Auch wenn wir sie nicht so bewusst wahrnehmen wie die Raumtemperatur, so spielt die Luftfeuchtigkeit doch eine entscheidende Rolle. Denn von ihr hängt ab, ob wir uns in einem Raum auf Dauer wohlfühlen können oder nicht.

Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, schwitzen wir leicht und es kann im schlimmsten Fall sogar zu Schimmelbildung kommen. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit trocknet unsere Haut aus, wir fühlen uns müde und ausgelaugt.

Kleine Kinder brauchen besonders stabile Luftfeuchtigkeit. Auch bei Erkältung tut uns eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit gut. Empfindliche Gegenstände wie Musikinstrumente, Oldtimer oder Genussmittel wie Wein und Zigarren brauchen besondere Aufmerksamkeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die relative Luftfeuchtigkeit hängt von der Temperatur ab.
  • Jeder Raum hat eine andere Anforderung an ideale Luftfeuchtigkeit.
  • Es gibt viele Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren.

Unsere Produktempfehlung

Das Thermo – Hygrometer zeigt sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit an. Durch die analoge Verarbeitung ist es besonders nachhaltig und braucht keine Batterien.

Laut Hersteller zeigt es deshalb besonders zuverlässig sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich und in der Sauna die Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich sind Komfortzonen leicht verständlich mit Farben markiert.

Was Kunden am Thermo – Hygrometer besonders schätzen, ist die wunderschöne Verarbeitung und die Zuverlässigkeit. Auch wenn der Preis über den digitalen Produkten liegt, spricht die Wertigkeit und Langlebigkeit für das Produkt.

Was ist Luftfeuchtigkeit?

Als Luftfeuchtigkeit bezeichnet man den Anteil an Wasserdampf in der Luft. Die Luft, die wir atmen, besteht nämlich nicht aus reinem Sauerstoff, sondern aus einem Gas – Gemisch.

Spezielle Messgeräte, sogenannte Hygrometer, stellen die relative Luftfeuchtigkeit fest. (Bildquelle: 123rf.com / 37897729)

Darin befindest sich auch Wasser – in Form von Wasserdampf. Deshalb können wir die Luftfeuchtigkeit auch nicht sehen.

Erst durch den Niederschlag, etwa auf der Autoscheibe oder dem Badezimmerspiegel, können wir hohe Luftfeuchtigkeit sehen. Auch niedrige Luftfeuchtigkeit ist nicht sichtbar. Wir spüren aber die Konsequenzen in Form von trockener Haut und trockenem Hals.

Was bedeutet eine Luftfeuchtigkeit von 100%?

Je nachdem, wie hoch die Temperatur ist und welcher Luftdruck herrscht, kann die Luft eine maximale Menge an Wasser aufnehmen. Diese sogenannte relative Luftfeuchtigkeit ist eine theoretische Annahme und sie liegt immer bei 100 Prozent.

Die relative Luftfeuchtigkeit wird immer in Prozent angegeben. Sie gibt an, wie der Anteil an Wasser, der gerade tatsächlich in der Luft ist zu dem Anteil steht, der theoretisch in der Luft sein könnte.

Wie das genau funktioniert, wird in diesem Video erklärt:

Was ist hohe Luftfeuchtigkeit?

Die Luft kann immer nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen, diese nennt man Sättigungsmenge. Bei 5 Grad Celsius kann ein Kubikmeter Luft etwa 7 Gramm Wasser aufnehmen. Wird der gleiche Kubikmeter Luft auf 30 Grad Celsius erwärmt, kann er ganze 30 Gramm Wasser aufnehmen.

Deshalb bemerken wir eine hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer eher, dann leiden wir unter dem schwülen Wetter.

Die relative Luftfeuchtigkeit ist im Winter allerdings höher, obwohl weniger Wasser in der Luft ist. Die absolute Luftfeuchtigkeit ist die Menge an Wasser, die tatsächlich in der Luft ist.

In der Wüste ist die Luftfeuchtigkeit also eher niedrig, im Regenwald dagegen hoch. Trotzdem kann man bei 100% Luftfeuchtigkeit nicht ertrinken. Denn schließlich kann nicht die Luft nur eine gewisse Menge an Wasser aufnehmen.

Um den Kreislauf bei schwülem Wetter stabil zu halten, hilft:

  • Flüssigkeit: Trinke viel Wasser oder gekühlten Kräutertee. Auch elektrolytische Getränke helfen dabei, den Mineralienverlust durch starkes Schwitzen auszugleichen.
  • Verzicht: Alkohol und Kaffee kurbeln den Kreislauf weiter an, der ohnehin schon auf Hochtouren läuft.
    Ernährung: Vermeide schweres Essen und halte dich an Salate! Die Verdauung benötigt viel Energie und erzeugt Hitze, beides braucht dein Körper bei schwülem Wetter nicht.
  • Sonnenschutz: Halte dich im Schatten auf und bedecke deinen Kopf! Direkte Sonneneinstrahlung bei schwülem Wetter sind gefährlich für den Kreislauf.
  • Bewegung: Vermeide Bewegung bei großer Hitze und verlege sie lieber auf den Abend oder die frühen Morgenstunden.

Was ist der Zusammenhang zwischen idealer Luftfeuchtigkeit und Temperatur?

Die Eigenschaft von Wasser verändert sich mit der Temperatur. So gefriert Wasser ab einer gewissen Temperatur und löst sich ab einer gewissen Temperatur in Wasserdampf auf.

Auch das Wasser, das in der Luft in Form von Wasserdampf ist, verhält sich entsprechend der Temperatur.

In der Luft ist deshalb je nach der Temperatur unterschiedlich viel Wasser. Ist die Temperatur niedrig, kann die Luft nur wenig Wasser aufnehmen. Bei höheren Temperaturen wird auch viel Wasser aufgenommen.

In dieser Tabelle siehst du den Zusammenhang zwischen idealer (Raum-) Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit und dem Wasseranteil in Gramm, der aufgenommen werden kann.

Temperatur 40 % Luftfeuchtigkeit 60 % Luftfeuchtigkeit
-10 Grad 0,86 Gramm 1,28 Gramm
-5 Grad 1,30 Gramm 1,94 Gramm
0 Grad 1,94 Gramm 2,90 Gramm
+5 Grad 2,72 Gramm 4,08 Gramm
+10 Grad 3,76 Gramm 5,64 Gramm
+15 Grad 5,12 Gramm 7,68 Gramm
+20 Grad 6,92 Gramm 10,38 Gramm
+25 Grad 9,20 Gramm 13,80 Gramm
+30 Grad 12,12 Gramm 18,18 Gramm

Deshalb ist die Luftfeuchtigkeit auch von der Jahreszeit abhängig. Im Winter ist relative Luftfeuchtigkeit verglichen mit dem Sommer meist höher.

Es auch ersichtlich wieso wir Hitze sehr unterschiedlich gut vertragen. Viele Menschen fühlen sich bei schwülem Wetter abgeschlagen. Trockene Hitze dagegen ist besser verträglich.

Mit welchem Gerät kann man die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnung und Haus messen?

Die Luftfeuchtigkeit in deinen Wohnräumen kannst du am besten mit einem sogenannten Hygrometer messen. Der Begriff kommt vom griechischen Wort hygrós, was so viel bedeutet wie feucht oder nass und dem Wort métron für Maß oder Maßstab.

Das Hygrometer misst die relative Luftfeuchtigkeit. Gemeinsam mit einem Thermometer kannst du den tatsächlichen Wassergehalt in der Luft bestimmen. Je nachdem, welches Gerät verwendet wird, kannst du unterschiedliche Feuchtemaße bestimmen.

Absorptionshygrometer

Absorptionshygrometer enthalten Materialien, die Wasser anziehen. Je nachdem, wie viel Wasser in der Luft ist, desto mehr dehnt sich dieses Material aus.

Früher waren es menschliche Haare, heute sind es hauptsächlich künstliche Fasern. Das Wetterhäuschen, das Regen und Sonnenschein voraussagt, basiert auf genau diesem Prinzip.

Psychrometer

Bei dieser Messart werden zwei gleiche Thermometer benutzt. Eines davon ist dauerhaft von einem feuchten Mullstrumpf überzogen. Durch Verdunstung wird diesem Wärme entzogen. Der Temperaturunterschied wird genutzt, um so die Luftfeuchtigkeit zu errechnen.

Ist ideale Luftfeuchtigkeit gesund?

Uns ist nicht bewusst, wie sehr die Luftfeuchtigkeit unsere Gesundheit beeinflusst. Wir können sie nicht sehen und bemerken sie erst, wenn wir gravierende Auswirkungen spüren.

Dabei kann sowohl zu hohe als auch zu niedrige Luftfeuchtigkeit Konsequenten für die Gesundheit haben.

Folgen zu niedriger Luftfeuchtigkeit:

  • Trockener Hals
  • Häufige Erkältung
  • Juckende Augen
  • Trockene Haut
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörung
  • Nasenbluten
  • Mattigkeit, Schlappheit

Zu hohe Luftfeuchtigkeit bei den falschen Temperaturen ist ebenfalls nicht besonders zuträglich für die Gesundheit. Auch wenn bei Erkältung eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit positiv wirkt, ist besonders schwüles Wetter gefährlich.

Bei welcher Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel?

Besonders in Räumen, in denen viel mit Wasser gearbeitet wird, entsteht schnell eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn diese konstant hoch bleibt, dann besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

Das betrifft vor allem Badezimmer – und teils auch die Küche. Wenn du nicht lüften kannst, helfen spezielle Badentlüfter.

Die zweite Gefahr für Schimmelbildung sind Baumängel. Durch fehlende Abdeckung kann Feuchtigkeit eindringen und sich zwischen den Decken oder in den Wänden festsetzen. Auch dann kann leicht Schimmel enstehen.

Achte deshalb darauf, gefährdete Räumen oft zu Lüften. Dadurch kühlt die Luft ab und die Luftfeuchtigkeit sinkt.

Grundsätzlich ist ab einer Luftfeuchtigkeit von 65 % Vorsicht geboten. Denn gewisse Schimmelarten wachsen bereits bei 70 % Luftfeuchtigkeit. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % in Innenräumen ist mit Schimmelbildung quasi zu rechnen.

Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit in Arbeitsräumen und Wohnräumen?

Wir verbringen sehr viel Zeit in unseren Wohnräumen oder am Arbeitsplatz. Deswegen ist es wichtig, hier auf die passende Luftfeuchtigkeit zu achten. Denn die falsche Luftfeuchtigkeit kann sogar krank machen.

Dabei sind die Anforderungen an die richtige Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen im Haus unterschiedlich. Je nachdem, wozu die Räume genutzt werden, herrschen andere Anforderungen.

Da die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur zusammenspielen, ist es wichtig, beide gemeinsam zu betrachten.

Badezimmer sollten eher warm sein. Da hier aber auch oft Wasserdampf in der Luft hängt, solltest du oft und richtig lüften. In der Küche sollte es eher kühler sein, da durch das Kochen viel Wärme und ebenfalls Wasserdampf entsteht.

Im Schlafzimmer sollte es eher kühl sein, zu warme Luft sorgt für starkes Schwitzen und führt letztlich zu Schlafproblemen. Arbeitsräume und Wohnzimmer sollten weder zu kühl noch zu warm sein.

In Keller oder Garage werden Lebensmittel oder Werkzeug gelagert. Die Temperatur hängt besonders bei Garagen oft mit der Außentemperatur zusammen. Auch Luftfeuchtigkeit kann ungehindert eindringen.

Raum Ideale Luftfeuchtigkeit Temperatur
Badezimmer 50 bis 70 % 20 – 23 Grad
Kinderzimmer 40 bis 60 % 20 – 23 Grad
Küche 50 bis 70 % 18 – 20 Grad
Keller 50 bis 65 % 10 – 15 Grad
Wohnzimmer und Büro 40 bis 60 % 20 – 23 Grad
Schlafzimmer 40 bis 60 % 17 – 20 Grad
Garage 65 bis 75 % 10 – 15 Grad

Wie kann man Luftfeuchtigkeit erhöhen oder senken?

Wenn du die Luftfeuchtigkeit erhöhen willst, kannst du eine ganze Menge Maßnahmen ergreifen. Die Luftfeuchtigkeit zu senken ist etwas komplizierter, aber auch dafür gibt es Lösungen.

Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen kannst du folgendes tun:

  • Luftbefeuchter: Wie Disperser versprühen sie Wasser in die Umgebung.
  • Pflanzen: Verteilen auf natürliche Art Wasser über die Blätter.
  • Wäsche aufhängen: Durch Verdunstung entsteht kurzfristig höhere Luftfeuchtigkeit.
  • Zimmerbrunnen: Beruhigen und bringen konstant Wasser in die Luft.
  • Disperser / Diffuser: Diese verteilen Wasser in der Luft.

Wenn du die Luftfeuchtigkeit senken willst, dann gibt es auch ein paar Möglichkeiten.

  • Heizen: Durch höhere Temperatur sinkt die relative Luftfeuchtigkeit.
  • Lüften: Ist die Luftfeuchtigkeit in Räumen höher als in der Umgebungsluft, zieht die Feuchtigkeit hinaus.
  • Luftentfeuchter: Geräte entziehen permanent Wasser aus der Luft und senken die Luftfeuchtigkeit.

In Passivhäusern oder modernen Neubauten kommt es durch Dämmmaterial oft zu besonders trockener Raumluft. Wenn man in diesen Fällen nicht großflächig saniert, dann helfen nur Geräte zur Regulation der Raumluftfeuchtigkeit.

Welche Alternativen gibt es zu idealer Luftfeuchtigkeit?

Ideale Luftfeuchtigkeit liegt in den meisten Fällen bei 50 %. Nach dem Kochen, dem Baden oder Duschen ist sie meist leicht erhöht.

Auch morgens ist die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer höher. Wenn das in deiner Wohnung dauerhaft nicht der Fall sein sollte, dann ist es Zeit, sich Alternativen zu überlegen.

  • Luftfeuchtigkeit zu hoch: Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit führt zu Schimmelbildung. Das ist eine große Gefahr für die Gesundheit! Luftentfeuchter ziehen Wasser aus der Luft und legen feuchte Wände trocken.
  • Luftfeuchtigkeit zu niedrig: Besonders durch trockene Heizungsluft entsteht im Winter in Wohnungen trockene Luft. Du kannst einfach ein Schälchen Wasser auf die Heizung stellen und dieses verdampfen lassen. Hast du dennoch einen dauerhaft trockenen Hals, solltest du einen Luftbefeuchter besorgen.
  • Temperatur: Die richtige Temperatur ist besonders wichtig für das passende Raumklima. Denn oft genügt es, bei zu hoher Luftfeuchtigkeit die Heizung aufzudrehen.

Wie du die ideale Luftfeuchtigkeit findest, siehst du hier:

Trivia: Wissenswertes und Fakten rund um das Thema ideale Luftfeuchtigkeit

Die ideale Luftfeuchtigkeit hängt immer davon ab, welchen Zweck sie erfüllen soll. Je nachdem, für wen die Luftfeuchtigkeit gedacht ist, gilt eine andere als ideal. Auch die Temperatur spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Sonderfälle sind Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Denn die Schleimhäute sind ein wichtiger Teil des Immunsystems.

Sie halten gefährliche Keime davon ab, in den Körper einzudringen. Außerdem transportieren sie Schadstoffe ab.

Die richtige Luftfeuchtigkeit ist besonders in der Erkältungszeit wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge.

Wertvolle Objekte, die eine längere Lagerung unbeschadet überstehen soll, brauchen ebenfalls neben der richtigen Temperatur spezielle Luftfeuchtigkeit.

Deshalb ist das passende Raumklima für Wertgegenstände wie Gemälde, Zigarren und Wein, aber auch Oldtimer und Musikinstrumente wichtig.

Oft ist es sinnvoll, mit Raumluftbefeuchtern oder entsprechenden Entfeuchtern zu arbeiten. Diese Luftbefeuchter stellen neben einer Regulation der idealen Temperatur die idealen Bedingungen für das Raumklima her. Manche Klimaanlagen schaffen beides.

Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit bei Erkältung und für Babies?

Bei Erkältung sorgt eine hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass du schnell wieder gesund wirst.

Niedrige Luftfeuchtigkeit sorgt nämlich einerseits dafür, dass Viren und Bakterien besser zirkulieren können, andererseits sind die Schleimhäute bei niedriger Luftfeuchtigkeit ausgetrocknet und können ihre Aufgabe der Immunabwehr nicht mehr nachgehen.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann die Lunge den Sauerstoff gut aufnehmen und ans Blut weitergeben. Das Atmen fällt dir leichter und du kannst Sekrete leichter abhusten. Deswegen ist das Inhalieren über Dampf auch eine gute Erleichterung.

Besonders im Winter ist es sinnvoll, ein Schälchen Wasser auf den Heizkörper zu stellen. Du kannst ein paar Tropfen ätherische Öle wie Eukalyptusöl oder Zypressenöl hinzufügen.

Babies brauchen wegen ihres schwachen Immunsystems ebenfalls ideale Luftfeuchtigkeit.

Diese liegt in Schlaf- und Wohnräumen zwischen 50 und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur sollte im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegen, im Wohnzimmer eher zwischen 20 und 22 Grad.

Zu hohe und zu niedrige Luftfeuchtigkeit stellen ein Gesundheitsrisiko für dein Baby dar!

Sorge unbedingt für die richtige Luftfeuchtigkeit in Räumen, in denen sich dein Baby häufig aufhält! Zu niedrige Luftfeuchtigkeit sorgt für trockene Haut und Mattigkeit, zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Schimmelbildung.

Das kannst du tun:

  • Lüften: Durch Regelmäßiges lüftet regulierst du die Luftfeuchtigkeit natürlich. Auch bei kalten Temperaturen und Erkältung ist das Lüften wichtig!
  • Pflanzen: Wenn du Pflanzen im Raum aufstellst, lassen sie über die Blätter Wasser verdunsten und erfrischen die Raumluft
  • Schälchen mit Wasser: Das Wasser verdunstet langsam und erfrischt mit ätherischen Ölen die Raumluft.
  • Luftbefeuchter: Bringt Wasser in die Luft und erhöht die Luftfeuchtigkeit.
    Luftentfeuchter: Entzieht der Luft Wasser und sorgt für angenehme Temperaturen.

Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit für Oldtimer, Gitarren, Streichinstrumente und Parkett?

Oldtimer sind empfindlich und die Luftfeuchtigkeit in den meisten Garagen liegt zwischen 70 und 80 Prozent. In so einer Umgebung sind Oldtimer anfällig für Korrosion und Schimmelbildung.

Oldtimer brauchen eine konstante Luftfeuchtigkeit um die 50 %. Das lässt sich nur in eigenen Lagerräumen durch einen Luftentfeuchter erreichen.

Instrumente wie Gitarren und Streichinstrumente sind ebenfalls empfindlich. Schwankungen in der Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass sie sich leicht verstimmen. Bei Lagerung unter den falschen Bedingungen können Instrumente auch dauerhaft Schaden leiden.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt das Holz aufquellen, bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit werden die Instrumente rissig. Wertvolle Instrumente werden deshalb bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 55 % gelagert.

Wichtig ist dabei, dass es zu keinen Schwankungen kommt, das gelingt mit Klimaanlagen, die auch die Luftfeuchtigkeit regulieren.

Musikinstrumente sind sehr empfindlich und verstimmen sich bei schwankender Luftfeuchtigkeit. Die richtige Lagerung ist besonders heikel. (Bildquelle: 123rf.com / Marek Minárik)

Die Luftfeuchtigkeit spielt bei Parkett bereits bei der Lieferung eine große Rolle. Denn wenn das Parkett bei ungünstigen Bedingungen verlegt wird, kann es sich später verziehen, aufquellen oder Risse bekommen. Auch hier liegt die ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 55 und 60 %.

Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit im Museum, im Weinkeller und für Zigarren?

Im Museum ist eine konstante Luftfeuchtigkeit sehr wichtig. Wertvolle und einzigartige Exponate könnten unter schwankender Luftfeuchtigkeit irreparablen Schaden annehmen.

In dieser Umgebung werden meist Luftbefeuchter verwendet, da zu trockene Luft zu Rissen und Schuppenbildung führt. Zusätzlich werden Temperaturregler eingesetzt.

Im Weinkeller ist die Luftfeuchtigkeit wichtig für die richtiger Lagerung und die Qualitätsentwicklung des Weines. Experten empfehlen eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 75 %. Allerdings kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmelbildung führen.

Zigarren werden idealerweise im Humidor gelagert. Um den Geschmack auf lange Zeit unverfälscht zu erhalten sind Temperaturen um die 20 Grad ideal. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei zwischen 68 und 74 % liegen. So können sie ihr Aroma voll entfalten.

Wie du Zigarren richtig lagerst, siehst du hier:

Fazit

Die Luftfeuchtigkeit bemerken wir meistens nicht direkt. Dennoch spielt sie eine wichtige Rolle dabei, wie wohl wir uns einem Raum fühlen können. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit werden wir auf Dauer schlapp und matt. Zu hohe Luftfeuchtigkeit ist zwar gut für die Lungen, führt aber auch zu Schimmelbildung.

Wenn wir wertvolle und empfindliche Gegenstände lagern, dann müssen wir dabei besonders auf die richtige Temperatur und die dazu passende Luftfeuchtigkeit achten.

Denn falsche Lagerung führt zu Schäden, diese sind manchmal nicht mehr zu reparieren.

Schließlich ist eine gute Luftfeuchtigkeit eine Garantie dafür, dass wir uns wohlfühlen. Deswegen ist es manchmal sinnvoll, auf eine professionelle Luftbefeuchtung zu setzen – die so selbstverständlich sein sollte wie die Klimaanlage.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Horst Bieberstein: Schimmelpilz in Wohnräumen – was tun. 3. Auflage. Bieberstein Alpha und Omega Verlag, Stuttgart 1995

[2] Meier, C.: Praxis-Ratgeber zur Denkmalpflege Nr. 7, Altbau und Wärmeschutz – 13 Fragen und Antworten. Informationsschriften der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Marksburg, Braubach,1999

[3] Rainer Müller: Thermodynamik. Vom Tautropfen zum Solarkraftwerk. Walter de Gruyter, Berlin 2014

[4] Jochen Harsch: Schimmel – Ursachen und Zusammenhänge. epubli, Berlin 2014

[5] Michael Köneke: Schimmel im Haus erkennen – vermeiden – bekämpfen. 3., überarbeitete Auflage. Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart 2008

[6] Höppe, P.: Die Bedeutung der Luftfeuchtigkeit für das Raumklima. Ann.
Met. 28 (1992), S. 161-164

[7] https://www.dguv.de/medien/ifa/de/pub/grl/pdf/2007_009.pdf

Bildquelle: 123rf.com / 24173234

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