Der Heizkörper wird nicht oder nur teilweise warm? Die kalten Herbsttage stehen vor der Tür und die Heizung erfüllt ihren Zweck nicht. Dies stellt niemand gerne fest! Daher haben wir dir in diesem Artikel 4 schnelle Tipps zusammengefasst, mit denen du das Problem „kalter Heizkörper“ problemlos angehen kannst.

Wir wollen dir nicht nur zeigen, was du tun kannst wenn deine Heizkörper nicht warm werden, sondern darüber hinaus auch Tipps geben, wie du dieses Problem durch eine regelmäßige Kontrolle und Wartung verhindern bzw. schnell erkennen und beheben kannst. Des Weiteren werden wir darauf eingehen, wann ein Fachmann wirklich notwendig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizkörper hängen an einem Heizkreislauf. Durch den Vorlauf gelangt das extern aufgewärmte Warmwasser in den Heizkörper. Dieser erwärmt sich und gibt Wärme ab. Das kalte Wasser fließt durch den Rücklauf wieder ab, wird extern wieder erwärmt und findet dann wieder den Weg zum Heizkörper.
  • Es gibt verschiedene Symptome, wie sich ein nicht richtig funktionierender Heizkörper äußern kann: er bleibt kalt oder wird nur oben warm. Und es gibt verschiedene Ursachen dafür: Bedarf der Entlüftung, falscher Druck im Heizsystem oder ein klemmendes Thermostatventil.
  • Als Mieter gilt: Vermieter informieren und keine Experimente an der Heizanlage durchführen. Als Eigenheimbesitzer können dir die folgenden Tipps helfen, erste Maßnahmen zur Verbesserung deiner Heizanlage zu treffen.

Wie funktioniert ein Heizkörper?

Um verstehen zu können was am Heizkörper defekt ist, musst du zuerst verstehen, wie er richtig funktionieren sollte.

Ein Heizkörper erzeugt zwei verschiedene Arten von Wärme: die Strahlungswärme und die Konvektionswärme. Strahlungswärme bezieht sich auf die Wärme, die direkt vom Heizkörper abgestrahlt wird.

Gleichzeitig erzeugt er Konvektionswärme, d. h. er gibt nach oben warme Luft ab, die sich im Raum verteilt.

Zur Erzeugung von Wärme nutzt der Heizkörper Warmwasser. Dieses wird extern von einem Heizkessel erwärmt und durch den Heizkörper geleitet.

Dafür besitzt dieser zwei Anschlüsse, und zwar einen Vorlauf und einen Rücklauf. So kann das warme Wasser dem Heizkörper zugeführt werden und das kalte Wasser diesen wieder verlassen.

Im Heizkörper wird das Wasser so durchgleitet, dass es möglichst viel Oberfläche erwärmt und dadurch möglichst viel Wärme in den Raum abgegeben werden kann.

Daher ist der Heizkörper nicht an allen Stellen gleich warm, sondern sowohl oben wärmer als unten als auch vorne wärmer als hinten.

Wenn die kalten Wintermonate einbrechen und der Heizkörper kalt bleibt – wir haben vier wertvolle Tipps, damit du dies vermeiden kannst (Bildquelle: pixabay.de / AkiraDix).

Hintergründe: Was du wissen solltest, wenn deine Heizkörper nicht richtig funktionieren

Ein nicht funktionierender Heizkörper äußert sich auf verschiedene Weisen, doch gibt es auch diverse Irrtümer und Irrglauben über defekte Heizkörper.

Die folgenden Absätze sollen dir helfen, eine erste Diagnose zu stellen und sicherzugehen, ob dein Heizkörper auch wirklich defekt ist.

Welche Symptome weisen auf ein Problem im Heizsystem hin?

Der letzte Heizkörper wird nicht warm

Wird im Heizkreislauf der letzte Heizkörper nicht richtig warm, bzw. lässt die Leistung der Heizkörper im Heizsystem konstant nach, weißt du, dass dein Heizsystem fehlerhaft ist und überprüft werden muss.

Denn bei einem einwandfrei funktionierendem Heizsystem sind alle Heizkörper in der Lage, die exakt gleiche Leistung zu erbringen.

Der Heizkörper wird nur oben warm

Wie oben schon erwähnt, erwärmt der Heizkörper nicht an jeder Stelle in gleichem Ausmaß. So wird er oben wärmer als unten ebenso wie er vorne wärmer ist als hinten.

Dies hängt mit seiner Funktionsweise zusammen und ist ein intelligentes Prinzip welches es dem Heizkörper erlaubt, möglichst viel Wärme an den Raum abzugeben.

Sollte dein Heizkörper allerdings nur noch oben vorne warm werden und die unteren und hinteren Stellen des Heizkörpers komplett kalt werden, dann weißt du, dass du dein Heizsystem überprüfen musst. Wie du das machen kannst, erklären wir dir weiter unten.

Neuer Heizkörper wird nicht warm

Hast du einen neuen Heizkörper installiert, so ist es besonders wichtig, auf folgende Aspekte zu achten, um eine problemlose Funktionsweise zu erlangen: zunächst solltest du in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob die Anschlüsse deines Heizkörpers dicht sind.

Des Weiteren, bedarf der Heizkörper einer mehrmaligen Entlüftung und Wassernachfüllung. Nach und nach wird dann dein Heizkörper richtig und reibungslos heizen.

Was sind mögliche Ursachen dafür, dass ein Heizkörper nicht warm wird?

Luft im Heizkörper

Die häufigste Ursache dafür, dass ein Heizkörper nicht warm wird, ist die im Heizkörper angestaute Luft. Da die Heizung bekanntlich anhand eines Kreislaufes funktioniert, ist es sehr wichtig, dass diese Luft dem Heizkörper entweichen kann, da diese den Kreislauf stört.

Dies ist auch deshalb sinnvoll und in deinem Interesse, da ein nicht entlüfteter Heizkörper mehr Energie braucht, um die erwünschte Leistung zu erbringen.

Häufiges Indiz für Luft im Heizkörper sind ein sich nicht voll erwärmender Heizkörper bzw. störende Fließ- oder Gluckergeräusche.

Thermostatventil klemmt

Eine weitere Ursache dafür, dass dein Heizkörper kalt bleibt, kann auch ein klemmendes Thermostatventil sein. Heizungsthermostate regeln die Menge der zugeführten Energie bemessen an der Temperatur im Raum.

Beispielsweise kann durch Sonneneinstrahlung in den Raum die Raumtemperatur steigen. Dadurch würde ein auf voller Leistung laufender Heizkörper sinnlos sein.

Deshalb regelt das Heizungsthermostat mithilfe einer sich ausdehnenden oder zusammenziehenden Flüssigkeit und einem Ventil, welches sich schließen und öffnen kann, die Leistung des Heizkörpers.

Klemmt nun gerade dieses Ventil, führt dies dazu, dass der Heizkörper nicht warm werden kann, auch wenn die Temperatur im Raum dies nahelegen würde. Wie du ein klemmendes Ventil wieder lösen kannst, erklären wir dir weiter unten.

Ein Thermostatventil regelt die Energiezufuhr des Heizkörpers in Relation zur Temperatur im Raum (Bildquelle: pixabay.de / ri).

Rücklauf/Rücklaufverschraubung

Die Rücklaufverschraubung ist vor allem an modernen Heizkörpern installiert. Sie regelt den Durchfluss des Heizungswassers durch den Heizkörper.

Da jeder Heizkörper eine eigene Rücklaufverschraubung besitzt, wird dadurch auch jeder individuell einstellbar.

Wird also ein einzelner Heizkörper nicht warm, kann es daran liegen, dass der Druck des Heizungswassers im Heizkörper zu gering ist, und du diesen etwas erhöhen musst.

Weiter unten im Artikel werden wir dir erklären, wie du das selbst regeln kannst.

Umwälzpumpe defekt

Die Umwälzpumpe in deiner Heizanlage regelt den Heizkreislauf.

Das warme Wasser (oder sonstige Wärmeträgermedium) muss von der Heizanlage, wo es erwärmt wird, zu den Heizkörpern geführt werden und, sobald es abgekühlt ist, von dort wieder zurück zur Heizanlage, um wieder erwärmt werden zu können.

Um einen reibungslosen Kreislauf zu garantieren, wird eine Umwälzpumpe eingesetzt. Ist diese Umwälzpumpe defekt, ist der Heizkreislauf unterbrochen und der Heizkörper bleibt kalt.

Zu wenig Wasser im Heizkreislauf

Tritt keines der oben genannten Probleme auf, so kann es auch daran liegen, dass zu wenig Wasser im Heizkreislauf ist. Dieses kann ganz einfach nachgefüllt werden.

Wer allerdings nicht so mutig ist, die weiter unten erklärten Schritte zu befolgen, der sollte einen Fachmann zu Rate ziehen.

Ist es gefährlich, wenn ein Heizkörper nicht warm wird?

Ein nicht warm werdender Heizkörper stellt zunächst keine größere Gefahr dar, allerdings sollte der Schaden schnellstmöglich behoben werden, um weiterreichende Schäden (wie zum Beispiel zu hohe Feuchtigkeit in einem Raum) zu vermeiden.

Zudem sollte der Heizkörper, falls möglich, abgedreht werden wenn er nicht vollständig funktioniert, da er unnötig Energie verbraucht.

Was tun, wenn ein Heizkörper nicht warm wird: 4 schnelle Tipps für Betroffene

Wird einer oder mehrere deiner Heizkörper nicht warm und du konntest die Ursache dafür ausfindig machen, kannst du mithilfe der unten angeführten Tipps diese Ursache beheben und so zur Funktion deines Heizkörpers beitragen.

Prinzipiell gilt: bist du dir nicht sicher was du machst, rufe einen Fachmann!

Des Weiteren sollten vor allem Mieter daran denken den Vermieter und/oder die Hausverwaltung über den Defekt an der Heizanlage zu informieren, auch wenn es nur einen einzelnen Heizkörper betrifft.

Ohne Einverständnis von Hausverwaltung und/oder Vermieter sollten Mieter nichts an der Heizanlage versuchen selbst zu reparieren.

Tipp 1: Heizung entlüften

Wird ein Heizkörper nicht warm, kann das an der Luft im Heizkörper liegen.

Hier kann das Entlüften Abhilfe leisten. Bevor du mit dem Entlüften der Heizkörper beginnen kannst, stelle sicher dass du folgende Dinge bereit hältst:

  • ein Behältnis zum Auffangen von Wasser (zumindest in der Größe einer Tasse)
  • ein altes Tuch zum Aufwischen
  • den Heizkörper-Entlüftungsschlüssel

Nun kann es losgehen!

  • Bei Einfamilienhäusern kann und sollte während der Zeit der Entlüftung die Umwälzpumpe abgeschalten werden.
  • Nach ca. 30-60 Minuten haben sich alle Luftblasen in den Heizkörpern gesammelt.
  • Drehe nun die Heizkörper auf die höchste Stufe.
  • Halte nun Lappen und Gefäß bereit, um das aus dem Entlüftungsventil austretende Wasser aufzufangen.
  • Öffne nun mit dem Entlüftungsschlüssel langsam das Ventil – eine halbe Umdrehung reicht schon aus. Du hörst die Luft durch ein Zischen entweichen.

Verbrennungsgefahr! Die entweichende Luft ist meist sehr heiß – halte genügend Abstand!

  • Du weißt dass du genug entlüftet hast, wenn das zischende Geräusch aufhört und statt Luft Wasser austritt.
  • Zuletzt bleibt nur noch die Umwälzpumpe einzustellen. Schon ist die Heizung entlüftet.

Tipp 2: Thermostatventil lösen

Klemmt das Thermostatventil, bleibt der Heizkörper kalt. Dies kann unter anderem auch deshalb vorkommen, weil es in den Sommermonaten lange Zeit nicht bewegt wurde. Die folgenden Schritte zeigen dir, wie du es wieder lockern kannst:

  • Das Lösen des Ventils beginnt damit, den Thermostatkopf zur Gänze aufzudrehen. Durch das Lösen einer Überwurfmutter kann der Kopf einfach abgenommen werden.
  • Gut sichtbar ist ein kleiner Stift. Dieser sollte beweglich sein. D. h. drückt man ihn leicht ins Innere, sollte er wieder an seine Ausgangsposition zurückfedern. Ist dem nicht so, nimm dir eine Zange und rüttle leicht am Stift. Dadurch sollte sich die Verklemmung lösen und der Stift wieder in seine Ausgangsposition federn.
  • Überprüfe die Funktion des Stiftes durch mehrmaliges Eindrücken. Kann der Stift immer wieder zurückfedern, konntest du das Problem beheben und der Thermostatkopf kann wieder angebracht werden.

Mit der Zeit kann dein Thermostatventil auch einen Austausch benötigen. Allerdings ist es für einen Laien nur schwer erkennbar, wann dies der Fall ist. Der Rat eines Experten ist hier gefragt.

Tipp 3: Druck überprüfen

Der Wasserdruck deiner Heizung sollte bei 0,1 Bar pro Höhenmeter zwischen Heizkessel und Heizkörper liegen. D. h. der Druck sollte bei 0,3 Bar liegen, wenn der Höhenunterschied zwischen Heizkessel und Heizkörper bei 3 Metern liegt.

Ein häufiger Fehler bei Heizungsanlage ist eine Überdimensionierung der Umwälzpumpe. Diese äußert sich durch ein unangenehmes Fließgeräusch in den Heizkörpern.

Ist dies der Fall, sollte die Pumpe auf jeden Fall getauscht werden, da sie aufgrund ihrer Größe unnötige Energie verbraucht.

Leider kann die Umwälzpumpe nicht selbstständig getauscht werden, d. h. ein Fachmann sollte dringend zu Rate gezogen werden. Ebenfalls sollte vor dem Tausch der Umwälzpumpe ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Tipp 4: Fachmann rufen

Ein Fachmann sollte nicht nur bei gravierenden Schäden an der Heizung gerufen werden. Zu den gravierenden Schäden gehören zum Beispiel ein tropfender Heizkörper.

Auch bei geringeren Funktionsstörungen, wie zum Beispiel einem nicht warm werdenden Heizkörper, kann der Rat eines Fachmannes notwendig und ratsam sein.

Zwar können dir die oben erwähnten Tipps zum Entlüften des Heizkörpers und dem Lösen des Ventils hilfreich sein, doch kann eine falsche Durchführung oder sonstige damit zusammenhängende Probleme das Heizsystem noch mehr beschädigen als ihm zu nutzen.

Da das Heizsystem als Kreislauf funktioniert, sollte unbedingt darauf geachtet werden, diesen nicht zu stören.

Du kannst dir bei erstmaligem Auftreten des Problems einen Fachmann rufen und ihm aufmerksam über die Schultern schauen.

Zudem sollte der Fachmann vor allem dann gerufen werden, wenn zu wenig Wasser im Heizsystem ist. Häufig wird davon ausgegangen, dass dieses einfach nachgefüllt werden kann.

Doch, um eine Verschlammung des Heizsystems zu vermeiden, muss auf die genaue physikalische Zusammensetzung des Heizwassers geachtet werden. Lass hier lieber einen Fachmann ran, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Zusammenfassend haben wir hier für dich nochmals eine Tabelle mit den wichtigsten Ursachen und Problemlösungen bereitgestellt:

Ursachen Problemlösung
Luft im Heizkörper Entlüften: Die Luft im Heizsystem verhindert das problemlose fließen des Wassers. Durch das Entlüften wird dieser Luft das Entweichen aus dem System gewährt und das Wasser kann wieder ungehindert und gleichmäßig die Heizungsrohre passieren.
Thermostatventil klemmt Thermostatventil lockern: In den langen Sommermonaten kann es zu einer Verklemmung des Thermostatventils kommen. Um dieses zu lockern bedarf es ausschließlich einer Zange und etwas Geduld.
Rücklauf/Rücklaufverschraubung Die Rücklaufverschraubung regelt den Druck des Warmwassers individuell für jeden Heizkörper. Wird also ein Heizkörper nicht warm, kann es auch daran liegen, dass der in ihm herrschende Druck zu gering ist. Um den Druck in einem Heizkörper zu erhöhen, rufst du am Besten einen Fachmann, der dir dann auch genau sagen kann, welcher Druck benötigt wird.
Umwälzpumpe defekt Die Umwälzpumpe regelt den gesamten Heizkreislauf. D. h. sie garantiert, dass das Heizwasser angemessen im System zirkuliert. Ist sie defekt, ist der Heizkreislauf unterbrochen und die Heizkörper können sich nicht mehr erwärmen. Eine Umwälzpumpe kann leider nur ein Fachmann tauschen.
Zu wenig Wasser im Heizsystem Wasser nachfüllen: Sollte ausschließlich der Experte, da das Wasser, um Schlammbildung im Heizsystem vermeiden zu können, hohen physikalischen Standards gerecht werden muss.

Wie du einen kalten Heizkörper verhindern kannst

Regelmäßige Kontrolle

Um einen kalten Heizkörper und dadurch verursachte kalte Räume an kalten Wintertagen zu vermeiden, ist eine regelmäßige Kontrolle deiner Heizanlage und Heizkörper unabdingbar.

Mit den oben erwähnten Tipps kannst du diese jährliche Kontrolle locker selbst durchführen. Hier nochmals kurz das Wichtigste zusammengefasst:

  • Überprüfe den Druck: Diesen kannst du am Mamometer deiner Heizung ablesen. Der schwarze Zeiger zeigt den momentanen Druck an, der rote den maximalen Druck. Ist der schwarze Zeiger ganz unten, ist zu wenig Druck vorhanden. Diese Überprüfung bedarf noch keinerlei Arbeit und kann und sollte daher auch mehrmals durchgeführt werden.
  • Überprüfe das Thermostatventil: Bevor die kalten Tage beginnen ist es ratsam, die Funktionsweise der einzelnen Heizkörper zu überprüfen. Durch den langen Nichtgebrauch der Heizkörper im Sommer können sie gerne einmal einrasten, vor allem das Thermostatventil.
  • Entlüften: Auch dies kannst du meist problemlos selbst erledigen und sollte präventiv vor den Wintermonaten erledigt werden.

Regelmäßige Wartung: der hydraulische Abgleich

Mithilfe eines hydraulischen Abgleichs werden alle Heizkörper einer Heizanlage richtig eingestellt und zwar so, dass sie ihre jeweiligen Räume zu jeder Zeit ausreichend mit Wärme versorgen. D. h. die Anlage wird bedarfsgerecht eingestellt.

Ein solcher Vorgang hat mehrere Vorteile. Zum Einen hilft er, den Energieverbrauch um bis zu 15% zu senken.

Des Weiteren wird zu einer angenehmeren, weil bedarfsgerecht eingestellten, Wärme beigetragen und lästigen Geräuschen in der Heizanlage wird Einhalt geboten.

Einen hydraulischen Abgleich kann nur ein Fachmann durchführen. Wie dieser einen solchen hydraulischen Abgleich durchführt, wird dir im folgenden Video erklärt:

Trivia: Was du noch wissen solltest, wenn dein Heizkörper nicht warm wird

Was sagt das Mietergesetz?

Viele Mietverträge regeln, ab wann eine Heizung eingeschaltet werden muss. Meist sind dies die Zeiträume vom 1. Oktober bis zum 30. April oder vom 15. September bis zum 15. Mai.

Des Weiteren findet man in Verträgen häufig, dass die Heizung eingeschaltet werden muss wenn die durchschnittliche Temperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 15 Grad Celsius unterschreitet.

Diese Regelungen dienen dazu sicherzustellen, dass in der Wohnung eine Mindesttemperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius herrscht, um langfristige Schäden wie Schimmelbildung zu vermeiden.

Tritt ein Defekt an der Heizanlage auf, muss der Mieter dem Vermieter umgehend, am besten schriftlich, bescheid geben. Der Vermieter beauftragt dann einen Fachmann mit der Behebung des Problems.

Sollte der Vermieter nicht erreichbar sein, der zu meldende Schaden allerdings weiterreichende Folgen haben, zum Beispiel bei einem Wasserrohrbruch, tritt die Klausel „Gefahr in Verzug“ in Kraft.

Diese besagt, dass der Mieter auch selbst einen Fachmann rufen kann, um weiterführende Schäden zu vermeiden.

Die europäische Norm DIN EN 12831 gibt eine Richtlinie für Norm-Innentemperaturen.

Eine Übersicht über diese, ein Wohnhaus betreffenden Normen, haben wir dir in der folgenden Tabelle zusammengestellt:

Raum Norm-Innentemperatur
Wohn- und Schlafzimmer + 20 °C
Haupttreppenräume + 20 °C
Bad + 24 °C
WC + 20 °C
Beheizte Nebenräume (Flure, Treppenhäuser) + 15 °C
Unbeheizte Nebenräume (Keller, Flure, Abstellräume) + 10 °C

Wann erhalte ich eine Mietzinsminderung?

Eine Mietminderung kann immer dann angestrebt werden, wenn die Heizung komplett ausfällt und dadurch die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung beeinträchtigt ist.

Allerdings gibt es dafür keine genauen Regelungen. In welchem Ausmaß der Mieter also die Miete mindern kann, variiert von Fall zu Fall.

Gängige Quoten reichen von 10 bis 100 Prozent. 100 Prozent Mietminderung treten dann in Kraft, wenn die Heizung während der gesamten kalten Monate aus bleibt.

Da es keine angemessenen Regelungen gibt, sollte der Mieter unbedingt fachmännische Hilfe beziehen. Hier können zum Beispiel Anwälte oder Mietvereine behilflich sein.

Auf jeden Fall gilt, dass der Mieter in der Beweispflicht steht. Sollte dir also eine solche Situation widerfahren, bitte denke daran ein ausführliches Protokoll zu führen über die Außen- und Innentemperaturen und die Defekte an der Anlage. Denn:

Eine unberechtigte Mietminderung kann zu einer fristlosen Kündigung von Seiten des Vermieters führen.

Fazit

Wird dein Heizkörper nicht warm, so kann dies auf einen Defekt am Heizkörper selbst oder an der gesamten Heizanlage liegen.

Um sicherzugehen, dass du den Fachmann nicht unnötig zu Rate ziehen musst, kannst du durch das Entlüften, die Überprüfung des Drucks und der Umwälzpumpe und der Lockerung des Thermostatventils eine erste Fehlerdiagnose durchführen.

Da die Heizkörper an einen Heizkreislauf angeschlossen sind, kann der Defekt an einem Heizkörper auch die Funktion bzw. Effizienz der anderen Heizkörper in deiner Wohnung beeinflussen.

Daher solltest du dich unbedingt sehr zeitnah um ein auftretendes Problem kümmern.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/heizung/heizungsprobleme-loesungen/

[2] https://www.sv-haustechnik.at/wissenswertes/heizungswasseraufbereitung-verschlammung-korrosion/

Bildquelle: pixabay.com / TBIT

Warum kannst du mir vertrauen?

Stephan hat das Heizungs-Geschäft seines Vaters übernommen. Mittlerweile hat er es erweitert und auch noch den Fachbereich der alternativen Heizungsmethoden hinzugenommen. Damit hat er richtigen Erfolg. Da er sein Wissen darüber gerne weiter geben möchte, hat er nun angefangen, darüber zu schreiben.