlleistung mit einer einfachen Formel selbst berechnen:

  • Je Kubikmeter Raumvolumen ist eine Kälteleistung von ca. 40 Watt anzusetzen.
  • Pro Person rechnet man mit einer zusätzlich benötigten Kälteleistung von ca. 100 Watt.

Die BTU zeigt dir die maximale Kühlleistung an. Wenn man von BTU spricht, geht es um Wärmeenergie. BTU, British Thermal Unit genannt, gibt bei der Klimaanlage die Kühlleistung in einer Stunde an.

Je größer dein zu kühlender Raum ist, desto größer sollte dieser Wert sein. 1.000 BTU/h entsprechen rund 293 Watt, 5.000 BTU/h sind etwa 1465 Watt.

Kühlung für Raumgröße bis

Dieses Kriterium ist wichtig für den Kauf, da man auf eine optimale Raumkühlung achten sollte. Weder eine unter- noch eine überdimensionierte Kühlleistung ist für den zu kühlenden Raum sinnvoll. Bei zu wenig Leistung kann es zu einem größeren Stromverbrauch kommen und der Raum wird trotzdem nicht angenehm gekühlt.

Die meisten Monoblock-Klimaanlagen kühlen einen Raum mit einer Größe bis zu 65 m3 am besten.
Inverter Split-Klimaanlagen schaffen eine Kühlung von bis zu 120 m3 großen Räumen.

Monoblock- vs. Inverter-Splitklimagerät

Im Abschnitt Entscheidung sind wir auf die Unterschiede dieser beiden Klimaanlagen-Typen eingegangen.

Je nachdem, ob du ein kompaktes Gerät, das zumeist auch einfacher in der Installation ist ,oder ein zweiteiliges Kühlsystem bevorzugst, bei dem ein Kompressor an die Aussenwand montiert werden muss und durch ein Kupferrohr oder Schlauch mit dem innenliegenden Klimamodul verbunden ist, musst du Überlegungen zu diesen beiden Typen anstellen.

Im Innengerät des Inverter-Splitklimageräts findet die eigentliche Klimatisierung statt, also Filterung, Temperierung und Regulation der Luftfeuchtigkeit.

Der Vorteil ist, dass die lauten Komponenten des Inverter-Splitkühlgeräts außen montiert sind und somit im Vergleich zu Monoklimageräten insgesamt subjektiv leiser arbeiten.

Mehr Kühlleistung kann aber auch hier bedeuten, dass die Invertersplitgeräte einen höheren Geräuschpegel erzeugen. Jedoch bleibt festzuhalten, dass sie für einen Dauereinsatz geeigneter sind als eine Monoblock-Klimaanlage. Inverter-Splitgeräte haben dazu einen weiteren wesentlichen Vorteil: Sie arbeiten energieeffizienter.

Timer / Fernbedienung / Abluftschlauch

Ein Timer gehört bei fast allen Klimaanlagen zur Standardausstattung und hilft dabei, die Kühlung zeitlich festzulegen. So lässt sich die Kühlung beispielsweise abschalten oder während des Schlafens auf einer niedrigeren Stufe laufen.

Mithilfe einer auf einem mobilen Endgerät installierten App hast du oft die Möglichkeit, von einem anderen Ort oder Raum die Kühlung zu regulieren. Zudem solltest du beim Kauf darauf achten, ob du bei einem Monoblock-Klimagerät der Abluftschlauch in der Lieferung enthalten ist.

Stromverbrauch / Luftumwälzung

Der Stromverbrauch wird in Kilowatt pro Stunde berechnet. Auch hier empfehlen wir dir eine Inverter-Klimaanlage, da sich die Rotation des Kompressors an die Raumtemperatur anpasst. Anders als bei On-Off-Splitanlagen reduziert sich die Anzahl der Kompressorumdrehungen sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Der Verbrauch sollte sich zwischen 140 und 346 kWh pro Jahr bewegen.

Die Luftumwälzung gibt an, wie viel Kubikmeter Luft in einer Stunde umgewälzt wird. Sie wird auch Stromvolumen genannt. Die Werte liegen hier zwischen 330 und 650 m3/h.

Energieeffizienzklasse

Seit Januar 2013 gilt die neue EU-Richtlinie zur umweltgerechten Gestaltung von energieverbrauchsrelevanten Produkten, mit der sich die Berechnung und damit die Bezeichnung der Energieeffizienzangaben SEER – Werte für den Kühlbetrieb und SCOP – Werte für den Heizbetreib auszeichnet.

Es handelt sich um saisonale Effizienzangaben, die den Wirkungsgrad des Klimageräts bzw. der Wärmepumpe über das gesamte Jahr in Abhängigkeit vom jeweiligen Klima widerspiegeln.

SEER steht Seasonal Energy Efficiency Ratio. Dieser Wert gibt die Leistungszahl des Klimageräts im Kühlbetrieb über die gesamte Kühlperiode an. SCOP ist die Abkürzung von Seasonal Coefficient of Performance für die Leistung des Geräts im Heizbetrieb über die gesamte Heizperiode.

Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass deine Klimaanlage mindestens die Energieeffizienzklasse A besitzt, um eine energiesparende Klimaanlage einzusetzen und weniger Strom bei gleichzeitig guter Leistung zu verbrauchen.

Kühlen, Heizen, Luftbefeuchten, Ventilieren, Entfeuchten

Diese vier Funktionen werden von einer Klimaanlage erfüllt. Theoretisch kann jede Klimaanlage heizen, aber in der Praxis ist das oft nicht der Fall. Weiterhin ist es fraglich, ob die Heizleistung besser ist als die anderer Heizsysteme.

Diese vier Faktoren tragen zu einem angenehmen Raumklima bei, erhöhen die Luftqualität, verringern Keime und Schädlinge und können sich durchaus positiv auf Allergiker auswirken. Je mehr Funktionen die Klimaanlage besitzt, desto mehr Möglichkeiten bestehen, die optimale Raumatmosphäre herzustellen.

Lautstärke

Die Lautstärke ist ein wichtiges Kaufkriterium, da sich die Klimaanlage immer in dem Zimmer befindet, wo wir arbeiten, schlafen und leben.

65 Dezibel sind Standard, aber im Dauerbetrieb werden sie subjektiv als laut empfunden. Bei dieser Lautstärke empfehlen wir für den Dauerbetrieb eine Inverter-Splitklimaanlage.

Kühlart

Die Kühlart verrät dir, mit welcher Technologie die Klimaanlage funktioniert. Meist wird die Kühlmittel-Lufttechnologie genutzt, manchmal auch die Luft-Luft-Technologie. Grundsätzlich ist der Einsatz von Kühlmitteln kritisch zu sehen, da sie nicht sehr nachhaltig sind.

Neben den indirekten CO2-Emissionen belasten Klimaanlagen, die nach dem Kompressionsprinzip funktionieren, mit ihren treibhauswirksamen Kälteemissionen das Klima.

Die Kältemittel bestehen aus teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW), die entweder als Reinstoff oder als Stoffgemische zum Einsatz kommen.

Häufig wird das Kältemittel R407C und R410A verwendet. Bei zentralen Anlagen kann die Kühlung mittels Kaltwasser mit einer Reihe natürlicher Kältemittel R290 oder R717 (Ammoniak) durchgeführt werden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Klimaanlage

Wie lange gibt es Klimaanlagen schon und wer hat sie erfunden?

Die erste voll funktionsfähige Klimaanlage nach heutigem Prinzip soll von W.H.Carrier 1911 erfunden worden sein. Somit gibt es Klimaanlagen seit mehr als 100 Jahren.Autoklimaanlagen wurden 1938 erstmals von Nash und im selben Jahr auch von Studebaker verwendet.

Gibt es Klimaanlagen, die auch heizen?

Theoretisch sollte es möglich sein. In der Praxis können aber nicht alle Klimaanlagen heizen. In der folgenden Tabelle siehst du, dass es praktisch sein kann, die Klimaanlage als Heizung einzusetzen. Split-Anlagen können dies auch.

Heizungssystem Nutzenenergiekosten Cent/kWh Anschaffungskosten Bemerkungen
Elektroheizung 15,7 bis 17,2 500 bis 5.000 Euro Als Heizlüfter, IR-Strahler, Elektroradiatoren, Nachtspeicherofen
Zimmerolöffnung 9,9 bis 11,5 5.000 bis 8.000 Euro Öltank nötig
Effiziente Inverter-Klimageräte 4,5 bis 4,8 6.500 bis 9.000 Euro Außen- oder Innengerät
Scheitholz-, Kachelofen 3,7 bis 6,1 5.000 bis 15.000 Lager für Brennmaterial, Aschebeseitigung, Scheitholzpreis berücksichtigen

Gibt es Klimageräte ohne Abluftschlauch?

Klimageräte ohne Abluftschlauch werden auch Monoblockgeräte genannt. Sie sind mobil und können zu niedrigen Preisen gekauft werden. Ein Klimagerät ohne Abluftschlauch kühlt, indem es kühle Luft mithilfe von kühlem Wasser, Kühlpads, Eiswürfeln u. Ä. verteilt. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Kühlmittel einzusetzen.

Kann ich eine Klimaanlage selber installieren oder brauche ich einen Fachmann?

Zentrale und dezentrale Klimaanlagen wie beispielsweise eine Split-Klimaanlage und eine Fensterklimaanlage werden von Fachbetrieben installiert. Meistens muss im Vorfeld eine Genehmigung vom Vermieter oder der Gemeinde eingeholt werden.

Für eine garantiert vollwertige Funktionsweise ist unbedingt ein Fachmann notwendig.

Welche Leistung erreicht eine Klimaanlage?

  • Mobile Klimageräte: Kühlleistung von ca. 2 kW
  • Kompakt-/Fenstergeräte: Kühlleistung von ca. 7 kW, werden direkt in die Wand eingebaut.
  • Splitgeräte: Bestehen aus Außen- und Innenteil. Die Verbindung erfolgt über eine isolierte Kupferrohrleitung, die das Kältemittel transportiert. Es können Kühlleistungen bis 15 kW erreicht werden.

Im Dauerbetrieb sind Klimaanlagen ein Stromfresser und können die Betriebskosten in die Höhe treiben.

Welche Auswirkungen haben Klimaanlagen auf Wohnatmosphäre und Gesundheit?

Die Auswirkungen von Klimaanlagen auf die Wohnatmosphäre und die Produktivität bei der Arbeit sind umstritten und werden von vielen individuellen Faktoren beeinflusst. Die Vorteile liegen in der Frischluftzufuhr, die zum Beispiel ein Ventilator nicht bieten kann.

Eine Temperatur von 20 bis 24 °C ist die perfekte Grundlage für eine angenehme Wohnatmosphäre. Wenn die Klimaanlage zu kühl eingestellt ist, kann es zu einem „Kälteschock“ kommen und in Folge dessen zu einer Erkältung.

Vorteile
  • Frischluftzufuhr
  • Bei etwa 20 °C ist der Mensch zu 100 Prozent leistungsfähig
Nachteile
  • 40 Prozent der Befragten fühlen sich durch schlechte Belüftung und Klimaanlagen beeinträchtigt
  • Energieverbrauch, Abwärme und Betriebsgeräusche

Ist der nachträgliche Einbau einer Klimaanlage möglich?

Grundsätzlich gestaltet es sich schwieriger, nachträglich eine zentrale Klimaanlage oder Wand- bzw. Decken-Klimaanlage einzubauen.

Bei Split-Klimageräten, also zweiteiligen Systemen, die meistens mit einem Rohr verbunden sind und durch die Wand verlaufen, verlangen meistens einen Wanddurchbruch. Diese wesentliche Veränderung am Bau kann ohne Genehmigungen gar nicht durchgeführt werden.

Was mache ich, wenn die Klimaanlage nicht mehr kühlt?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Gründliche Reinigung und Filter austauschen
  • Kühlmittel ersetzen

Wenn das nicht hilft oder du dir unsicher bist, solltest du eine Fachfirma zur Wartung beauftragen.

Welches Kältemittel brauche ich für die Klimaanlage?

Ein wichtiger Faktor der Klimaanlage ist das Kühlmittel. Hier sollte darauf geachtet werden, dass es möglichst klimafreundlich ist. Fast gänzlich ohne negativen Einfluss auf die Umwelt kühlen Klimaanlagen mit Eis. Allerdings ist zu bedenken, dass das Eis nach und nach schmilzt und immer wieder erneuert werden muss.

Alternativ können derartige Geräte auch mit Kühlakkus betrieben werden. Klimaanlagen mit Eiskühlung sind mit einem Stromverbrauch von rund 60 bis 70 Watt äußerst sparsam.

Außerdem sind sie günstig in der Anschaffung. Bereits in der Preisklasse von 70 bis 120 Euro gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Modelle, von denen die meisten auch über Luftfilter bzw. Be- und Entfeuchtungsfunktion verfügen.

Der Wasserverbrauch liegt je nach Modell zwischen einem halben und einem Liter pro Stunde. Je nach Temperatur und Größe des Tanks sind Betriebszeiten von bis zu 12 Stunden pro Eisfüllung möglich.

Wie desinfiziere ich eine Klimaanlage?

Die Desinfektion der Anlage kannst du mit Hilfe von speziellen Sprays durchführen. Sie desinfizieren den Verdampfer und das Lüftungssystem der Klimaanlage.

Auf diese Weise wird die Grundlage für eine frische und keimfreie Luft geschaffen. So wird das Lüftungssystem sowohl hygienisch sauber und in Konsequenz von störenden Gerüchen befreit. Denn  saubere Luft ist sehr wichtig.

Diverse Hersteller bieten hierzu die passenden Desinfektionssprays zu günstigen Preisen an. Etwa 99,9 Prozent der schädlichen Mikroorganismen (wie beispielsweise Bakterien und Schimmelsporen) werden durch sie entfernt.

Kaufe unbedingt ein spezielles Spray für mobile Klimaanlagen und keinesfalls ein Spray für Autoklimaanlagen. Dieses eignet sich nicht für mobile Klimaanlagen.

Monoblock-Klimaanlage desinfizieren – so gehts:

Um eine Monoblock-Klimaanlage richtig zu desinfizieren solltest du einige Schritte befolgen, die wir dir hier zusammengefasst aufgeschrieben haben.

  1. Im ersten Schritt musst du Zeitungspapier oder Pappe unter die Klimaanlage legen, um den Boden vor dem Schaum des Reinigungs- bzw. Desinfektionssprays zu schützen.
  2. Anschließend nimmst du den Pollenfilter der Klimaanlage ab und sprühst Schaum in ihren Schlauch.
  3. Danach wird die Klimaanlage auf die höchste Stufe geschaltet.
  4. Nach 15 Sekunden erneut sprühen.
  5. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt.
  6. Anschließend solltest du den Raum verlassen und die Tür schließen.
  7. Nach rund zehn Minuten gehst du wieder hinein und öffnest alle Fenster, um den Raum zu lüften.

Durch diese wenigen Schritte schaffst du es, dass deine Klimaanlage richtig desinfiziert ist.

Wann und warum muss ich meine Klimaanlage warten lassen?

Die Gründe für eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage sind vielfältig. So wird beispielsweise die Entstehung von Pilzen und Keimen verhindert. Dazu kann es kommen, wenn der Filter der Klimaanlage fehlerhaft ist.

Wird der Filter nicht ab und an getauscht, nimmt auch die Kühlleistung ab, weil Staub die Luftströme blockiert. Auch Schimmel kann teure Folgeschäden verursachen. Zudem wirkt sich eine keim- und bakterienbelastete Luftzirkulation nicht besonders positiv auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus.

Klimaanlagen mit mehr als 3 kg Kühlmittel sollten mindestens einmal im Jahr auf Dichtheit geprüft werden. Ersetze die Kühlflüssigkeit regelmäßig und befülle die Klimaanlage neu, damit sie weiterhin gute Arbeit leistet.

Bei kleineren Klimageräten für nur einen Raum ist die Wartung weniger aufwendig. Hier reicht eine Inspektion alle 2 bis 3 Jahre.

Wer wartet eine Klimaanlage?

In der Regel führen Heizungs-, Klima- oder Sanitärfachkräfte Klimaanlagenwartungen durch.

Je nach Größe und Komplexität der Anlage solltest du die Kältetechnik von einem Elektriker überprüfen lassen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/So-macht-Sie-die-Klimaanlage-nicht-krank-id34904562.html

[2] http://www.energieagentur.nrw/content/anlagen/adiabate_kuehlung.pdf

[3] http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/fluorierte-treibhausgase-fckw/anwendungsbereiche-emissionsminderung/gebaeudeklimatisierung

Bildquelle: pixabay.com / matuska

Warum kannst du mir vertrauen?

Lena Schmidt
Lena Schmidt