Feuchtigkeit im Keller – ein bekanntes Problem. Doch woran genau liegt es? Und was kann ich tun? Die Ursachen für die hohe Luftfeuchtigkeit sind ebenso verschieden wie die Lösungen, um das Problem unter Kontrolle zu bekommen.

Die Feuchtigkeit kann sich nicht nur auf die untergebrachten Gegenstände, sondern auch auf unsere Gesundheit und auch das Mauerwerk negative Folgen haben. Daher ist schnelles Handeln gefragt. Wir erläutern, wie du am besten vorgehst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ursachen für feuchte Keller sind vielfältig. Häufig sind Baufehler oder marodes Mauerwerk der Grund, aber auch falsches Lüften und Nutzungsverhalten können die Feuchtigkeit erhöhen.
  • Lösungen für feuchte Keller sind, je nach Ursache, Luftentfeuchter, Sanierung bis hin zu Innen- und Außenisolierung der Wände.
  • Feuchtigkeit im Keller begünstigt den Wachstum von Schimmelpilzen, schadet dem Mauerwerk und kann sich zudem negativ auf die Gesundheit auswirken.

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Hintergründe: Was du über feuchte Keller wissen solltest

Feuchtigkeit im Keller ist ein häufiges Problem, doch Vielen sind die Ursachen und Folgen gar nicht bekannt. Auf diese und weitere Punkte wird in diesem Abschnitt eingegangen.

Was sind Ursachen von Feuchtigkeit im Keller?

Die Gründe für Feuchtigkeit im Keller können sehr vielfältig sein. Nicht nur die Bauweise des Kellers, auch die Verwendung des Kellerraums kann sich auf die Luftfeuchtigkeit auswirken.

Feuchtigkeit im Keller ist ein häufiges Problem, das besonders in älteren Häusern auftritt. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Die Ursache sollte als Erstes bestimmt werden, denn die weitere Vorgehensweise ist von ihr abhängig. Im folgenden Abschnitt möchten wir kurz auf verschiedene Ursachen eingehen und genauer erläutern:

Baufehler

Baufehler sind die häufigste Ursache für zu feuchte Keller. Besonders beim Bau älterer Häuser wurden Materialen verwendet, die der Feuchtigkeit auf Dauer nicht standhalten können. Auch wurden Keller gebaut, ohne auf die Luftzirkulation zu achten.

Baufehler lassen sich sehr schwer korrigieren. In vielen Fällen ist das Instandhalten des Kellers mit großem Aufwand verbunden, denn die Schäden liegen tief im Mauerwerk.

Die Wände können nachträglich isoliert werden, und in einigen Fällen müssen horizontale oder vertikale Sperren eingerichtet werden. Solche Arbeiten werden von Fachleuten durchgeführt.

Wenn die Ursache im falschen Bau oder maroden Mauerwerk liegt, können häufig nur Fachleute helfen. (Bildquelle: 123rf.com / Jozef Polc)

Wasser dringt durch Mauerwerk ein

Die Wände des Kellers sind zum größten Teil mit dem angrenzenden Erdreich im direkten Kontakt. Je nach Witterungsbedingungen, können die Wände großen Feuchtigkeitsbelastungen von außen ausgesetzt sein.

Besonders, wenn das Baumaterial der Wände veraltet und porös wird, können die Wände Feuchtigkeit eindringen lassen oder sogar Wasser aufsaugen.

Zwei Erscheinungen sind dabei besonders häufig:

Hygroskopische Feuchte Kapillare Feuchtigkeit
Material nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und speichert es Material wird mit der Zeit porös und rissig, Wasser steigt tief im Mauerwerk auf

In beiden Fällen ist Lüften allein nicht ausreichend und die Wände müssen professionell isoliert oder sogar repariert werden.

Verstopfte Drainage

Auch eine verstopfte Drainage kann die Wände belasten. Diese Konstruktion soll idealerweise das Wasser abfließen lassen und die Wände des Kellers schützen, wird sie jedoch nicht gewartet, kann sie Schaden anrichten.

Das Wasser sowie gelöste Stoffe können auf Dauer der Dränung zusetzen und sie funktionslos machen. Das regelmäßige Kontrollieren und Spülen der Anlage, idealerweise einmal im Jahr, sorgt für eine zuverlässige Funktionsweise.

Wasserschäden

Auch Hochwasser, Rohrbruch oder andere Wasserschäden können die Feuchtigkeit im Keller erhöhen. Diese Vorfälle werden als Unfall- oder Havarieschäden bezeichnet und ihnen kann in vielen Fällen kaum vorgebeugt werden.

Sollte der Keller für längere Zeit „unter Wasser stehen“, kann das Wasser in das Mauerwerk eindringen. Das kann insbesondere passieren, wenn die Wände oder der Boden nicht richtig isoliert sind.

Durch richtige Isolation können nachhaltige Feuchtigkeit und Wasser im Keller auch bei großer Wasserbelastung vorgebeugt werden, und auch Schäden werden gemindert.

Wettereinflüsse

Da die Wände des Kellers direkt an das Erdreich angrenzen, sind sie bei Regen erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt. Sollte es viel geregnet haben, ist es nicht selten, dass sich die Feuchtigkeit in den Kellerräumen erhöht.

Auch können offengelassene oder undichte Fenster Feuchtigkeit von außen eindringen lassen. Die meisten Keller sind nicht komplett in der Erde und verfügen über Fenster, die sich knapp über dem Boden befinden.

Durch diese Fenster können Regen oder Schnee eindringen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Falsches Lüften

Falsches Lüften ist eine der häufigsten Ursachen von feuchten Kellern. Warme Luft kühlt an den Kellerwänden ab, und kann somit weniger Feuchtigkeit halten, was zu Kondensation führt.

Die Feuchtigkeit an den Wänden kann die Wände nachhaltig schädigen und bietet zudem eine Grundlage für Schimmel.

Ein falsches Lüften kann also schwerwiegende Folgen haben. Der Keller sollte richtig und regelmäßig gelüftet werden, und auch die Fenster sollten kontrolliert werden und, je nach Jahreszeit und Wetter, offen oder geschlossen bleiben.

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Wusstest du, dass der Keller im Sommer und Winter unterschiedlich gelüftet werden sollte?

Ausschlaggebend für das Lüften ist die Luftfeuchtigkeit der Keller- und Außenluft. Im Sommer sollte keine warme (und somit feuchte) Luft in den Keller gelangen. Im Herbst und Winter können die Kellerfenster, wenn es nicht zu kalt ist oder regnet, stets angekippt bleiben.

Kellernutzung

Nicht zuletzt kann auch die Verwendung des Kellers Luftfeuchtigkeit verursachen. Wird der Keller als Waschraum oder auch als Aufenthaltsraum genutzt, ist erhöhte Luftfeuchtigkeit die Folge.

  • Wäsche waschen und trocknen
  • Tiere und Pflanzen
  • Keller als Wohnraum

Besonders das Wäschewaschen und -trocknen im Keller verursacht erhöhte Feuchtigkeit. Die feuchte Wäsche gibt das Wasser an die Umgebungsluft ab. Ohne richtige Luftzirkulation ist ständig erhöhte Feuchtigkeit die Folge.

Auch Tiere und Pflanzen im Keller sorgen für mehr Feuchtigkeit in der Luft. Pflanzen, die zum Überwintern in den Keller befördert werden, geben Wasser an die Luft ab.

Auch wenn der Keller als Wohn- oder Aufenthaltsraum genutzt wird, ist erhöhte Luftfeuchtigkeit ein häufiges Problem.

Was sind die Folgen von Feuchtigkeit im Keller?

Feuchtigkeit im Keller kann viele negative Folgen haben. Sowohl auf den Raum, als auch auf die untergebrachten Gegenstände und nicht zuletzt auf die Gesundheit wirkt sich zu hohe Feuchtigkeit, auf Dauer, negativ aus.

Zusammengefasst handelt es sich um:

  • Schimmelpilz
  • Zerstörung des Mauerwerks
  • Schäden an Gegenständen
  • Gesundheitliche Folgen

Der feuchte Keller sollte daher möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden. Je länger das Problem der hohen Feuchtigkeit anhält, desto schwieriger wird es, den Keller trocken zu bekommen.

Es gilt also, das grundlegende Problem zu ermitteln und möglichst schnell zu korrigieren. Nach der Beseitigung der hohen Feuchtigkeit im Keller sollten, je nach dem, welcher Schaden angerichtet wurde, Sanierarbeiten durchgeführt werden.

Woran erkenne ich, dass der Keller zu feucht ist?

Um den genauen Luftfeuchtigkeitsgehalt zu ermitteln, kannst du eine Messung durchführen. Die Geräte für das Messen von Luftfeuchtigkeit nennen sich Hygrometer. Auch moderne Thermometer sind häufig mit einer Messfunktion für Luftfeuchtigkeit ausgestattet.

Eine regelmäßige Kontrolle der Feuchtigkeit im Keller ist sehr wichtig. Besonders vor dem Lüften des Kellers sollten die Werte sowohl der Keller- als auch der Außenluft gemessen werden.

Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt 40 bis 60 Prozent.

Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter und nicht über diesem Wert liegen. In Kellern von älteren Gebäuden ist die Luftfeuchtigkeit häufig um einiges höher, weshalb diese Räume besonders beobachtet werden sollten.

Hohe Luftfeuchtigkeit ist weiterhin an der Kondensation an Wänden und Fenstern erkennbar, und in Extremfällen können sich an den Wänden, der Decke oder am Boden Feuchtigkeitsflecken bilden. Auch ein modriger Geruch ist häufig ein Anzeichen für zu hohe Feuchtigkeit.

Wer ist verantwortlich für den Keller?

Für den Keller ist der Eigentümer des Hauses verantwortlich. Solltest du eine Wohnung mieten, zu der ein Keller gehört, und solltest du nicht die Feuchtigkeit im Keller verursacht haben sein, ist der Mieter für den Keller zuständig.

In einigen Fällen kann aufgrund eines feuchten Kellers sogar eine Mietsenkung angefordert werden. Das kann insbesondere dann passieren, wenn der Keller beim Bezug noch nicht dieses Problem aufgewiesen hat.

Was tun gegen feuchten Keller: 7 Tipps gegen Feuchtigkeit in Kellerräumen

Soll gegen Feuchtigkeit im Keller vorgegangen werden, gibt es mehrere Wege, das zu tun. Wir erläutern sieben Tipps, dank derer der feuchte Keller in Griff zu bekommen ist.

Keller richtig einrichten

Um Feuchtigkeit im Keller zu vermeiden, kann schon die richtige Einrichtung des Raums helfen. Folgende Punkte solltest du bedenken, wenn du Gegenstände im Keller unterbringst:

  • Möbel nicht dicht an Wände platzieren: Raum zwischen Möbelstück und Wand fördert Luftzirkulation und verhindert Schimmelbildung
  • Möbel aus Kunststoff oder Metall statt aus Holz: Holz (besonders unlackiertes) kann Wasser aufnehmen und ist anfälliger für Feuchtigkeitsschäden
  • Raum für Luft lassen: Keller nicht zu voll stellen, damit Luft zirkulieren und Feuchtigkeit entfliehen kann

Bei der Einrichtung des Kellers sollten auch Hygrometer zur Messung der Feuchtigkeit zugelegt bzw. installiert werden. Wenn nötig, können Ventilatoren oder Luftentfeuchter gleich beim Einrichten des Kellers aufgestellt werden.

Feuchtigkeit vermeiden

Die Verwendung des Kellers kann zusätzliche Feuchtigkeit im Keller verursachen. Daher sollte auch die Benutzung des Kellers überdacht und ggf. angepasst werden, um Feuchtigkeit zu vermeiden.

Viele Menschen waschen und trocknen ihre Wäsche im Keller. Die aufgehängte feuchte Wäsche sorgt jedoch für zusätzliche Feuchtigkeit in den Kellerräumen, insbesondere, wenn nicht richtig gelüftet wird.

Richtiges Lüften ist also sehr wichtig, soll der Keller weiter als Wäscheraum dienen. Ist Lüften nicht möglich, können auch Luftentfeuchter aufgestellt werden.

Wenn Keller als Waschräume verwendet werden, sollte unbedingt nach jeder Benutzung gelüftet werden. (Bildquelle: 123rf.com / Ralf Maassen)

Auch Pflanzen und Tiere können die Luft mit Feuchtigkeit anreichern. Der Keller wird gern als Überwinterungsort für Pflanzen verwendet, jedoch sorgt das für erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Wird die Feuchtigkeit zum Problem und kann der Keller nicht richtig gelüftet werden, sollte ein Fachbetrieb zum Überwintern der Pflanzen in Erwägung gezogen werden. Wird der Keller als Aufenthaltsraum genutzt, ist regelmäßiges und richtiges Lüften unvermeidlich.

Keller richtig lüften

Das richtige Lüften ist in Kellerräumen ein Muss. Wird falsch gelüftet, kann das die Feuchtigkeit im Keller noch verstärken, denn die feuchte Luft wird im Keller eingefangen.

Idealerweise sollte der Keller stoßgelüftet werden. Wenn Fenster auf beiden Seiten des Kellers geöffnet werden können, findet mithilfe des Durchzugs der Luftaustausch noch schneller statt.

Sommer

Im Sommer sollte der Keller in den frühen Morgenstunden gelüftet werden. Die Fenster sollten geschlossen bleiben und lediglich zum Lüften geöffnet werden.

Der Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschied zwischen dem Kellerraum und der Außenwelt sollte nicht zu groß sein. Dringt warme Luft in den Kellerraum, kühlt sie sich schnell ab, was die Luftfeuchtigkeit erhöhen kann.

Ein Hygrometer hilft, zu bestimmen, wie feucht die Keller- und Außenluft ist. Wenn die Außenluft feuchter ist, sollte nicht gelüftet werden.

Winter

Auch im Winter sollte der Keller regelmäßig stoßgelüftet werden, idealerweise mit Durchzug. Ist der Winter mild, können die Fenster gekippt offen bleiben und der Luftaustausch findet stetig statt.

Je nach dem, was im Keller gelagert wird, sollte die Temperatur im Auge behalten werden. An kalten Wintertagen sollten die Fenster geschlossen werden, damit zum Beispiel Lebensmittel oder Pflanzen nicht von der Kälte beeinträchtigt werden.

Viele Keller sind mit kleinen Fenstern ausgestattet, die sich knapp über dem Boden befinden. (Bildquelle: 123rf.com / profile_staver)

Die Kippstellung der Fenster hilft bei der Regulation der Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Heizungen sollten dabei ausgeschaltet bleiben, und bei Regen oder Schnee sollten die Fenster unbedingt geschlossen werden.

Luft zirkulieren lassen

Damit sich die Feuchtigkeit im Keller nicht anstaut, ist Luftzirkulation notwendig. In einigen Fällen muss nachgeholfen werden, zum Beispiel, wenn keine Fenster vorhanden oder die Öffnungen nicht groß genug sind.

Dabei sind Ventilatoren eine große Hilfe. Sie können die Luft in Bewegung bringen und sich anstauende Nässe verhindern.

Auch sollte der Kellerraum möglichst so eingerichtet sein, dass die Luft ohne große Hindernisse strömen kann. Die Fenster sowie Türen sollten nicht verdeckt sein, und der Raum sollte, wenn möglich, nicht durch Trennwände unterteilt sein.

Luftentfeuchter verwenden

Sollte das Lüften der Kellerräume nicht möglich oder nicht ausreichend sein, können Luftentfeuchter aufgestellt werden.

Luftentfeuchter sind elektrische Geräte, die der Luft das Wasser entziehen. Sie sind für verschieden große Räume ausgelegt und können unterschiedliche Leistungen erbringen.

Das Wasser, das der Raumluft entzogen wird, sammelt sich in einem Wassertank, der einfach entleert werden kann. Die meisten modernen Luftentfeuchter sind transportable und leise Geräte, die zuverlässige Arbeit leisten.

Wände, Decke, Boden abdichten

Sollte der Keller feucht sein, weil Wasser durch Wände, Decke oder Boden in den Keller dringt, sollte der Keller abgedichtet werden.

Das Abdichten des Kellers kann sich als schwierig gestalten, daher ist es ratsam, einen Fachmann zu konsultieren. Dieser kann die notwendigen Maßnahmen bestimmen und einleiten.

Mauern können von Innen und Außen gegen Feuchtigkeit isoliert werden. In schweren Fällen müssen vertikale oder horizontale Sperren errichtet werden.

Für vertikale und horizontale Sperren werden bestimmte Stoffe auf oder in die Mauern gebracht, die nach dem Austrocknen die Mauer vor Feuchtigkeit isolieren und das weitere Aufnehmen des Wassers vermeiden.

Risse im Mauerwerk sollten unbedingt schnellstmöglich repariert werden. Sollte eine Wand Feuchtigkeit aufgenommen haben, kann ein spezieller Sanierputz verwendet werden, um der Wand das Wasser zu entziehen.

Feuchtigkeit an den kühlen Kellerwänden ist eine ideale Grundlage für Schimmelbildung. Ein Problem, das schnell erkannt und behoben werden sollte. (Bildquelle: 123rf.com / Sergey Ishkov)

Auch ein Drainage-System hilft, die Wände vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Diese wird an der Außenseite der Kellerwand errichtet und leitet das Wasser ab.

Eine Drainage sollte regelmäßig gespült und gewartet werden, damit sie richtig funktioniert. Eine verstopfte Drainage kann die Außenwand zusätzlich belasten.

Keller richtig sanieren

Sollte Feuchtigkeit oder gar Wasser in den Keller eingebrochen sein, muss der Keller saniert werden. Ein richtig sanierter Keller kann der Feuchtigkeit standhalten. Folgendes gilt zu beachten:

  • Passende Bedingungen: Sanieren am besten nur, wenn Luftfeuchtigkeit unter 60% liegt.
  • Schutzkleidung: Während des gesamten Vorgangs Handschuhe und Arbeitskleidung tragen. Bei Arbeiten über Kopf ist eine Schutzbrille notwendig.
  • Mauerwerk gegen Schimmel behandeln: Mit 70% oder 80% Alkohol oder speziellen Mitteln befallene Stellen behandeln.
  • Keller reinigen: Mit Wischmopp und Staubsauger Schmutz entfernen, trocknen lassen.
  • Dichtschlamm und Dämmplatten anbringen: 3mm Dichtschlamm mit Quast auftragen, Platten ankleben.
  • Mit Sanierputz verputzen: Dieser schützt Wände zusätzlich vor Feuchtigkeit

Bei Arbeiten an den Außenwänden sollte am besten ein Profi kontaktiert werden, schließlich befindet sich der Großteil der Mauerfläche im Erdboden. Die Außenwände können mithilfe von Beton oder Drainagesystemen vor Feuchtigkeit im angrenzenden Erdreich geschützt werden.

Auch Horizontalsperren für aufsteigende Feuchtigkeit sollten von einem Fachmann angebracht werden. Bei stärkerem Schimmelbefall ist es ebenfalls ratsam, eine Firma zu kontaktieren.

Trivia: Was du sonst noch über feuchte Keller wissen solltest

Im folgenden Abschnitt geht es um weitere wissenswerte Fakten zu Feuchtigkeit im Keller. Mit diesen zusätzlichen Informationen kannst du dein Wissen abrunden.

Was tun bei feuchtem Keller in Mietshäusern?

Viele ältere Häuser haben aufgrund ihrer Bauweise und der verwendeten Materialien ein Problem mit feuchten Kellern. Sollte der Keller zu feucht sein und sollten die Mieter nicht verantwortlich für die Ursache sein, ist der Vermieter verpflichtet, den Keller in Stand zu halten.

Solltest nicht nur du, sondern auch andere Bewohner des Hauses feststellen, dass die Kellerräume zu feucht sind, sollte der Vermieter bzw. die Hausverwaltung kontaktiert und darüber informiert werden.

Was tun gegen Schimmel im Keller?

Schimmel bevorzugt feuchte, kalte und dunkle Orte. Daher kann der Pilz vermieden werden, indem der Keller trocken gehalten und regelmäßig gelüftet wird.

Solltest du Schimmelpilz im Keller auffinden ist schnelles Handeln wichtig, denn der Schimmel breitet sich schnell aus und kann zudem negative Folgen für die Gesundheit haben. Je nach Schwere des Befalls gibt es unterschiedliche Lösungen.

Sollte der Schimmel sich erst ansetzen, können spezielle Schimmelreiniger helfen. Wenn der Schimmel jedoch ganze Wände befallen hat, kann häufig nur ein Fachmann mit professionellen Mitteln den Pilz nachhaltig beseitigen.

Wann sollte ich einen Fachmann beauftragen?

Die Ursachen für Feuchtigkeit im Keller können vielfältig sein. Einige Ursachen können schnell und ohne große Umstände behoben werden, andere sind schwieriger zu lösen.

Ist der Keller aufgrund von Baufehlern oder Rissen im Mauerwerk feucht, gibt es nur wenig, was du als Laie machen kannst. In solchen Fällen sollte ein Fachmann beauftragt werden, der die Mauern professionell abdichten kann.

Fazit

Die ideale Luftfeuchtigkeit im Keller beträgt zwischen 40 und 60%. Ist die Feuchtigkeit erhöht, kann das viele Ursachen haben. Die häufigsten Gründe für zu feuchte Keller sind falsches Lüften, Baufehler oder marodes Mauerwerk.

Je nach Ursache sollte das Problem der hohen Feuchtigkeit auf unterschiedliche Art und Weise angegangen werden. Häufig kann mit Luftentfeuchtern, Ventilatoren und mithilfe der richtigen Lüftungstechnik viel bewirkt werden. Ist die Ursache in feuchtigkeitsdurchlässigen Wänden, muss häufig ein Profi kontaktiert werden.

Feuchtigkeit im Keller sollte schnell in Angriff genommen werden, denn sie kann negative Folgen haben. Die Feuchtigkeit an den kühlen Wänden kann zu Schimmel führen, aber auch das Mauerwerk kann beschädigt werden.

Gegenstände und Technik können ebenfalls durch die Luftfeuchtigkeit Schaden nehmen. Nicht zuletzt kann sich höhere Luftfeuchtigkeit im Keller auch negativ auf die Gesundheit auswirken.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://praxistipps.focus.de/feuchter-keller-die-besten-tipps-gegen-feuchtigkeit_42874

[2] https://www.deutsche-bauvermittlung.de/blog/feuchter-keller-ursachen/

[3] https://www.bauhaus.at/ratgeber/bauen-sanieren/keller-von-innen-sanieren

Bildquelle: pixabay.de/stocksnap

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Anna Smet
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