CO Melder
Veröffentlicht: 11. März 2021

Eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung kann sehr bedrohlich werden und im schlimmsten Fall zum Tod hinleiten. In Deutschland starben im Zeitraum von 2000 bis 2009 jedes Jahr um die 380 Menschen an einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung. Im Jahre 2015 stieg die Zahl auf ca. 650.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist (1). Häufig werden die Menschen im Schlaf vom Kohlenstoffdioxid überfallen. Diese chemische Verbindung wird von den meisten nicht wahrgenommen, geschweige denn gerochen. Aus diesem Grund verwende möglichst einen CO-Melder, um dich von solchen erschütternden Situationen fernzuhalten.

In diesem Beitrag erklären wir dir, wie ein CO-Melder genau funktioniert. Zudem beschreiben wir dir, wie ein CO-Melder richtig montiert wird, wann es notwendig ist, einen zu installieren und was du dabei beachten solltest. Zum Schluss listen wir dir die Alternativen zum CO-Melder aus.




Das Wichtigste in Kürze

  • Kohlenmonoxid entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Brennstoffe (wie Holz oder Erdgas) verbrannt werden. Seine chemische Formel lautet CO. Es ist enorm gesundheitsschädlich, selbst das Einatmen einer niedrigen Luftkonzentration kann zu Vergiftungen führen. Wenn die Konzentration zu hoch ist, bekommt der Körper nicht mehr genug Sauerstoff und die betroffene Person erstickt oder stirbt im schlimmsten Fall.
  • Da das Kohlenmonoxid unbemerkt eintritt, bemerkt die betroffene Person keine üblichen Symptome, wie beispielsweise Atemnot. Sie haben oft Kopfschmerzen, empfinden Übelkeit und verspüren einen Druck auf der Brust.
  • Der CO-Melder bewahrt Sie effizient vor diesem giftigem Kohlenmonoxid. Dieses bedrohliche Gas wird oft von den Meisten unterschätzt. Das Gas wird über das Heizsystem im Wohnzimmer und auch in den Geschäftsräumen schnell verteilt.

CO-Melder für zu Hause: Was du wissen solltest

Im Folgenden wollen wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema des CO-Melders beantworten. Somit wollen wir dir einen tieferen Einblick in die Thematik geben und deine Zweifel verschwinden lassen.

Wie funktioniert ein CO-Melder?

Kohlenmonoxid entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Brennstoffe (wie Holz oder Erdgas) verbrannt werden.

Der CO-Melder ist mit einem elektrochemischen Sensor ausgerüstet, der die CO-Konzentration des Umfelds ermittelt. Wenn ein gewisser Grenzwert erreicht wird, welche in EN 50291 abgestimmt wird, wird der Alarm aktiviert.

Dieser elektronische Sensor beinhaltet häufig das Zinnoxid SnO2, das rasch auf das Kohlenmonoxid der Umgebung reagiert. Das Kohlenmonoxid bewirkt sofort durch das Zinnoxid eine Oxidation, wodurch sich die Konduktivität im Detektor ändert.

Ppm bedeutet “parts per million” und beschreibt die Maßeinheit zur Messung des CO-Gehalts in der Raumluft.

Dies führt zu einer Widerstandsänderung, die vom CO-Detektor kontinuierlich analysiert wird. Das Analyseergebnis und die Kohlenmonoxidkonzentration in ppm werden auf dem Display des CO-Melders angezeigt.

Für einen menschlichen Körper ist schon eine niedrige Menge an Kohlenmonoxid enorm gefährlich. Einerseits schaltet sich der CO-Melder an, wenn die CO-Konzentration in der Innenluft einen kritischen Notfallwert überschreitet.

Anderseits auch, wenn die CO-Konzentration einige minuten- bzw. stundenlang kontinuierlich eine gesundheitsschädliche und minimale Konzentration ermittelt. Die Schwellenwerte, bei denen der Alarm ausgelöst wird, werden von den gegebenen DIN-Normen, die befolgt werden müssen, nicht beliebig gewählt.

Zudem ist der CO-Melder batteriebetrieben. Dafür werden auf der einen Seite austauschbare Akaline-Batterien benutzt und auf der anderen Seite Lithium-Langzeitbatterien.

Im Folgenden soll die Tabelle dir eine Übersicht darüber machen, zu welcher  Kohlenstoffmonoxid-Konzentration der CO-Melder ausgelöst wird:

Kohlenmonoxid-Konzentration in ppm Zeitraum bis zur Alarmauslösung
50 ppm (0,005 % ) nach 60 bis 90 Minuten
100 ppm (0,01 % ) nach 10 bis 40 Minuten
300 ppm (0,03 % ) in weniger als 3 Minuten

Kohlenstoffmonoxid-Melder oder Gasmelder?

Ab und an werden versehentlich Gasmelder anstelle von CO-Meldern verwendet.

Allgemein wird unter einem Gasmelder ein Gerät verstanden, das zur Aufdeckung von Erdgas und Flüssiggas dient. Gewiss gibt es Gasdetektoren, die Flüssig- und Erdgas sowie CO-Gas erfassen können.

Hier solltest du aber aufpassen, da Kohlenmonoxid und Erdgas leichter als Luft sind und daher aufsteigen. Zudem ist das Flüssiggas (Butan, Propan) schwerer und. Aufgrund der Explosivität dieser Gase in Kombination mit Luft, können Gasdetektoren in Gebäuden eingesetzt werden, die mit Gasthermen beheizt werden.

Ein wichtiger Fakt ist, dass Gasmelder keine Kohlenmonoxid-Detektoren ersetzen können. Durch die unterschiedliche Dichte des Gases und der davon abhängigen Verteilung im Raum ist es nicht möglich, Kohlenmonoxid mit einem Gasdetektor glaubwürdig zu belegen.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen CO-Detektoren und Gasdetektoren für Erdgas und Flüssiggas ist die Art der Stromquelle. CO-Melder können jahrelang mit Batterien versorgt werden, Gasdetektoren hingegen nicht. Je nach Anwendungsbereich kann der Gasdetektor über eine 230V-Stromversorgung oder direkt über ein 12V-Stromnetz verwendet werden.

Wie und wo montiere ich einen CO-Melder richtig?

Der CO-Melder muss an die richtige Position installiert werden, damit Fehlschläge vermieden werden können.

Er soll bestenfalls an der Wand platziert werden, in weniger als zwei Metern Höhe. Somit bist du auf der sicheren Seite, falls der Melder einen Alarm von sich gibt, sollte die CO-Konzentration seinen Schwellenwert übertreten. Viele Geräte enthalten bereits Installationsanweisungen in der Betriebsanleitung, die die Auskunft über den Erfassungsbereich geben und an diese solltest du dich festhalten.

Ein CO Melder sollte nicht an der Decke montiert werden. Dort sollte nur der Rauchmelder angebracht werden. (Bildquelle: 123rf / rclassenlayouts)

Montiere das Gerät nicht unter der Decke, wie es bei dem Rauchmelder der Fall ist. Wir raten dir das ab, da du dort das Display nicht erkennen kannst. Es kommt auf die Größe deines Raums und die Menge der Kohlenmonoxid-Quellen an, wie viele Melder du installieren möchtest.

Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass der Detektor nicht in der Nähe von Fenstern, Türen und Lüftern installiert wird, da eine hohe Luftzirkulation an diesen Stellen zu einer Verfälschung der Messwerte führen kann.

Welche Arten von CO-Meldern gibt es?

Man unterscheidet bei den CO Meldern drei Gerätetypen. Zunächst die einfachen Kohlenmonoxid-Melder und darauffolgend die Kombi- oder Hybridmelder, die als Rauchmelder und als Kohlenmonoxid-Melder fungieren. Zuletzt die vernetzbaren Kohlenmonoxid-Melder, die miteinander vernetzt werden können.

Diverse CO-Melder, die wie üblich die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft messen, dürfen nicht mit einem Rauchmelder vertauscht werden. Jedoch dienen viele von den Rauchmeldern als Kombi- oder Hybridmelder, die einerseits bei Rauch und andererseits auch bei Erhöhung der Kohlenmonoxid-Konzentration dienen.

CO Melder

Die richtigen Maßnahmen bei einem Brand können Leben retten. Verständige zur richtigen Zeit die Feuerwehr und verlassen das Gebäude so schnell wie möglich (Bildquelle: pixabay/ fantareis)

In der heutigen Digitalisierung ist es sogar möglich, Kohlenmonoxid-Melder miteinander zu verbinden und mithilfe des Smart Homes Nachrichten über das Handy zu erhalten. Zusätzlich zu den CO-Meldern gibt es andere Warngeräte, die du gegenseitig nicht verwechseln darfst. Dazu gehören die Rauchmelder, Brandmelder, Gasmelder und die Wärmemelder.

Wie handelt man, wenn der Melder Alarm schlägt?

Sollte es zu einem Alarm kommen, begebe dich und die alle im Haus anwesenden Personen nach draußen. Nach der Evakuierung solltet ihr das Haus nicht mehr betreten. Ruft so schnell wie möglich die Feuerwehr an.

Das Kohlenmonoxid kann weder gerochen noch geschmeckt werden. Aus diesem Grund kann die Atmung dieses chemischen Stoffes zum Tod führen. Warte unbedingt darauf, bis die Feuerwehr das Haus mit den geeigneten Atemmasken und einem Messgerät inspiziert und wieder übergibt.

Ist ein CO-Melder gesetzlich vorgeschrieben?

Derzeit verlangen fast alle Bundesländer in Deutschland eine Anbringung eines Rauchmelders. Bei den CO-Detektoren ist die Situation anders. Obwohl jedes Jahr Hunderte von Menschen Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung werden, gibt es hier keine gesetzlichen Anforderungen.

Daher sind Einzelpersonen für Mieter und Vermieter dafür verantwortlich, sich durch CO-Alarme vor Kohlenmonoxidvergiftungen zu schützen. Nur wenn das Risiko einer Erhöhung der Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft besteht, ist es erforderlich, einen CO-Melder zu installieren.

Wann ist es notwendig, einen CO-Melder zu installieren?

Falls du eine oder einen Kamin besitzt, ist es notwendig, einen CO-Melder zu installieren. Unterschiedliche Bedingungen können dazu hinleiten, dass sich die CO-Konzentration erhöht und es im schlimmsten Fall zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommt.

Die Blockierung des Kamins, der Ausfall des Gaskessels oder das Heizsystem können dazu führen, die Kohlendioxid-Konzentration in der Innenluft zu erhöhen. Zudem gibt es weitere Situationen, die zur Kohlenmonoxid-Erhöhung hinleiten, wie zum Beispiel im Wohnwagen, beim Grillen mit Holzkohle und beim Shisha rauchen.

Neben dem Betrieb von Thermen, Heizungsanlagen und Kaminöfen gibt es noch eine Reihe weiterer Situationen, in denen Kohlenmonoxid entsteht und in schädlicher Konzentration in die Umgebungsluft abgegeben werden kann, wie beispielsweise im Wohnwagen, bei Autoabgase, weshalb in Tiefgaragen, aber auch in der privaten Garage sowie in KFZ-Werkstätten ein CO-Melder installiert sein sollte, beim Grillen mit Holzkohle und beim Shisha rauchen.

Worauf muss ich beim Kauf eines CO-Melders achten?

Bis hierhin hast du viel über den CO-Melder gelernt und konntest dir dadurch einiges an Hintergrundinformationen aneignen. Im Folgenden zeigen wir dir, worauf du beim Kauf eines CO-Melders achten solltest.

Die folgende Tabelle soll dir einen Überblick über die Nachteile und Vorteile eines CO-Melders geben:

Vorteile Nachteile
CO-Melder warnt vor einer hohen Kohlenmonoxid-Konzentration Durch die Montierung viel mehr Aufwand
Alarmierung früh genug, um dir ausreichend Zeit zum Ausbruch zu geben Die Melder können Fehlalarme verursachen
Diverse Geräte sind zu einem niedrigen Preis zu besorgen und haben auch eine lange Lebensdauer Das Gas wird nur im näheren Umfeld aufgenommen und die Sensoren sind sehr anfällig gegen Hitze und Staub

Zudem gibt es wichtige Faktoren, die du beim Kauf eines solchen Gerätes beachten solltest. Dazu gehört die Lebensdauer. Ausgezeichnete CO-Melder haben eine Lebensdauer von 7 bis 10 Jahren.

Die Batterie ist auch sehr wichtig. Du hast die Möglichkeit, dich zwischen auswechselbaren Batterien oder fest verbauten Langzeitbatterien zu entscheiden. In jedem Fall solltest du sicherstellen, dass das Gerät über eine Batterieanzeige verfügt und anzeigt, dass die Batterie schwach ist.

Außerdem solltest du auf die Selbsttest-Funktion aufpassen. Wenn es ein Problem mit einer Komponente gibt, bedeutet dies, dass sie nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Ein weiterer Faktor ist der Langzeitsprecher und die Memory-Funktion achten. Somit kannst du kontrollieren, ob du während deiner Abwesenheit zu einer Erhöhung der CO-Konzentration gekommen ist. Zudem gib es noch die Alarmstufen.

Diverse Co-Melder sind mit verschiedenen Alarmstufen eingerichtet. Die Steigung der Kohlenstoffmonoxid-Konzentration in der Luft ist selbst bei sehr niedrigen Konzentrationen für eine lange Zeit gesundheitsschädlich. Des Weiteren verfügen welche auch über einen optischen Alarm. Hörgeschädigte Personen beispielsweise versäumen den Alarm nicht.

Ein weiterer Bestandteil ist das Display des CO Melders. Dieser muss ausreichend groß, um bei Lichtverhältnissen gelesen werden zu können.

Fazit

Du hast gelernt, dass die CO-Melder Leben retten können. Jährlich sterben hunderte von Menschen an einer Kohlenmonoxidvergiftung und dann sollte man sich die Frage stellen: Warum sollte man sich denn keinen Melder besorgen?

Du darfst den CO-Melder nicht mit einem Rauchmelder vertauschen, jedoch dienen viele von denen als Kombi- oder Hybridmelder. Kohlenmonoxid kommt unbemerkt und dabei spürt die betroffene Person keine üblichen Symptome, wie beispielsweise Atemnot. Sie haben oft Kopfschmerzen, empfinden Übelkeit und verspüren einen Druck auf der Brust.

Aus diesem Grund darfst du das Kohlenstoffmonoxid nicht unterschätzen. Sie verteilen sich innerhalb paar Minuten im ganzen Raum. Wenn das Gerät Alarm schlägt, verlässt du direkt mit den anderen anwesenden Personen den Raum und alarmierst sofort die Feuerwehr. Du kehrst in dein Haus erst zurück, wenn die Feuerwehr dir die Bestätigung gibt, das alles in Ordnung ist.

Bildquelle: Pixibay / stevebp

Einzelnachweise (1)

1. wikipedia.org: Kohlenstoffmonoxidintoxikation
Quelle

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Kohlenstoffmonoxidintoxikation
wikipedia.org: Kohlenstoffmonoxidintoxikation
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