Willkommen bei unserem großen Brennwerttherme Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Brennwertthermen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Brennwerttherme zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Brennwerttherme kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Brennwertthermen sind durchschnittlich 15 Prozent energieeffizienter als Standard-Thermen. Außerdem sind sie sicherer, da die Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen deutlich gesenkt wird.
  • Brennwertthermen haben weiters den Vorteil, dass sie nur geringen Energieverlust haben, wodurch Heizkosten gespart werden können. Die meisten Modelle sind auch sehr platzsparend gebaut.
  • Generell kann man zwischen Brennwertthermen die als Durchlauferhitzer funktionieren und Brennwertthermen mit Warmwasserspeicher unterscheiden. Je nach deinem Warmwasserverbrauch passt das eine oder das andere System besser zu dir.

Brennwerttherme Test: Das Ranking

Platz 1: Buderus Logamax Brennwerttherme

Bei der Logamax plus Heizung handelt es sich um eine wandhängende Gas-Brennwerttherme der Energieeffizienzklasse A. Diese Therme eignent sich daher für die Wärme- und Warmwasserversorgung von Einfamilienhäusern bis zu mittleren Mehrfamilienhäusern.

Die Logamax plus überzeugt mit hohen Normnutzungsgraden. Auch der Stromverbrauch im Stand-by-Modus liegt gegenüber vergleichbaren Heizungen bei weniger als der Hälfte. Bei diesem Brennwertgerät werden alle zum Einbau erforderlichen Bauteile mitgeliefert. Buderus bietet außerdem alle Möglichkeiten für nachträgliche Erweiterungen.

Platz 2: Wolf Brennwerttherme

Diese Brennewerttherme von Wolf vereint umweltfreundliche und energiesparende Eigenschaften mit einem übersichtlichen Aufbau und einem Maximum an Bedien- und Warmwasserkomfort.

Die Therme bietet einen Wirkungsgrad von bis zu 110 % bei zugleich geringem Verbrauch und niedriger Schadstoffemission. Dank der kompakten Maße und des wartungsfreundlichen Geräteaufbaus ist selbst der Einbau in Nischen möglich. Auch die Bedienung der Heizung gestaltet sich sehr einfach.

Platz 3: Remeha TZERRA 24 DS eTwist Gas-Brennwerttherme

Bei der Remeha Brennwerttherme handelt es sich um ein Wandgerät für raumluftabhängigen oder -unabhängigen Betrieb. Die Therme ist CE zertifiziert, kompakt, energiesparend und in unterschiedlichen Leistungen erhältlich.

Vorteile dieser Brennwerttherme sind die einfache Installation und die bequeme Wartung. Das ist möglich da alle Komponenten von der Vorderseite aus zugänglich sind. Durch die kompakte Bauweise kann die Therme flexibel montiert werden. Außerdem ist die Therme äußerst Geräuscharm.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Brennwerttherme kaufst

Was ist eine Brennwerttherme?

Bei einer Brennwerttherme handelt es sich um eine wandhängende Warmwasserheizung, die den Energiegehalt von Erdgas im Idealfall nahezu vollständig nutzt. Verwendet man eine Brennwerttherme kann Energie und somit CO²-Emissionen gespart werden.

Brennwertthermen sind durchschnittlich 15 % energieeffizienter als Standard-Thermen. Des Weitern sind sie sicherer, da die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen deutlich gesenkt wird. (Bildquelle: pixabay.com / horjaraul)

Eine Brennwerttherme ist eine Gastherme und stellt im Prinzip eine Weiterentwicklung des Niedertemperaturkessels dar. Daher ist die Brennwerttherme bei der Entscheidung für eine neue Heizung, die in der Wohnung installiert werden kann, die erste Wahl.

Bei einer Brennwerttherme wird das Heizwasser über Verbrennungshitze erwärmt. Die im Abgas enthaltene Wärme entweicht jedoch nicht ungenutzt über den Schornstein, sondern wird von der Brennwerttherme genutzt.

Der in den Abgasen enthaltene Wasserdampf wird dazu mithilfe spezieller Wärmetauscher auf 57° C abgekühlt. Der Wasserdampf kondensiert dadurch und die Kondensationswärme wird freigesetzt.

Damit du dir besser vorstellen kannst, wie eine Brennwerttherme funktioniert, haben wir dir ein Video herausgesucht in dem die Brennwerttechnik kurz und anschaulich erklärt wird:

Was verbraucht eine Brennwerttherme?

Der Energieverbrauch ist bei Brennwertthermen geringer als bei anderen Systemen. Im Vergleich zu Niedrigtemperaturkesseln beträgt die Einsparung mit einer Brennwerttherme mindestens 10 Prozent.

Brennwertthermen sind durchschnittlich 15 Prozent energieeffizienter als Standard-Thermen. Außerdem sind sie sicherer, da die Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen deutlich gesenkt wird.

Bei noch älteren Standardkesseln ist das Einsparungspotenzial noch höher. Hier können Brennstoffkosten bis zu 30 Prozent eingespart werden.

Auf welche gesetzlichen Regelungen muss ich beim Kauf einer Brennwerttherme achten?

Vor dem Kauf einer Brennwerttherme solltest du dich mit der neuen Ökodesign-Richtlinie der EU vertraut machen. Diese stellt sicher, dass Produkte sowohl in der Herstellung als auch in der Verwendung möglichst umweltfreundlich sind.

Seit 26. September 2015 gilt diesbezüglich eine Detail-Regelung (EU-Verordnung Nr. 813/2013) welche verlangt, dass kaputte Thermen nur noch durch energieeffiziente Brennwertthermen ersetzt werden dürfen. Der Verkauf von herkömmlichen Heizthermen an den Großhandel oder an Installationsfirmen ist seither verboten.

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Wusstest du, dass im Falle einer Mietwohnung der Vermieter die Kosten für die Neuanschaffung einer Brennwerttherme trägt?

Der Mieter selbst muss nur für die regelmäßige Wartung aufkommen.

Ist eine Therme kaputt sollte diese also durch eine neue Brennwerttherme ersetzt werden. Sind herkömmliche Geräte jedoch noch bei Installateuren oder in Baumärkten auf Lager, kannst du dich auch weiterhin für diese entscheiden.

Was kostet eine Brennwerttherme?

Brennwertthermen werden in verschiedenen Leistungsklassen, Effizienzklassen und Marken angeboten. Je nachdem, ob die Therme mit Speicher, Montagehilfsmittel und Heizungssteuerung geliefert werden, fallen unterschiedlich hohe Kosten an.

Brennwertthermen benötigen eine größere Wärmetauscherfläche bzw. Heizkörper als herkömmliche Heizthermen. Dadurch sind diese in der Anschaffung etwas teurer. Vorhandene Kamine müssen ebenfalls an diese Art von Therme angepasst werden. In der Regel wird ein Metallrohr in den Kamin eingezogen, was zusätzlich Kosten verursacht.

Die Preisspanne liegt bei Brennwertthermen zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Hersteller und die verwendete Technik geben den Ausschlag, wieviel eine Brennwerttherme kostet.

Die höheren Anschaffungskosten rentieren sich aber bereits nach wenigen Jahren, da durch eine Brennwerttherme 10 bis 20 Prozent Heizkosten gespart werden können.

Typ Preisspanne
Brennwerttherme 2.000 € – 8.000 €
Wasserspeicher 800 € bis 1.500 €
Montage und Inbetriebnahme ca. 300 €

Informiere dich, ob in deinem Fall staatliche Zuschüsse gewährt werden. So kannst du zusätzliche Kosten sparen. Beliebte Förderungen sind die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfW) und die des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Grundsätzlich gilt, je umweltfreundlicher die Heizung, desto höher die Zuschüsse.

Wo kann ich eine Brennwerttherme kaufen?

Eine Brennwerttherme kannst du sowohl im Fachhandel, als auch in vielen Online-Shops kaufen. Die wichtigsten Informationen erhältst du beim Installateur, von Fachleuten im Baumarkt, auf Ratgeberseiten im Internet oder direkt auf der Webseite des Herstellers.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Online-Shops die meisten Brennwertthermen verkauft:

  • vaillant.de
  • junkers.de
  • viessmann.de
  • buderus.de
  • wolf-heiztechnik.de
  • heizungsdiscount24.de
  • ebay.de

Alle Brennwertthermen, die wir dir auf unserer Seite verlinken, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du eine passende Brennwerttherme gefunden hast, die deinen Ansprüchen entspricht, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternativen gibt es zur Brennwerttherme?

Für Brennwertthermen gibt es viele Alternativen. Handelt es sich um einen Altbau ist das Umrüsten auf eine Brennwerttherme oft nur mit hohem Aufwand möglich. Daher haben wir dir hier eine übersichtliche Tabelle mit den einzelnen Alternativen zur Brennwerttherme angefertigt.

Alternative Beschreibung
Boiler-Thermen Boilerthermen sind wandhängende Wärmezentralen. Es handelt sich um Heizthermen mit integriertem Warmwasserspeicher (zumeist 30 – 45 Liter Fassungsvermögen).
Kombi-Thermen Bei der Kombitherme handelt es sich wie bei der Brennwerttherme um eine Gastherme, die neben der Warmwassererzeugung auch heizt. Diese Alternative ist meist platzsparender und energieeffizienter als zwei separate Geräte zu verwenden. Was die Energieeffizienz angeht, sind Brennwertgeräte jedoch am neuesten Stand der Technik.
Heizwertthermen Unter Heizwertthermen versteht man die klassischen Gasthermen, sogenannte atmosphärische Heizwertgeräte. Sie dienen nur zu Heizzwecken und können nicht direkt – wie eine Kombitherme – Warmwasser bereitstellen. Wären bei einem Altbau zu aufwendige Umbaumaßnahmen für eine Brennwerttherme erforderlich, ist die Heizwerttherme vorzuziehen.
Pelletheizung Eine Pelletheizung arbeitet wie eine herkömmliche Gasheizung. Der Brennstoff wird verfeuert und die Wärme über den Heizkreislauf abgegeben. Der Unterschied zum Gaskessel besteht darin, dass der Brennstoff in einem zusätzlichen Lager bereitgestellt werden muss.
Wärmepumpe Die Wärmepumpe entnimmt ihre Energie dem Erdboden oder der Umgebungsluft. Im Vergleich zur Pelletheizung sind die Brennstoffkosten höher, allerdings spart man sich einen dezidierten Lagerraum. Die Wärmepumpe läuft mit Strom.

Entscheidung: Welche Arten von Brennwertthermen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Brennwertthermen bieten viele Vorteile. Jedoch möchten wir dir auch die Nachteile nicht vorenthalten. Dem geringen Energieverlust und der dadurch entstehenden Heizkostenersparnis stehen die stetig steigenden Gaspreise gegenüber.

Vorteile
  • Geringer Energieverlust – Heizkostenersparnis
  • Platzsparende Bauweise
  • Günstig im Verbrauch
  • Umweltfreundlich
  • In Mehrfamilienhäusern ist leichter nachzuempfinden, wer wie viel verbraucht
Nachteile
  • Nur geringe Wärmeleistung möglich
  • Benötigt Platz in Küche oder Bad
  • Gaspreise steigen

Generell kann man aber noch zwischen Brennwertthermen die als Durchlauferhitzer funktionieren und Brennwertthermen mit Warmwasserspeicher unterscheiden. Je nach deinem Warmwasserverbrauch passt das eine oder das andere System besser zu dir.

  • Brennwerttherme mit Durchlauferhitzer
  • Brennwerttherme mit Warmwasserspeicher

Hier geht es nur um die Bereitstellung von Warmwasser zum Duschen, Waschen und Trinken. Die Heizungswärme wird in einer Brennwerttherme ohnehin im Durchlaufprinzip erwärmt.

Was zeichnet eine Brennwerttherme mit Durchlauferhitzer aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Der Durchlauferhitzer sorgt für Warmwasser im Haushalt. Aber im Gegensatz zu einer Brennwerttherme mit Speicher wird hier kein Wasser im Voraus erwärmt. Die Therme beginnt erst zu arbeiten, wenn der Wasserhahn aufgedreht wird und erhitzt dann unmittelbar das benötigte Wasser.

Ein Durchlauferhitzer eignet sich für die Warmwasserbereitung in niedrigen Mengen. Dadurch, dass kein Wasserspeicher vorhanden ist, benötigt diese Variante auch weniger Platzbedarf. Die Installation ist relativ einfach zu bewerkstelligen.

Vorteile
  • Geringer Platzbedarf
  • Niedrigere Investitionskosten
  • Relativ einfache Installation
Nachteile
  • Ungeeignet bei hohem Warmwasserbedarf
  • Warmwasser muss erst bei Bedarf aufgeheizt werden

Was zeichnet eine Brennwerttherme mit Warmwasserspeicher aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Brennwertthermen mit Warmwasserspeicher erwärmen das Wasser bereits im Voraus und bewahren es bis zur Verwendung auf. Ein Warmwasserspeicher eignet sich vor allem bei höherem Warmwasserbedarf.

Ein Warmwasserspeicher ist, beispielsweise, in einem Mehrfamilienhaus, in dem täglich mehr warmes Wasser zum Duschen, Waschen usw. benötigt wird, zu empfehlen. Durch einen Warmwasserspeicher können auch gleichzeitig mehrere Zapfstellen mit höherer Abnahmemenge versorgt werden.

Vorteile
  • Für höheren Warmwasserbedarf geeignet
  • Warmwasser steht jederzeit zu Verfügung
Nachteile
  • Teurere Investitionskosten
  • Etwas aufwändigere Installation

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Brennwertthermen vergleichen und bewerten

Nachfolgend zeigen wir dir, anhand welche Aspekte du dich zwischen den verschiedenen Modellen an Brennwertthermen entscheiden kannst.
Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Brennwertthermen vergleichen kannst, umfassen:

  • Heizwert
  • Brennwert
  • Wirkungsgrad
  • Raumluftabhängig oder -unabhängig
  • Mit Sonnenkollektoren

Jetzt werden wir näher auf die einzelnen Kaufkriterien eingehen.

Heizwert

Der sogenannte Heizwert (Hi) oder auch Energiegehalt genannt, wird in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³) angegeben. Dieser benennt die bei Verbrennung nutzbare Wärmemenge, ohne dass es zur Kondensation kommt. Der Heizwert beträgt für Erdgas circa 9 bis 10,4 kWh/m³.

Brennwert

Der Brennwert (Hs) umfasst auch die durch Kondensation nutzbar gemachte Wärmemenge des Wasserdampfes. Im Durchschnitt ist der Brennwert daher um 10 Prozent höher als der Heizwert und liegt bei Gas-Brennwertthermen – je nach Qualität – zwischen 9,5 und 11,5 kWh/m³.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Heizwert und dem Brennwert. Da der Brennwert höher ist als der Heizwert, ist der Wirkungsgrad häufig über 100 Prozent. Der Wirkungsgrad wird nämlich nach wie vor auf den Heizwert bezogen.

Eine Heizung, die einen Wirkungsgrad von 100 % hat, kommt bei einem Bezug auf den Brennwert nur noch auf circa 90 %. Bei optimaler Ausnutzung des Brennwertes kommt es deshalb umgekehrt zu Wirkungsgradangaben von bis zu 111 %.

Raumluftabhängig oder -unabhängig

Beim Betrieb von Gasheizungen werden der raumluftabhängige und der raumluftunabhängige Betrieb unterschieden. Egal um welche Heizung es sich handelt, zur Verbrennung wird immer Sauerstoff benötigt.

Früher wurde der Sauerstoff aus der Raumluft entnommen. Bei diesem raumluftabhängigen Betrieb muss deshalb immer für Luft-Nachschub gesorgt werden. Deshalb gibt es Vorschriften, wie der Raum, in dem die Heizung steht, zuverlässig mit Verbrennungsluft versorgt werden kann.

Bei einem raumluftunabhängigen Betrieb erfolgt die Versorgung mit Verbrennungsluft über eine Leitung. Bei Gas-Brennwertthermen bestehen die Abgasleitungen aus einem zweischaligen Rohr-in-Rohr. In der äußeren Hülle wird die Verbrennungsluft zugeführt und im inneren Rohr die Abgase ausgeleitet.

Beim raumluftunabhängigen Betrieb werden keine besonderen Anforderungen an die Aufstellung der Gas-Brennwertheizung gestellt. Der raumluftunabhängige Betrieb ist außerdem sparsamer, da die Verbrennung optimal erfolgt.

Mit Sonnenkollektoren

Möchtest du besonders umweltschonend heizen, kannst du in deine Gas-Brennwertheizung auch Solarthermie einbinden. Jedoch ist eine Solarthermieanlage nicht immer sinnvoll. Eine geeignete Dachfläche muss vorhanden sein, bei der Himmelsrichtung und Dachneigung stimmen.

Mithilfe von Sonnenkollektoren kann zusätzlich Gas und somit Heizkosten gespart werden. (Bildquelle: pixabay.com / Ulleo)

Alle bekannten deutschen Hersteller bieten inzwischen Komplettsysteme, also Brennwerttherme, Solaranlage und entsprechende Solarregelung sowie passende Speicher an. Diese Komponenten müssen zusätzlich installiert werden.

Die zusätzlichen Kosten für die Kombination der Brennwerttherme mit Solarthermie sind sehr hoch. Du solltest mit Kosten zwischen 6.000 und 12.000 Euro rechnen. Förderungen von 90 Euro pro Quadratmeter können jedoch wieder abgezogen werden.

Durch den Einsatz von Sonnenkollektoren kann viel Gas eingespart werden. Im Sommer und auch in der Übergangszeit muss die Brennwerttherme selbst kaum noch anspringen.

Bei Neubauten lohnt sich die Kombination der Brennwertheizung mit einer Solaranlage auf jeden Fall. Damit entspricht man auch den Vorschriften des Gesetzgebers, der im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz den Einsatz erneuerbarer Energien vorschreibt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Brennwerttherme

Was muss ich beim Einbau einer Brennwerttherme beachten?

Damit du deine neue Brennwerttherme richtig in Betrieb nehmen kannst, müssen ein paar Voraussetzungen geschaffen werden:

  • Im Kamin muss ein säurefester Schlauch eingezogen werden, damit er nicht durch die niedrigen Abgastemperaturen geschädigt wird.
  • Unter der Therme muss ein Abfluss für das Kondenswasser gelegt werden.

Was geschieht mit dem Kondensat, das bei der Brennwertheizung entsteht?

Das entstehende Kondensat einer Brennwertheizung ist zwar sauer, es hat einen pH-Gehalt von rund 4. Da bei einer Gas-Brennwertheizungen jedoch nicht sehr viel Kondensat anfällt, kann dieses über die Abwasserleitung entsorgt werden. Dies gilt uneingeschränkt für Gasheizungen bis zu einer Leistung von 25 Kilowatt.

Bei größeren Heizkesseln gibt es besondere Vorschriften. Hier ist es dann möglich, dass eine Neutralisationsanlage benötigt wird. Genauere Informationen dazu erhältst du dann beim Heizungsfachmann.

Braucht man bei der Modernisierung mit einer Brennwert-Gasheizung neue Heizkörper?

Diese Frage, ob man bei der Umstellung auf eine sparsame Brennwerttherme auch neue Heizkörper benötigt, stellt sich immer wieder. Das ist jedoch nur in den wenigsten Fällen notwendig.

Die Brennwert-Therme arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen besonders sparsam. Aber der Vorteil durch die Nutzung der Kondensationswärme kann auch bei höheren Vorlauftemperaturen genutzt werden. Das ist der Grund warum nur in den seltensten Fällen die Heizkörper ausgetauscht werden.

Der Einspareffekt ist lediglich nicht ganz so groß wie bei Flächenheizungen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen.

Kommt bei Verwendung einer Brennwerttherme weiterhin der Schornsteinfeger?

Bei herkömmlichen Gasheizungen kommt der Schornsteinfeger einmal jährlich. Bei Brennwertthermen kommt er zunächst zwei Mal in sechs Jahren zur sogenannten Feuerstättenschau.

Zur Sicherheitsüberprüfung bei raumluftunabhängigen Gasheizungen kommt er alle zwei Jahre. Verfügt die Brennwerttherme über eine sogenannte selbstkalibrierende Regelung, dann kommt er nur alle drei Jahre.

Der Schornsteinfeger kommt auch bei Gas-Brennwertheizungen, aber seltener. (Bildquelle: pixabay.com / Kakaket)

Raumluftabhängige Heizungen werden nach wie vor einmal im Jahr überprüft. Emissionsmessungen nach BlmSchV und Reinigungen der Abgasleitung sind bei Brennwert-Heizungen nicht mehr notwendig.

Muss eine Brennwerttherme gewartet werden?

Eine Gas-Brennwerttherme sollte unbedingt regelmäßig gewartet werden. Gas ist ein hochexplosiver Brennstoff, weshalb eine Wartung unbedingt empfehlenswert ist.

Bei einer Wartung kontrolliert der Heizungstechniker die Dichtigkeit der Gasleitungen und allen Anschlüssen. Der Brenner wird gereinigt, die Wärmetauscher geprüft und der Wasserdruck angepasst. Auch die Steuerung wird überprüft, um die vorgeschriebenen Grenzwerte der Emission einzuhalten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/brennwerttherme

[2] https://www.vaillant.de/heizung/heizung-verstehen/heiztechniklexikon/begriffe-a-b/brennwerttherme/

[3]https://wien.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/bauenundwohnen/miete/Brennwerttherme_statt_Kombitherme.html

[4] https://www.kesselheld.de/brennwerttherme-preise/

[5] https://www.herold.at/blog/brennwerttherme-gastherme/

[6] https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/bestandteile/warmwasserspeicher

[7] https://www.weber-kg.at/images/pagecontent/feuerungsanlage/Zentralheizungskessel/545229_ratgeber-gasheizung.pdf

Bildquelle: 123rf.com / 37777189

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